Wer sich mit Stummfilmen beschäftigt hat sicherlich schon Diskussionen um die richtige Abspielgeschwindigkeit mitbekommen. In der Anfangszeit der Filmindustrie gab es noch keine fixe Geschwindigkeit. Und Trickeffekte wie die Zeitlupe oder Zeitraffer hat jeder sicherlich auch schon gesehen.
Ben Model, Filmhistoriker und -komponist hat auf Youtube einen interessanten Beitrag zu einer anderen Wirkungsweise zu unterschiedlichen Dreh- und Aufführgeschwindigkeiten veröffentlicht. In seinem Blogbeitrag undercranking clip: Keaton zeigt und kommentiert er mehrfach einen Ausschnitt aus Keatons Sherlock Jr.. Der Film wird zuerst in seiner normalen Aufführgeschwindigkeit gezeigt, anschliessend in einer langsameren Drehgeschwindigkeit. Faszinierend wie man so etwas in die Trickkiste der Filmemacher sehen kann.
Ein weiteres Beispiel mit einem nicht sofort erkennbaren Zeitraffer erläutert er mit Chaplins Ein Hundeleben
Es lohnt sich die Clips mal anzusehen.
Ich habe es nicht ganz verstanden: Also wurde praktisch im Zeitraffer aufgenommen, und das ganze in eben in erhöhter Geschwindigkeit abgespielt?
Die Schauspieler bewegten sich langsam (quasi in Zeitlupe) und konnten sich so exakt koordinieren. Das ganze wurde im Zeitraffer aufgenommen und später “normal” abgespielt. Im Effekt sieht die Bewegung wie in Normalzeit aus, aber manche Details sind einfach unglaublich genau. Der Darsteller (hier Buster Keaton) erwischt im Film immer genau den richtigen Sekundenbruchteil für seine Aktionen.
Während dem Drehen des Films hatte er aber mehr Zeit den richtigen Moment abzupassen, da er sich ja wie gesagt in Zeitlupe bewegte.
Ich hoffe ich habe das jetzt richtig erklärt. Durch dieses gane langsam bewegen, schnell aufnehmen, normal abspielen bekommt man jedesmal einen Knoten im Hirn wie es jetzt wirklich ging
Ich wünsche allen aus dem Literaturkurs viel spaß den Stummfilm zu drehen!! =)
wer hat denn hier die glückwünsche geschrieben??^^