Archiv für Februar 2009

Presseschau

Samstag, 21. Februar 2009

Der Nein-Sager vor dem Fernseher
(Ludwig Heinrich, 19.02.2009)


Interview mit Jim Carrey zu seinem neuen Film
Der Ja-Sager

OÖN: Viele meinen, mit Ihrer Art der Komik wären Sie schon zur Stummfilmzeit ein Star geworden. Würde Sie ein Stummfilm reizen?

Carrey: In einem Stummfilm einen Stummen spielen – das wäre was!

Melodramatik mit hohem Unterhaltungswert
(Hamburger Abendblatt, 20.02.2009)

Bericht über das Filmkonzert: “Phantom der Oper”

Der Hans und sein Konflikt mit der Heimat
(allgaeuer-anzeigeblatt.de, 20.02.2009)

Bericht zum Stummfilm Wenn die Abendglocken läuten der am kommenden Montag auf Arte gezeigt wird.

Die Bewohner eines Bergtales geraten in Aufregung, als dort Zigeuner ihr Lager aufschlagen. Die Handlung spitzt sich zu, als Hans, der Sohn des Bürgermeisters, eine junge Zigeunerin vor falschen Beschuldigungen in Schutz nimmt. Sein Vater setzt ihn vor die Tür. Doch auch das Leben mit den Zigeunern beschert dem jungen Mann kein Glück..

Ohne Kohle gab’s nichts zu Schmachten
(Thorsten Meier, Schweriner Volkszeitung, 21.02.2009)

Artikel zu dem 1912 eröffneten Ludwigsluster Lichtspielhaus.

“Damals wurden eine Art Dias an die Wand geworfen, denn die Stummfilmzeit begann ja erst um 1920″, weiß Reinhard Heißner aus seinen zahlreichen Nachforschungen um das einstige Lichtspielhaus in der Kanalstraße, …

ein 89-jähriger Ludwigsluster, hat mir berichtet, dass er nach 1920 jedes Mal bis hinter der Brücke anstehen musste, weil der Publikumsandrang so groß war. Er habe damals Pat und Patachon, Tom Mix sowie Mickey Mouse als Stummfilme gesehen und sich köstlich amüsiert, erzählte er mir anschließend”, erinnert sich Heißner, der außerdem zum Besten gibt, dass zu der üblichen Klavierbegleitung ab und an auch noch eine Geige ertönte. “Das nannte sich dann ,heute mit vergrößertem Orchester’”, amüsiert sich der 74-Jährige, für den Heimatforschung auch mit einem gewissen Suchtpotenzial verbunden

Emotionen mit der Violine begleitet
(Johannes Schlecker, Memminger Zeitung, 21.02.2009)

Bericht zum Stummfilm Wenn die Abendglocken läuten der am kommenden Montag auf Arte gezeigt wird.

Praktisch wie die Jungfrau zum Kinde kam Stefanie Pagnia aus Memmingen zu ihrem Einsatz als Violinistin beim Festival «Walser Filmgewitter» im September vergangenen Jahres, um den Stummfilm «Wenn die Abendglocken läuten» in einem Ensemble musikalisch zu begleiten

TV-Tipp: Wenn die Abendglocken läuten

Donnerstag, 19. Februar 2009

arte sendet am 24.2.2009 (1) von 00:45-02:15 und am 27.2.2009 von 03:00-04:30 den Film Wenn die Abendglocken läuten von Hans Beck-Gaden.

Der Film wurde im Jahre 1930 (!) zur Gänze im Kleinwalsertal und in Oberstdorf gedreht, die Aufzeichnung der Musik erfolgte im vergangenen September beim “Walser Filmgewitter“.

Weblinks:

Anmerkung:
(1) Am besten am 23.2. aufbleiben, das man dann gleich den Film zu “Tagesbeginn” sehen kann.

Stummfilmfestivals 2009

Mittwoch, 18. Februar 2009

Nachdem Bioscope vor wenigen Tagen eine Übersicht über Stumm­filmfestivals veröffentlichte habe ich meine eigene Über­sicht über Stummfilmfestivals auch mal wieder aktualisiert, langsam füllen sich die 2009-er Termine.

Wer statt einer Liste lieber einen Kalender hätte sollte mal einen Blick auf meinen Stummfilmkalender 2009 werfen. (PDF, 21KB).

Presse- und Blogschau

Mittwoch, 18. Februar 2009

Prinz Achmed zurück in Berlin
(dvdbiblog, 05.02.2009)

Über Die Abenteuer des Prinzen Achmed auf den Berliner Filmfestspielen.

The Story of the Kelly Gang
(dvdboblog, 09.02.2009)

Über eine neue DVD-Ausgabe des restaurierten Films.

