700 Jahre Archiv Sicherheit auf Film versus 400 GByte digitale Daten-Disc

Der Berliner Arbeitskreis Film e.V hat kürzlich einen Blogbeitrag Initiative gegen Verlust des kulturellen Erbes veröffentlicht, indem sie kurz beschreiben, warum digitale Daten (noch) ungeeignet sind um Filme sicher zu archivieren. Eine Konsequenz ist:

Filmemacher, die heute schon digital produzieren, bedeutet das paradoxerweise, dass sie ihre Produktionen auf Film „ausbelichten“ müssen, um in den Genuss der Archivierung zu kommen.

Für die digitale Sicherung gilt:

Sie ist zu unsicher und zehnmal so teuer wie die Speicherung auf 35mm-Polyester-Film, der außerdem bis zu 700 Jahre intakt bleibt.

Nur zum Thema Sicherheit: Der Erhalt der Daten ist eine Sache, das interpretieren eine andere. Was nützt es, wenn man die Bitfolgen noch lesen kann, aber das Format nicht mehr kennt. Es hält sich das Gerücht, das die NASA noch Bänder der Mondflüge hat, aber nicht mehr interpretieren kann, weil das Datenformat unbekannt ist.

Und das ganze wird noch komplizierter – die Medienindustrie arbeitet an einer digitale Rechteverwaltung, deren Ziel es salopp gesagt ist, den Zugang zu den Dateninhalten zu erschweren. Wer garantiert, das jemand in hundert Jahren noch einen Zugangsschlüssel hat?

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Eine Antwort zu “700 Jahre Archiv Sicherheit auf Film versus 400 GByte digitale Daten-Disc”

  1. [...] 700 Jahre kann ein Film auf 35-mm-Film archiviert werden. Wer kann heute noch seine 5,25-Zoll-Disketten lesen? Und wer wird in zehn Jahren noch SD-Karten lesen können? Daher werden Filme analog archiviert. / via Stummfilmblog [...]

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