Archiv für Januar 2009

Presseschau

Samstag, 31. Januar 2009

The Fall of the House Usher
(Orden des Leibowitz, 19.01.2009)

Hinweis auf eine 12min-Verfilmung von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte “Der Untergang des Hauses Usher”.

Kunstformen klug vereint – Ensemble Horizonte begibt sich zurück in das Jahr 1908
(Udo Stephan Köhne, Mindener Tagblatt, 24.01.2009)

Bericht über ein Filmkonzert.

… und cut! Todesbilder im Film – Eine Ausstellung des Filmmuseums Düsseldorf
(kulturkurier.de, 25.01.2009)

Über die Ausstellung … und cut! Todesbilder im Film und
die Einflüsse, die aus den klassischen Künsten in die Todesbilder des Films einfließen.

Die Faszination der großen Leinwand
(Manfred Gallo, Badische Zeitung, 26.01.2009)

Artikel über Freiburgs Kino-Geschichte.

Hommage-Abend mit dem Filmorchester im Nikolaisaal
(Matthias Müller, Märkische Allgemeine, 26.01.2009)

Bericht über ein Chaplin-Abend im Nikolaisaal (Potsdam)

Guckkästen und Panoramen – Mit imaginären Reisen gegen das Fernweh
(Welt.de, 28.01.2009)

Zauber der Ferne: Eine Ausstellung in Wien informiert über die Anfänge des Reisens. Wer sich im 19. Jahrhundert keine luxuriösen, echten Reisen leisten konnte, gab sich mit Laterna-Magica-Vorstellungen, Dioramen oder in Vergnügungsparks zumindest einer gewissen Reise-Illusion hin.

Olga Desmond – Preußens nackte Venus
(aviva-berlin.de, 29.01.2009)

Informationen zu einer Ausstellung zur (Nackt-)Tänzerin Olga Desmond (1890-1964)
im “Verborgenen Museum“, Berlin.

Olga Desmond wirkte auch in diversen Stummfilmen mit.

Marie Glory – leider wieder ein Stummfilmstar weniger

Freitag, 30. Januar 2009

Leider ist erneut ein Stummfilmstar von uns gegangen. Am 24. Januar verstarb Marie Glory in Cannes.

Die als Raymonde Louise Marcelle Toully geborene Schauspielerin be­gann ihre Filmkarriere 1924 als Kleindarsteller unter dem Künstler­namen Arlette Genny, nach 1927 nutzte sie ihren Künstler­namen Marie Glory. Auch nach der Stummfilmzeit konnte sie ihre Karriere fortsetzen, sie drehte u.a. Filme unter der Regie von Ewald André Dupont, Hans Steinhoff und Jacques Feyders.

1940 floh sie vor den Deutschen nach Argentinien, nach dem Krieg drehte sie zwar noch weitere FIlme, konnte aber nicht an ihre Erfolge anknüpfen.

Sie verstarb sechs Wochen vor ihrem 104. Geburtstag.

Indiskret in der B-Lage

Montag, 26. Januar 2009

Stummfilmpornos scheinen gerade “in” zu sein. Neben Wien werden jetzt auch in Berlin pornografische Stummfilme gezeigt.

Am 29. Januar zeigt das cinema mobile in der B-Lage in Neukölln auf einem originalen handbetriebenen Stummfilmprojektor porno­gra­phi­sche Kurzfilme aus den 1910er Jahren. Das ganze ist live begleitet von der Vokalartistin Caroline Sanchez.

Presseschau

Samstag, 24. Januar 2009

Erlangen: Charlie Chaplin wird zum Star der Manege
(Roth Hilpoltsteiner Volkszeitung, 20.01.2008)

Ankündigung der 13. Stummfilmmusiktage.

„Etwas schaffen, das zu mir gehört“ – der Jazztrompeter Dave Douglas im Gespräch
(Stefan Pieper, nmz.de, 19.01.2009)

Interview des Jazzmusikers Dave Douglas, der am 17.1. gerade ein Filmkonzert in Essen hatte.

Wenn Sparfüchse übers Ziel hinausschießen
(Nürnberger Nachrichten, 20.01.2009)

Ginge es nach dem kürzlich vorgelegten Sachverständigenbericht für 2007, so müsste das Filmhaus sein Stummfilmangebot am besten streichen und das Programm insgesamt verstärkt auf Kostendeckung ausrichten. Dabei dürften die gestrengen Prüfer wohl wissen, dass dies mit dem kulturpolitischen Auftrag des kommunalen Kinos – die Pflege der Filmkunst und Filmgeschichte – nicht immer leicht zu vereinbaren ist.[...] [...]

