Archiv für April 2007

Nachtrag: Noch lebende Stummfilmstars

Dienstag, 10. April 2007

Noch ein Nachtrag zu dem Beitrag Noch lebende Stummfilmstars. Es fand sich inzwischen noch ein Stummfilmstar:

June Havoc 08.11 1918 (88)

1918 spielte sie in dem Film Hey There! ihre erste Rolle.

Ungeklärt ist, ob Jackie Cooper auch noch in Stummfilmen mitwirkte. Bei IMDB sind zumindest keine Stummfilme aufgeführt.

Festival d’Anères – un festival de cinéma muet dans les Hautes-Pyrénées

Montag, 09. April 2007

Es gibt Festivals, von denen man schon begeistert ist, bevor man jemals dort war. So geht es mir mit dem Stummfilmfestival in Anères.

Das Festival findet “direkt zwischen Madrid und Paris” in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen statt. Die Projektionen im örtlichen Festsaal zu finden ist laut den Veranstaltern kein Problem. Es sei so gut wie unmöglich, den Saal im Ort nicht zu finden. Kein Wunder, der Ort hat kaum 150 Einwohner,

Die Vorstellungen sind kostenlos, die Veranstalter wollen ‘Kultur, die allen zugänglich ist’. Sie bitten aber um Spenden in der Höhe, die einem die Vorstellungen wert sind. Während den Kindervorstellungen werden Erwachsene toleriert.

Stummfilmfans kommen in Anères auch neben dem Festival auf ihre Kosten. Monatlich findet eine Vorpremiere von Stummfilme auf Arte statt.

Dieses Jahr findet das Festival vom 23. bis 27. Mai 2007 statt, das Programm ist bereits angekündigt.

Viel Spass allen Besuchern und Helfern.

Radio-Tipp: “Das Rheingold” oder: Wotan im Knast

Sonntag, 08. April 2007

Wer im Sendegebiet des MDR liegt hat morgen (Ostermontag) die Gelegenheit einen Bericht über die Entstehung eines Stummfilms zu hören.
Das Besondere: Drehbuchautoren, Darsteller und Musiker sind Häftlinge der Haftanstalt Plötzensee. Innerhalb drei Wochen entstanden in einem vierzig Quadratmeter großen Raum der Haftanstalt ein Drehbuch und unerhörte Filmmusik.

Basis des Films ist WagnersRheingold‘. Der Film wurde bereits letztes Jahr im Foyer der Philharmonie aufgeführt, die Häftlinge hatten keinen Ausgang.

Montag, 09. April 2007, 15.00 – 16.30 Uhr, MDR FIGARO. (Mit Hinweisen zu Frequenzen.)

Weitere Hinweise:

Stummfilm der Woche 15/2007: Blackmail (Erpressung)

Sonntag, 08. April 2007

Mein Stummfilm dieser Woche ist Alfred Hitchcocks letzter Stummfilm, live in Pforzheim begleitet durch die Karlsruher Musikgruppe Gruppe jung+.

Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, sie stand in Konkurrenz zu Nosferatu in Saarbrücken (grosses Orchester) und eine Stummfilmvertonung mit Bert the Juggler in Leipzig (bisher leider ohne nähere Angaben).

Aber die Beschreibung des Orchester jung+ hat mich dazu bewogen die Veranstaltung in Pforzheim auszuwählen. Zum einen mag ich Jazz, zum Anderen finde ich die Idee, während der Fußball-WM ein Spiel musikalisch zu kommentieren nett.

Samstag, 14. April 2007, 20:00, Kommunales Kino Pforzheim: Blackmail

Allen Beteiligten und Besuchern wünsche ich viel Spaß.

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Geierwally

Freitag, 06. April 2007

Wie schon beim Stummfilm der Woche 14/2007 angekündigt, hatte ich mal wieder die Gelegenheit selbst einen Stummfilm anzusehen.

Gestern war ich in Geierwally im kommunalen Kino Stuttgart und durfte eine leider nur mässig besuchte Vorstellung ansehen, das Kino war ca. zu einem Viertel gefüllt.

Nach einer Einführung von Hans-Otto Borchers begann der Film, die Musiker Nico-Jan Beckers (Akkordeon) und Auke Reuvers (Klarinette) konnten ihr Können beweisen.

Zum Film

Geierwally basiert auf einem erfolgreichen Heimatroman von Wilhelmine von Hillern aus dem Jahre 1875. Regie führte Ewald André Dupont, Henny Porten spielte die Geierwally. Erzählt wird die reale Geschichte der Anna Stainer-Knittel (1841-1915).

Die Bauerntochter Walburga (Wally) Stromminger verweigert sich dem Zwang des Vaters, den Nachbar-Bauern zu heiraten, da sie den “Bärenjosef“ liebt. Ihr Vater verbannt sie daraufhin auf die Hochalm in die eisige Welt der Gletscher.

Nach des Vaters Tod kehrt Wally zurück und ist die neue Herrin des Hofs. Als sie eine andere Frau an Josefs Seite sieht, kommt es zum Eklat. Nach dramatischen Szenen finden sich am Ende Wally und Josef.

Zur Musik
Als die niederländischen Musiker Nico-Jan Beckers und Auke Reuvers begannen, fühlte ich mich sofort an Koyaaniqatsi erinnert. Das war auch nicht weiter verwunderlich, da die Musiker u.a. Motive von Philipp Glass verwendeten. Das Akkordeon und die Klarinette harmonierten zueinander und gaben einen schönen Hintergrund zu dem Film.

Insgesamt eine Veranstaltung die mir sehr gefallen hat und ich bin froh, das ich mich trotz einer leichten Erkältung aufgerafft habe. Mein Bedauern gilt jenen, die gestern verhindert waren.

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Noch lebende Stummfilmstars

Freitag, 06. April 2007

Nachdem gerade im Stummfilmforum und bei turnerclassicmovies.com die Frage nach noch lebenden Stummfilmstars aufkam, habe ich mich mal auf die Suche nach ebendiesen begeben und zusammengestellt was ich gefunden habe.

Alle Angaben ohne Gewähr, sollte jemand näheres wissen oder weitere lebende Stummfilmstars kennen würde ich mich um einen Hinweis freuen.

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Stummfilmtage Leipzig

Mittwoch, 04. April 2007

Es ist doch immer wieder erstaunlich. Jetzt suche ich seit langem nach Stummfilmfestivals und Stummfilmtagen, aber immer wieder entdecke ich neue Festivals. So auch jetzt:

Vom 28. April 2007 bis zum 2. Mai 2007 finden die Stummfilmtage Leipzig statt, es werden verschiedene Meisterwerke der deutschen Filmkunst gezeigt.

Nähere Informationen zu den Stummfilmtagen gibt es bei der Schaubühne im Lindenfels, Leipzig, bei Stummfilm.info hat es auch eine kurze Terminübersicht.

Die Geschichte des Tamil-Kinos

Sonntag, 01. April 2007

Für alle Interessierten am nicht-westlichen Kino und der Filmgeschichte: Im Bollywoodblog gab es kürzlich eine nette kleine Zusammenfassung der Anfänge des indischen Kinos.