Kann das Kino 46 in Bremen weiter Stummfilme zeigen?
Wie die taz Bremen berichtet, ist die Zukunft des Bremer Kommunalkinos Kino 46 unsicher. Die Finanzierung ist nur bis zur Jahresmitte gesichert, was danach kommt ist unklar.
Bedenklich sind die Überlegungen eine Kooperation mit einem Multiplex-Kinopalast. Wie die Kinomacher zurecht sagen:
Auch technisch sei diese Lösung “relativ diffizil”, weil die Multiplexkinos nicht dafür ausgerüstet sind, etwa Stummfilme oder älteres analoges Filmmaterial abzuspielen
Das Problem ist zu lösen, sagt das Cinemaxx, aber man wolle “nur ungern” technischen Rückschritt installieren.
Was heißt hier Rückschritt? In der Computertechnik nennt man sowas Abwärtskompatibel. Außerdem liest man immer wieder von der Wiederbelebung des Stummfilms. Und rein subjektiv habe ich ebenfalls den Eindruck, das es immer mehr Stummfilmpräsentationen gibt. Aber vielleicht hoffen sie auch nur auf vermehrte digitale Projektionen (womit sie vermutlich gar nicht falsch liegen).
Wer in Bremen oder Umgebung wohnt und gerne weiter Stummfilme sehen will, der sollte am 5. Februar um 20:00 die Diskussionsveranstaltung zum Thema Die Zukunft kommunaler Filmarbeit in Bremen besuchen. Jens Böhrnsen, Bürgermeister und Kultursenator, ist eingeladen.
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