Archiv für März 2007

Stummfilm der Woche 14/2007: Geierwally, Stuttgart

Samstag, 31. März 2007

Bei Stummfilm.info gibt es einen regelmässig aktualisierten Veranstaltungskalender mit Filmkonzerten. In der Rubrik Stummfilm der Woche will ich für jede Woche meinen persönlichen Favoriten rauspicken und hier kurz vorstellen.

Die Wahl der ersten Woche fällt mir leicht:
Geierwally im kommunalen Kino Stuttgart am 5. April.

Leicht fällt mir die Wahl, weil es eine Veranstaltung ist, zu der ich mal wieder selbst gehen kann.

Den Film kenne ich bislang nicht, aber ich freue mich schon auf das Akkordeon, gespielt von Nico-Jan Beckers. Ich erlebte einmal einen Stummfilm mit Musikern des Nürnberger Akkordeonorchester und war begeistert, wie gut das Instrument zu einem Stummfilm passt.

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Das Cabinet des Dr. Caligari – In der Theaterfassung

Freitag, 30. März 2007

Daß erfolgreiche Theaterstücke verfilmt werden, gibt es ja öfters. Jetzt zeigt das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, daß Stummfilme auf der Bühne aufgeführt werden können. Das Theater feiert gerade die Premiere von Das Cabinet des Dr. Caligari in einer Puppentheaterfassung von Rike Reiniger nach dem Stummfilm-Drehbuch von Carl Mayer und Hans Janowitz.

Wer die Veranstaltung nicht besuchen kann, der kann sich bei Archive.org zumindest eine Heimkino-Version des Films downloaden.

Metropolis Frankfurt

Mittwoch, 28. März 2007

Zu der am vergangenen Montag stattfindenden Metropolis-Aufführung in Frankfurt gibt es bei pinkblog einen kurzen Bericht.

Hört sich an, als ob dem Ensemble Modern gegen Ende des Films die Musik ausging. Aber soweit zu gehen, die Störung durch ein Telefon zu begrüßen würde ich dann doch nicht gehen.

Das erinnert mich an eine Open-Air Vorstellung von Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens. Damals begann an einer gruseligen Stelle ein Hund an zu jaulen. Passte gut zum Film, im Folgejahr waren dann allerdings trotzdem Hunde auf dem Open Air Gelände verboten.

Die Rhein-Main-Presse äußert sich übrigens ganz positiv über die Vertonung. Scheint aber keine leichte Kost zu sein.

Stummfilmmusiker gesucht.

Dienstag, 27. März 2007

Das Festival „Strade del cinema“ sucht in einem Wettbewerb junge Musiker für die Vertonung eines Stummfilms. Als Hauptgewinn gibt es ein Stipendium in Höhe von 1500 Euro, die Musik der drei Besten wird auf CD veröffenlicht.

Während den Vorentscheidungen in in Aosta, Lüttich, Florenz und Palermo werden von den Musikern und Formationen kurze Stummfilme vertont, die Besten kommen zu einer Endentscheidung zum Festival „Strade del cinema“ in Aosta, Italien.

Teilnehmen können Musiker, die am 11. August 2007 jünger als 35 Jahre alt sind. Bei Formationen zählt das Durchschnittsalter der Gruppenmitglieder. Für Gruppen ist eine Registrierungsgebühr von 30 Euro, für Solisten 20 Euro fällig. Zusätzlich fallen Fahrtkosten zum Ort der Vorausscheidungen an.

Unter www.stradedelcinema.it steht ein Anmeldeformular bereit, das bis zum 15. Mai 2007 per email an das Festival gesendet werden muss.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück (oder besser: Können) und den Stummfilmliebhabern viele Teilnehmer.

Noch mehr Informationen gefälltig? Stummfilm.info: Strade del cinema

Internationale Stummfilmtage – Bonner Sommerkino 2007

Montag, 26. März 2007

Die Bonner Kinemathek veranstaltet auch 2007 ihre Veranstaltung “Internationale Stummfilmtage – Bonner Sommerkino”. Jetzt ist auch der Termin bekannt:

Die Stummfilmtage finden vom 9. bis zum 19. August 2007 statt.

Mehr zu den Stummfilmtagen in Bonn:

Willkommen zum Stummfilm-Blog

Sonntag, 25. März 2007

Erläuterungen, was ein Blog ist gibt es viele und ein Stummfilmblog ist natürlich ein Blog zum Thema Stummfilm und Filmkonzert.

Man fragt sich natürlich, was soll das? Wer schaut sich diese alte Schinken heutzutage noch an? Welchen Reiz haben verwackelte Bilder, ohne jede Farbe? Und das ganze ohne Ton?

Ja, es gibt sie, die Stummfilmgucker und Stummfilmhörer. Ja, richtig gelesen, Stummfilmhörer. Wer Stummfilme stumm schaut, macht einen Fehler. Und wer Stummfilme mit einer lieblos zusammengestellten Tonspur sieht oder hört bekommt auch nur einen Abklatsch vom Wesen des Stummfilms mit. Stummfilme waren – und sind – von Musik begleitet. In den Anfangszeiten des Films gab es Kinos mit eigenen Orchestern, zumindest gab es Stummfilmbegleiter, sei es am Klavier oder der Kinoorgel oder an anderen Instrumenten. Und es gibt sie noch, oder besser wieder, die Stummfilmbegleiter. Weltweit entdeckt man die Ausdruckstärke der Filme aus der Zeit, als die Bilder laufen lernten. Und man erfreut sich an der Spielfreude die Musiker haben beim Begleiten der Stummfilme.

Ich selbst begeisterte mich erstmals als Helfer bei einem Stummfilmfestival. Seither versuche ich, wenn möglich, Stummfilme mit Live-Musik zu sehen. Leider war ich damit relativ erfolglos. Nachdem ich mehrmals Termine verpasst habe, machte ich mich gezielt auf die Jagd nach Stummfilmveranstaltungen und veröffentlichte sie auf meiner Internetseite www.stummfilm.info. Eine Quelle dieser Termine sind natürlich die Künstler, die Stummfilme begleiten, die so auch ihren Weg auf www.stummfilm.info fanden. Eine weitere Gelegenheit Stummfilme zu sehen sind natürlich Filmfestivals, inbesonders Stummfilmfestivals.

Als Internet-Interessierter kenne ich natürlich Blogs, habe aber bisher die Mühe gescheut selbst ein Blog zu betreiben und vor allem mit Inhalten zu füllen. Aber bei der Suche nach Inhalten für meine Internetsite stieß ich von Zeit zu Zeit auf Interessantes, für das ich kein geeignetes Mitteilungsmedium fand. Insbesonders waren dies besonders reizvolle Termine oder Festivals, häufig auch (von mir) neu entdeckte Musiker, die Stummfilme begleiten. Ich weiß selbst noch nicht, wie sich dieser Blog entwickeln wird. Persönliches Ziel sind ein bis zwei Postings die Woche, mal schauen ob ich genügend Interessantes finde.