Stummfilme, die mit hohen Lizenzgebühren für jede einzelne Aufführung belegt sind, dürften demnach gar nicht mehr gezeigt werden – «trotz verhältnismäßig guter Publikumsnachfrage», wie die Prüfer selbst einräumten.

Glamourwelt Klein Hollywood – Schüler erforschen einstige Filmstadt Weißensee / Im Mittelpunkt steht die Künstlerfamilie May
(Steffi Bey, Neues Deutschland, 21.01.2009)

Eine stumme Predigt
(Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau, 21.01.2009)

Daniel Kothenschulte über Clint Eastwoods Film “Der fremde Sohn” und seinen Bezügen zum Stummfilm.

StummFilmMusikTag Erlangen- Jede Menge Stars in der Manege
(Nürnberger Zeitung, 22.01.2009)

8. internationales Festival Stummfilm & Livemusik im DAI Heidelberg
(Openpr.de, 23.01.2009)

Pressemitteilung von DAI Heidelberg. Das Haus der Kultur.

Stumme Kunst und flotter Funk
(Delmenhorster Kreisblatt, 24.01.2009)

Delmenhorster Kulturlounge:
Die „Peter Mim Theatre Company“ präsentiert am Sonnabend, 24. Januar, ab 19 Uhr den Theater-Stummfilmabend „Charlie Chaplin lebt weiter“

Januar/Februar-Ausgabe des “The Silent Treatment” veröffentlicht

Mittwoch, 21. Januar 2009

The Silent Treatment” hat heute wieder seinen Newsletter mit der Januar/Februar-Ausgabe des Bi-Monthly Silent Cinema Digest versendet.

Themen der aktuellen Ausgabe sind:

Der Newsletter ist englisch und wird zweimonatlich versendet. Wer Interesse an dem Newsletter hat, kann die Bitte um Aufnahme in Verteiler an die auf www.tstnews.net angegebene Email senden.

Presseschau

Dienstag, 20. Januar 2009

Auf der Suche nach Informationen zu Stummfilmen stosse ich immer mal wieder auf kleinere Informationsschnippsel und Zeitungsartikel mit mehr oder weniger Bezug zu Stummfilmen. Hier starte ich mal mit dem Versuch einer kleinen Presseschau. Weitere Presseschauen plane ich zukunftig in unregelmässigen Abständen zu ver­öffent­li­chen. Hinweise zu weiteren Artikel sind als Kommentar will­kommen.

Das Grauen schleicht durch die Nacht: Dr. Caligari in Coesfeld
(15.01.2009)

Ankündigung einer Stummfilmveranstaltung mit Aperitif und einem Dreigangmenü am 7.2.2009.

Leinwand im Clubkino bleibt dunkel
(16.01.2009)

Bericht über einen geplatzten Dokumentar-Kurzfilmwettbewerb in Glauchau.
Zusätzlich werden erste Überlegungen zu einer Horror-Stummfilm-Nacht gemacht.

Soiree im Schloss – Ganze Häuser mit Menschen hingen am Teufelswagen
(Freies Wort, Meiningen, 16.01.2009)

Bericht einer Soiree im Turmcafé Einblicke ins „Reisen mit dem Dampfwagen“ – mit kurzen Stummfilmen.

Aus einer Zeit des Aufbruchs – Ensemble Horizonte bietet Musik und Film aus der Zeit um 1908
(Ursula Koch, Mindener Tagblatt, 17.01.2009)

Veranstaltungsankündigung mit Hinweisen zu der Zeit,
als es noch keine abendfüllenden Spielfilme gab.

Oona Chaplin – Die hübsche Enkelin von Charlie Chaplin
(17.01.2009)

Informationen und kurze Vorstellung der Enkelin von Charlie Chaplin.

8. Internationale Festival “Stummfilm & Livemusik” in Heidelberg

Montag, 19. Januar 2009

Das Januar-Ende hat es in sich. Neben Stummfilmfestivals in Erlangen und Karlsruhe beginnt am 30. Januar im Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg das 8. Internationale Stummfilmfestival “Stummfilm & Livemusik”.

Gezeigt werden in drei Tagen Faust, Der Zirkus, Der Golem, Nathan, der Weise und Friedrich Schiller, eine Dichterjugend.