Stumm der Film, schön das Gesicht
(derwesten.de, 13.02.2009)

Über die ersten Filme aus Arnsbeck, die Dreharbeiten zu dem Film Die Brinkschulte und über Henny Porten im besonderen.

:::Ernst Lubitsch – Ich möchte kein Mann sein:::
(R.Wiedenmeier, 15.02.2009)

Kurzes privates Statement von R.Wiedenmeier zu Ernst Lubitschs Ich möchte kein Mann sein.

Hoffnung in Berlins Hoffnungslosigkeit
(Stefan May, 16.02.2009)

Bericht über eine private Initiative im Gemeinschaftshaus Morus 14 in Neukölln.
Mit kurzer Erwähnung von Stummfilmaufführungen.

Vorher gibt es aber noch ein paar Verlautbarungen von Gilles Duhem: Wann der nächste Stummfilm im Verein gezeigt wird, wer nächstes Mal zu Mittag kocht.

Er ist Charlie Chaplins Stimme am Klavier
(Karin Schütze, 17.02.2009)

Bericht über Gerhard Gruber

Für die Produktion „How much, Schatzi?“ mit dem Projekt-Theater Vorarlberg erhielt er 2006 den Nestroy-Preis. Heuer, am 25. März, wird der Stummfilmpianist und Bühnenmusiker Gerhard Gruber mit dem Bühnenkunstpreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Faszinierendes Zelluloid – Jüdisches Leben in der Weimarer Republik

Dienstag, 17. Februar 2009

Kommendes Wochenende gibt es in Heidelberg ein Stummfilm-Symposium unter dem Motto Faszinierendes Zelluloid – Jüdisches Leben in der Weimarer Republik.

Aus der Ankündigung des Karlstorkinos:

Im Rahmen des Seminars „Jüdische Renaissance in der Weimarer Republik“ realisieren Studierende der Hoch­schule für jüdische Studien in Zusammenarbeit mit dem Musik­wissenschaftlichen Seminar der Universität Heidel­berg und der Aktiven Medienarbeit des Medien­forums ein Symposium. Präsentiert werden die Filme, die das jüdische Leben in den 20er Jahren auf der Leinwand anschaulich erzählen. Referenten erläutern in Vorträgen und Diskussionen die Zusammenhänge und Hintergründe, in der diese Filme produziert wurden und die Bedeutung der jüdischen Filmschaffenden.

Begleitet werden die Filme durch Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts. Gezeigt werden:
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TV-Tipp: Charlie: Leben und Werk von Charles Chaplin

Montag, 16. Februar 2009

Zugegebenermassen etwas sehr kurzfristig:
NDR zweigt in einer 3/4 Stunde (16.2.2009, 23:45) den Film Charlie: Leben und Werk von Charles Chaplin

Stummfilmprogramm 2009 des Münchner Filmmuseums

Donnerstag, 12. Februar 2009

Das Filmmuseum München hat kürzlich sein neues Programm vom 20. Februar bis 3. August 2009 fertiggestellt und zusammen mit dem Programmheft im Internet veröffentlicht.

Darunter hat es zum Glück auch wieder einige Stummfilme:
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‘Wings’ zerstört

Donnerstag, 12. Februar 2009

Gerade erhielt ich einen Newsletter von Stephan v. Bothmer mit einer erschreckenden Programmänderung, zumindest der Grund ist erschreckend.

Leider muss ich mitteilen, dass die einzige in Deutschland erhältliche Kopie von “Wings” bei kürzlich einer Aufführung zerstört wurde. Wir zeigen stattdessen den Actionthriller “Submarine” vom Meister Frank Capra…

Weiter teilt er mit:

Dieses Unglück ermuntert mich immer wieder zu mahnen: Unser Filmerbe vergammelt in unseren Archiven. Die verfügbaren Mittel reichen zur Sicherung nicht aus! Viele Filmschätze gehen und sind schon unwiederbringlich verloren. Ich versuche mich mit meinen Mitteln für dieses Erbe einzusetzen: Indem wir die Schätze aus den Archiven holen und wieder einem großen Publikum zu Bewusstsein bringen. Mehr Aufmerksamkeit – mehr Einsicht – mehr Mittel.

Zwei weitere Beispiele: Im Jahr 2005 habe ich auf dem Filmfest Hamburg “Varieté” begleitet. Die Filmkopie wurde dabei vollkommen zerstört. Bisher ist keine neue ausleihbare Kopie erstellt worden (weil die Murnaustiftung an einer neuen Restaurierung arbeitet und kein Geld in die alte Fassung stecken möchte, was ja verständlich ist). Seitdem ist Varieté praktisch nicht mehr aufführbar. Die neue Restaurierung ist nicht in näherer Sicht.

