Pordenone: Treasures III, Starewitchs Insekten und Rivalen

Heute morgen hat es im Gegensatz zu gestern Sonne, schade nur, das man gleich zum ersten Film ins Dunkle geht. Gezeigt werden Filme aus der neu erscheinenden DVD-Sammlung Treasures III.

Darunter der erste Mafiafilm (?) The Black Hand und ein anderer, von Gewerkschaften unterstützen Film (Labor’s reward, 1925). Wäre mal eine Idee für deutsche Gewerkschaften: Firmen mit Tarifverträgen bekommen das Recht auf ihre Produkte ein Label Gewerkschaftsprodukt zu machen. Und jeder Arbeiter schaut, das nur Produkte mit diesem Label gekauft werden

Ein weiterer Film der Reihe ist der wohl erste Film, der zur Aufführung in Schulen gedacht war. Es handelt sich bei Cost of Carelessness um ein Film zur Verkehrserziehung. Dabei wird eindrücklich vor Autos und Straßenbahnen gewarnt und wie man aufpassen muß. Spannend das es schon damals darum nicht darum ging den Verkehr kindersicher zu machen, sondern die Kinder Verkehrssicher. Auch spannend, das auf die Gefahren der Starßenbahnen und Autos so eingegangen wurde, obwohl damals noch weit mehr Unfälle mit Pferdewagen passierten als mit motorisierten Fahrzeugen. Aber schenbar hat man sich auch damals schon mit üblichen Verlustraten im Verkehr abgefunden, war bloß erstaunt, das es mit dem motorisierten Verkehr nicht besser wurde.

Begleitet sind die Filme von John Sweeney.

Danach folgen drei Filme von Ladislav Starewitch (Animationsfilme mit Insekten, faszinierende Arbeiten, denen man ihren Aufwand ansieht) und mit Rivalen (Harry Piel, 1923) ein längerer Film. Die Filme sind von Gabriel Thibaudeau begleitet.

Nach einer kurzen Mittagspause kommt noch Entr’acte von René Clair. Hätte man das Programm besser gelesen, hätte man gemerkt, das der Film selbst nur 25 Minuten lang ist und davor ein Vortrag folgt. Schade, das man es nicht gelesen hat und sich deshalb kein Empfangsgerät für die Übersetzung ausgeliehen hat. (Zwischentitel und Vorträge werden alle nach italienisch und englisch übersetzt. Die Übersetzung kann man mit kleinen Em pfangsgeräten und Kopfhörer anhören.) Der Film war zumindest interessant und von Barbara Rizzi und Antinio Nimis mit der Originalmusik von Erik Satie begleitet.

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