Nosferatu – einmal anders

Als Stummfilmliebhaber kennt man seinen Nosferatu. Man erwartet Nosferatu, eine Symphonie des Grauens von Murnau (Deutschland 1921/1922). Wenn man Programmhefte liest stößt man von Zeit zu Zeit auf einen anderen Nosferatu, den Nosferatu – Das Phantom der Nacht mit Klaus Kinski, Bruno Ganz und Isabelle Adjani, gedreht von Werner Herzog (Deutschland 1979).

Und wenn man in einem Stummfilmprogramm auf diesen zweiten Film stößt, schlägt man nur die Hände über den Kopf zusammen und denkt sich, da hat mal wieder jemand völlig falsch recherchiert.

Aber manchmal scheint es auch zu stimmen. Am kommenden Freitag, 1. Juni 2007 wird im Klosterpark Altzella (Nossen, Sachsen) Herzogs Nosferatu – Phantom der Nacht als Stummfilm gezeigt. Wichtige Textstellen werden durch einen Sprecher rezitiert, musikalisch begleitet wird der Film von Günter Heinz (Dresden) an der Posaune, Peter Krug (Göttingen) am Kontrabass und KaCe Kaufmann (Arnstadt) am Schlagzeug (Manchmal wird Lou Grassi angekündigt.). Die Veranstaltung findet als Open Air mit vorhandener ‘Schlechtwettervariante’ statt.

Mir gefällt die Idee, einen Tonfilm zu nehmen, den Ton abzudrehen und dann live zu begleiten. Sicherlich nicht bei jedem Film geeignet, inwieweit Nosferatu geeignet ist kann ich jetzt weniger beurteilen, dazu ist mir der Film zu wenig präsent.

Wer in nächster Zeit den klassischen Nosferatu sehen will, kann es am 15. Juni auf der Waldbühne Hardt in Wuppertal versuchen.

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