Faszination Laterna Magica im Filmmuseum München

Im Münchner Filmmuseum gibt es am kommenden Wochenende einige Laterna Magica-Veranstaltungen. Im Programm gibt es drei verschiedene Programme, der Eintritt beträgt 6,– Euro.

Dieses Posting ist übrigens eine kleine Vorschau wie ich mir in Zukunft eine Vorstellung von Stummfilmtermine vorstelle.

Filmmuseum München, München: Zwischen Wunder und Wissenschaft (Laterna Magica)

Bunte Bewegungseffekte, lustige Geschichten, lehrreiche Darstellungen und faszinierende Wandel-Nebelbilder . Darunter Klassiker der historischen Projektionskunst wie die romantische alte Wassermühle im Wechsel der Jahreszeiten und ein grusliger »Danse macabre« auf dem nächtlichen Kirchhof. Ein Programm, das auch für Familien geeignet ist. In einer kurzweiligen Inszenierung werden die Möglichkeiten der Laterna Magica vorgeführt. Nach der Vorstellung beantworten Karin Bienek und Ludwig Maria Vogl Fragen zu den Grundlagen der historischen Projektionskunst.

Filmmuseum München, München: Lichtspiele im Schatten der Armut (Laterna Magica)

Laternbilderzyklen, mit denen das Massenelend der Industrialisierung als brennende soziale Frage inszeniert wurde. Es geht um die schuldlose Armut von Kindern und alten Menschen, aber auch die Stigmatisierung selbstverschuldeter Armut. Die weit verbreitete Flucht aus dem Elend ins ferne Amerika wurde in einem äußerst effektvollen Klassiker der Projektionskunst thematisiert: »Das Auswandererschiff«. Die Gestaltungsformen der historischen Bilder , Texte und Musik wirken ungewohnt und lassen selbst da, wo sie ergreifend wirken, Distanz in der heutigen Betrachtung zu. Dem steht jedoch der wachsende Aktualitätsgewinn ihrer sozialen Thematik gegenüber , von der viele schon gehofft hatten, sie wäre bald nur noch Geschichte.

Filmmuseum München, München: Die Nibelungen aus dem Bayreuther Festspiel (Laterna Magica)

Auf Richard Wagners Wunsch wurde der bekannte Landschaftsmaler Josef Hoffmann damit beauftragt, Gemälde für die Kulissen der Bayreuther Uraufführung von »Der Ring des Nibelungen« herzustellen. Nachdem sich Wagner und Hoffmann überworfen hatten, verkaufte Hoffmann photographische Reproduktionen seiner Gemälde in edlen, ledergebundenen Alben. Der Unterhaltungskünstler Paul Hoffmann übertrug die Fotos auf Lantern-Glasscheiben und kolorierte sie. 1887, nur elf Jahre nach der Premiere des kompletten »Ring«-Zyklus, popularisierte er das nur einem exklusiven kleinen Kreis vorbehaltene kulturelle Ereignis für die breite Masse. Illuminago hat die damalige Laterna Magica Aufführung rekonstruiert und neu inszeniert.

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