Eigentlich kann man es sich diese Woche fast sparen einen Stummfilm der Woche zu wählen. Kommenden Samstag starten in Pordenone die Giornate del cinema muto.
Ich freue mich schon
Eigentlich kann man es sich diese Woche fast sparen einen Stummfilm der Woche zu wählen. Kommenden Samstag starten in Pordenone die Giornate del cinema muto.
Ich freue mich schon
In Leverkusener finden vom 1. bis 11. November die 28 Leverkusener Jazztage 2007 statt. Neben viel Jazz wird der Jazz auch mit World Musik, Fado, Rock, Blues und sogar Pop Musik kombiniert…und auch mit Stummfilmen.
Gezeigt werden vier abendfüllende Stummfilme und ein Kurzfilmprogramm. Begleitet werden die Filme zweimal von Trioglyzerin, einmal von Alexej Aigui und Dietmar Bonnen und einmal von Bonnen & Friends.
Details:
Wie der Kurier berichtet wird zur Zeit eine neue Faust-Stummfilmverfilmung fertig gestellt. Der 25-jährige Österreicher Philipp Hochhauser verfilmte zusammen mit Bernhard Nicolics (Kamera) und Bernhard Paumann (Faust-Darsteller) Goethes Meisterwerk, die Filmmusik komponierte Alexander Zlamal.
Auf die Frage, warum Faust als Stummfilm gedreht wurde, kommt die naheliegende (?) Antwort: „…wenn ich es mir schon anmaße, Goethes Faust zu verfilmen, kann ich mir nicht anmaßen, den Text zu kürzen“.
Es steht noch die Vertonung mit dem Robert Stolz Orchester – Sinfonia Piccola aus, mit etwas Glück wird der Film 2007 fertig. Ob sich Hochhausers Traum – den Film bei den Festspielen in Cannes vorzustellen – erfüllt wird sich noch zeigen.
Es ist übrigens durchaus nicht der erste Stummfilm mit dem Faust-Thema.
Auf Stummfilm.info hat es Neues:
Bei den Stummfilmveranstaltern hat die Caligari FilmBühne in Wiesbaden eine eigene Seite erhalten: www.stummfilm.info/veranstalter/caligari/.
Bei den Stummfilmmusikern bekam SBOK, das Symphonisches Blasorchester Klagenfurt eine Aktualisierung. Stummfilme werden jetzt unter dem Namen Ensemble Filmharmonie begleitet und das neue Projekt Der Kilometerfresser wird vorgestellt. Außerdem hat es neu einen Hinweis auf Filmausschnitte bei Youtube.
Wie die Stiftung Deutsche Kinemathek mitteilt, wollen sie einige verschollenen Filme in einer internationalen Kooperationen und via Internet wieder verfügbar machen.
Aus der Pressemitteilung:
Ziel ist es, gemeinsam mit anderen europäischen Kinematheken und Archiven eine Auswahl solcher verschollenen Filme anhand von Fotos, Plakaten, Drehbüchern und weiteren noch existierenden Materialien im World Wide Web zu rekonstruieren. Soweit vorhanden, werden auch Fragmente dieser Filme auf der Homepage www.lost-films.eu zu sehen sein.
Aktuell findet sich unter lost-films.eu/ ein Wiki mit A ngabe der Ziele des Projektes. Nach Jahren sortiert hat es schon eine Vielzahl von Filmen gelistet. Außer Titel, Produktionsjahr und Regisseur fand ich noch keine weiteren Angaben. Aber das Projekt startet ja auch erst.
Ich freu mich schon und bin gespannt auf die ersten Ergebnisse.
Mein Stummfilm dieser Woche ist Phantom der Oper im FHL-Club, dem Studentenclub im Leipziger Süden am Dienstag, 25. September 2007 um 20:30. Der Film wird von Tilo Augsten live begleitet.
Grund meiner Wahl ist das bereits angekündigte Programm des FHL-Clubs. Es wäre schön, wenn es mehr solche Initiativen gäbe.
Unter dem Namen DirActor’s Cut startet in in Luxemburg ein neues Filmfestival, das den Schauspielern gewidmet ist, die sich als Regisseure einen Namen gemacht haben.
Für Stummfilmfans interessant: Im Rahmen der Reihe Ciné-Concerts werden Stummfilme mit neuer Filmmusik vertont und unter Leitung der Komponisten durch das “Octuor de France” begleitet.
Es werden gezeigt:
Mein Stummfilm der Woche ist diesmal Der Glöckner von Notre Dame am kommenden Samstag im Spitäle in Würzburg. Der Film wird von „Küspert & Kollegen“ begleitet.
Grund meiner Wahl ist weniger Film und Musiker (obwohl ich da durchaus etwas Gutes erwarten würde) als vielmehr der Ort der Veranstaltung. Das Spitäle hört sich interessant an, vor allem würde ich aber gern mal Würzburg besser kennenlernen. Was sicher auch daran liegt das dort inzwischen ein guter Freund von mir wohnt
In Stockholm findet vom 11.-13. Juni 2008 die Fifth International Women and the Silent Screen Conference statt.
Neben der Aufführung von Filmen gibt es Vorträge und wissenschaftliche Diskussionen zu dem Thema ‘Frauen und die ersten vier Jahrzehnte des Films’.
Wer mit einem Vortrag teilnehmen will hat bis zum 15. Dezember Zeit eine Kurzfassung einzusenden. Näheres gibt es auf der Konferenzsite.
Mein Stummfilm der Woche ist diesmal Panzerkreuzer Potemkin im Harburger Binnenhafen in Hamburg, live begleitet von Tuten und Blasen.
Grund meiner Wahl ist die musikalische Begleitung durch ein Blasorchester. Es ist eher eine Seltenheit, das Stummfilme mit Blasmusik begleitet werden, und bisher war noch jedes Filmkonzert das ich mit Blasmusikern erlebt habe ein gelungenes Konzert.
Die Veranstaltung findet am 14. September 2007 um 20:30 statt.