Ein britischer Filmwissenschaftler suchte in zahlreichen Archiven weltweit Überbleibsel von Filmen eines bestimmten Regisseurs zusammen. Einige konnte er in einem Deutschen Archiv sicher stellen. Die Recherche dauerte zwei Jahre. Als er nach Deutschland zurück kehrte, waren die Filmaufnahmen vernichtet worden: zur Sicherung ausländischer Filme stünden keine Mittel mehr bereit. Das waren leider die letzten Kopien, die es von diesen Szenen auf der Welt gab. Wir können nur hoffen, dass ausländische Archiven mit unserem Filmerbe nicht so umgehen. Sonst wären ja auch die jüngst entdeckten Metropolisszenen in Buenos Aires für immer verloren.

Vielleicht sollte man den Begriff Filmarchiv in Zukunft vermeiden und stattdessen Kulturbank sagen, und Filme sind zukünftig ein Kul­tur­investitionsgut. Dann gäbe es vielleicht ein paar Milliarden aus dem Finanzmarktstabilisierungsfond zur Rettung der Bank?

Metropolis wird restauriert

Freitag, 06. Februar 2009

Letzten August wurden in Argentinien bisher vermisste Szenen aus Metropolis entdeckt, bald darauf gab es erste Grüchte über DVD-Neuerscheinungen in 2009.

Wie jetzt in vielen Zeitungen und Medien be­richtet wird, hat die Restaurierung jetzt be­gon­nen. In enger Zusammenarbeit von Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, der Stiftung Deutsche Kine­mathek, dem Bundesarchiv-Film­archiv, dem Filmmuseum München, dem Deutschen Film­institut, Enno Patalas und anderen Partnern soll die Restaurierung durchgeführt werden.

Ziel soll eine vollständige Fassung für Festival- und Kinopublikum, Fernsehen und DVD sein. Ich bin mal gespannt bis wann es soweit ist und die Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommt den Film komplett zu sehen.

Presseschau

Donnerstag, 05. Februar 2009

Kurt Weill lässt die Puppen tanzen
(Wolfgang Hirsch, Thüringischen Landeszeitung, 29.01.2009)

Zur Festival-Eröffnung steht unter dem Titel “Figura et Anima” eine Kombination aus Figurentheater und Film­konzert auf dem Programm. Das Magdeburger Puppen­theater und Eleven der Berliner “Ernst Busch”-Hochschule interpretieren Weills Ballet chanté “Die sieben Todsünden” szenisch; die Anhaltische Philharmonie Dessau unter GMD Golo Berg begleitet außerdem die Puppenfilme “L´horloge magique” und “La foÞret enchantée” von Ladislas Starewitch, zu denen Paul Dessau die Musik schrieb.

„Museum Nostalgie“ in Höchst – Geräte und Techniken aus dem Alltag unserer Vorfahren
(Manfred Giebenhain, 30.01.2009)

Bericht über das Museum Nostalgie im Höchster Ortsteil Mümling-Grumbach.

Hinzu kommen Mineralien und eine Spielzeugsammlung im Dachgeschoss. Wer wissen will, wie eine Laterna magica funktioniert oder den Klingelton einer der ersten Registrierkassen hören möchte, ist im Nostalgiemuseum richtig.

Melancholiker erzeugt Heiterkeit
(Klaus Fricke, 31.01.2009)

Bericht über eine Kinotheaterstück „Der Filmerzähler” von Mark Spitzauer im Cink k in Oldenburg.

Die Stimme der Stummen heißt Heinz. Heinz Rummel, um genau zu sein. [...] Auf jeden Fall ein Name, der Bilder erzeugt. Was Wunder also, dass Heinz Rummel einen ganz besonderen Beruf hat. Er ist Filmerzähler. Heinz Rummel erzählt, interpretiert und philosophiert über Stummfilme. Live und unmittelbar während der Vorführung.

Lieber Staunen als Leiden
(derstandard.at, 01.02.2009)

Interview von dem österreichischen Filmemacher Siegfried A. Fruhauf.

derStandard.at: Warum ist keine deiner Arbeiten auf YouTube zu finden?

Fruhauf: [...]
Man spricht bei digitalen Bildmedien von immer mehr Leistung und immer noch höheren Pixelzahlen, dabei wird die Qualität immer schlechter. Auf YouTube hast du nur noch 15 statt 25 Bilder pro Sekunde – das ist retro: Stummfilme sind damals auch mit 16 Bildern gelaufen. Das wäre zum Beispiel ein Ansatzpunkt, um mit YouTube zu arbeiten.

Duo spielt Charlie Chaplin
(szon.de, 04.02.2009)

Ankündigung einer Musikveranstaltung am Donnerstag, 5. Februar im Alten Schlachthof, Sigmaringen