Geierwally

Wie schon beim Stummfilm der Woche 14/2007 angekündigt, hatte ich mal wieder die Gelegenheit selbst einen Stummfilm anzusehen.

Gestern war ich in Geierwally im kommunalen Kino Stuttgart und durfte eine leider nur mässig besuchte Vorstellung ansehen, das Kino war ca. zu einem Viertel gefüllt.

Nach einer Einführung von Hans-Otto Borchers begann der Film, die Musiker Nico-Jan Beckers (Akkordeon) und Auke Reuvers (Klarinette) konnten ihr Können beweisen.

Zum Film

Geierwally basiert auf einem erfolgreichen Heimatroman von Wilhelmine von Hillern aus dem Jahre 1875. Regie führte Ewald André Dupont, Henny Porten spielte die Geierwally. Erzählt wird die reale Geschichte der Anna Stainer-Knittel (1841-1915).

Die Bauerntochter Walburga (Wally) Stromminger verweigert sich dem Zwang des Vaters, den Nachbar-Bauern zu heiraten, da sie den “Bärenjosef“ liebt. Ihr Vater verbannt sie daraufhin auf die Hochalm in die eisige Welt der Gletscher.

Nach des Vaters Tod kehrt Wally zurück und ist die neue Herrin des Hofs. Als sie eine andere Frau an Josefs Seite sieht, kommt es zum Eklat. Nach dramatischen Szenen finden sich am Ende Wally und Josef.

Zur Musik
Als die niederländischen Musiker Nico-Jan Beckers und Auke Reuvers begannen, fühlte ich mich sofort an Koyaaniqatsi erinnert. Das war auch nicht weiter verwunderlich, da die Musiker u.a. Motive von Philipp Glass verwendeten. Das Akkordeon und die Klarinette harmonierten zueinander und gaben einen schönen Hintergrund zu dem Film.

Insgesamt eine Veranstaltung die mir sehr gefallen hat und ich bin froh, das ich mich trotz einer leichten Erkältung aufgerafft habe. Mein Bedauern gilt jenen, die gestern verhindert waren.


Wer den Film in Stuttgart nicht sehen konnte: Er wird heute und an den folgenden Tagen in Mannheim, Karlsruhe und Freiburg wiederholt.


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