Welcome Home

Am Samstag geht es am frühen Nachmittag mit den ersten Filmen beim Giornate del Cinema Muto los. Das Festival startet mit Die Hose (Deutschland 1927, Hans Behrend) begleitet von Phil Carli. Was lernt man in dem Film? Anständige Frauen brauchen nicht schön sein. Insgesamt eine nette Komödie um einen ordentlichen Beamten, dem es äußerst peinlich ist, als seine Frau eine Unterhose (eher ein Unterrock) verliert, der aber nicht bemerkt, wie in der Folge mehrere Männer sehr um seine Frau bemüht sind. Genial die Szene am Schreibtisch, an dem der Beamte nichts macht. Nichts, bis Punkt zwölf. Da packt er sein Vesperbrot aus ißt es und macht – nichts.

Danach folgt Dream Street (USA 1921, Griffith), begleitet von Gabriel Thibaudeau. Viel Action, viel Dramatik, Griffith halt (hab ich schonmal geschrieben, das ich Griffith nicht mag?)

Nach den zwei Filmen wird es zeitlich eng wenn man noch kurz etwas bloggen will (WLAN sei dank) und vor der eigentlichen Eröffnung mit Orphans of the Storm (USA 1921, Griffith) etwas essen will. Es reicht mir gerade so.

Es gibt zur Eröffnung ein paar kurze Eröffnungsreden. Das Teatro Comunale Giuseppe Verdi wird gelobt, Sacile, dem Gastgeber der letzten acht Jahre, wird nochmals gedankt, Festivaldirektor David Robinson bekommt noch eine Medaille überreicht. Danach spricht David Robinson seine traditionellen zwei Worte Welcome Home und begüßt uns alle in SacilePordenone (kleiner Versprecher).

Danach wird der Eröffungsfilm Orphans of the Storm von D.W.Griffith gezeigt (1921). Der Film aus der Zeit der französischen Revolution enthält in über zwei Stunden viel Dramatik und Pathos. Ein echter Griffith (hab ich schonmal geschrieben, das ich Griffith nicht mag?).

Die Begleitmusik wurde 2001 von John Lanchbery komponiert und hervorragend durch das Orchestra Sinfonica del Friuli Giulia, geleitet durch Timothy Brock, gespielt. Ein Genuss!

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