Und am Sonntag, dem 1. Februar 2009 gibt es um 15:00 ein Märchen-Special für Kinder mit Aladdin und die Wunderlampe, Der scheintote Chinese und Das Zauberpferd.

Pornofilmmaterial aus der Zwischenkriegszeit (ca. 1925)

Sonntag, 18. Januar 2009

Schon mal einen Stummfilmporno gesehen? Im Wiener Metro Kino (Johannesgasse 4) besteht am 22. Januar 2009 um 20.00 Uhr dazu Gelegenheit – zumindest in Auschnitten in einem Kompilationsfilm.

Aus der Ankündigung des Filmarchivs Austria:

Im Rahmen der Erwin-Puls-Ausstellung in der Kunsthalle Wien/Project Space Karlsplatz präsentiert das Filmarchiv Austria den bislang kaum öffentlich gezeigten Film OHNE PAUSE (A 1986) des Malers, Grafikers, Aktionskünstlers, Schriftstellers, Pornografieforschers und Philosophen Erwin Puls. Das Special ist der Auftakt einer Kooperation, bei der das Filmarchiv Austria im Verlauf des Frühjahrs den Pornografie-Schwerpunkt der Kunsthalle Wien auch mit einer größeren Filmreihe begleiten wird.

OHNE PAUSE ist ein Kompilationsfilm. Erwin Puls arbeitet hier mit Pornofilmmaterial aus der Zwischenkriegszeit (ab ca. 1925) und aus der Nachkriegszeit und kombiniert es mit Amateurfilmen sowie mit nicht verwendetem Filmmaterial des österreichischen Regisseurs Michael Pilz über eine Autofahrt. Unter den Bildern läuft ein kunstphilosophischer Text.

Damit wird OHNE PAUSE zu einem ästhetischen Verwirrspiel ohne! Pause, welches keine eindeutige summative Aussage zulässt, es sei denn vielleicht diese eine: OHNE PAUSE – denn wer nicht hinsieht, der bleibt vom Geschehenen ausgeschlossen. OHNE PAUSE verursachte zur Zeit seiner Entstehung gehörige Irritationen, der ORF verweigerte zunächst eine Ausstrahlung, 1998 fand sich der Film im ersten Frauenerotikshop MarG und wurde dort als “Skurrilitätensammlung aus dem Kultpornoarchiv Erwin Puls” angeboten.

Mehr Beim Filmarchiv Austria und bei karlsplatz.org.

Kino heute und gestern – Tag der offenen Tür im Biberacher Sternenpalast

Samstag, 17. Januar 2009

Wie die Schwäbische Zeitung berichtet kann man morgen beim Tag der offenen Tür im Biberacher Sternenpalast einen Blick hinter die Kulissen des Kinobetriebs werfen und im Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg in 100 Jahre Kinogeschichte eintauchen.

Aus dem Bericht:

Vom ersten Biberacher Kino, das sein Großvater Gottlob Friedrich Erpff 1912 eröffnete, erzählt er [Adrian Kutter] dann, zeigt auf die Originaltüren, den Aushangkasten mit Programmen aus dieser Zeit, erzählt von Protesten gegen den Tonfilm und Klavierspielern, die die Stummfilme begleiteten. Historische Bildmaschinen aus der Frühzeit des Films präsentiert er stolz, zerlegbare Projektoren der Wanderkinos, kleine Schmalfilm- und große Kinoprojektoren, der jüngste aus den 50er-Jahren – “die laufen noch alle, das ist fantastisch” – ,
[...]
Einer der Höhepunkte des Museums, das Ende vergangenen Jahres in den Sternenpalast einzog: die Sammlung von mehr als 100 Kameras im Obergeschoss des Kinos. Auch eine “Laterna Magica” gibt es hier und eine Holzkamera aus dem Jahre 1912.

Vergangenes Jahr zogen Schätze der Filmgeschichte in den Biberacher Sternenpalast und bilden den Grundstock des “Kino- und Filmmuseum Baden-Württemberg”. Wenn man mal nach Biberach kommt, dann lohnt sich ein Besuch des Museums. Mehr zum Museum in einem Beitrag des SWR vom letzen Dezember.

TV-Tipp: Intolerance auf Arte

Samstag, 17. Januar 2009

Arte zeigt am 26. Januar um 23:25 David W. Griffiths Intolerance

Weblinks: