‘Experimente’ über Pfingsten im Steinberghaus (Niederösterreich/Weinviertel)

EXPERIMENTE [film:musik], 10. und 11. Juni 2011

Einlass 19 Uhr/ Silent movies & live music ab 21 Uhr, Open Jam Session ab 23 Uhr

Am 10. und 11. Juni 2011 öffnet das Steinberghaus für ein neues, einzigartiges Sternchen am Festivalhimmel seine Pforten. Live music & silent movies – junge MusikerInnen präsentieren ihre Interpretation von Chaplin, Keaton, Griffith und Co. Lampenschirm bastelt eine Visualperformance zum Thema. Danach wird bei der open jam session musiziert, gefeiert und experimentiert was das Zeug hält. Einen würdigen Abschluss bildet die große Experimente-Party am Abend des zweiten Tages, bei der sich synthetische DJ- mit akustischer Live-Musik zu einem besonderen musikalischen Klangerlebnis vereinen.

Das Pfingstwochenende im Steinberghaus dreht sich um musikalisches Experiment und Interaktion, sowie die alten, klassischen Stummfilme, wie man sie aus den Anfängen der Filmgeschichte kennt und deren musikalische Neuinterpretationen junger MusikerInnen. Zeit­genössi­sche Musik und Stummfilme, die in den Jahren vor 1930 entstanden sind, bilden den inhaltlichen Rahmen und sollen eine gelungene Mischung aus Nostalgie und Avantgarde entstehen lassen. Installationen, Ausstellung und DIY-Instrumente-Workshop zählen zum reichhaltigen Rahmenprogramm. Zu späterer Stunde, nach den Auftritten der Bands, wird aus der musikalischen Vorführung ein musikalisches Miteinander. Die Gäste werden von unters Publikum gemischten MusikerInnen zu einer großen Jamsession animiert, die Bühne soll für jeden zugänglich sein. Gemeinsam Musizieren, Experimentieren und Feiern ist ein wesentlicher Bestandteil des Festivals. Das Experiment findet aber auch dann nicht nur im Rahmen der Musik statt: Ein spezielles Highlight bietet die Visual Performance aufstrebender Medienkünstler, die ausschließlich aus Stummfilmen zusammengestellt ist. Am Abend des zweiten Tages kommt noch eine Komponente hinzu: hochwertige DJ Musik. Die große Experimente-Party wird ein besonderes Erlebnis, bei dem sich akustische und synthetische Klänge zu einer gelungen Mischung vereinen sollen.

Das Steinberghaus – eine besondere Location für Kultur und Aktion

Am nordwestlichen Rand des Wiener Beckens steht ein Haus, das auf Grund seiner Bedeutung ein wichtiges österreichisches Industrie­denkmal ist. An jener Stelle wurde am 21. August 1934 die Bohrung ‚Gösting II‘ fündig und begründete damit die Erdölförderung in Österreich. Das U-förmig angelegte Gebäude besteht aus einem ebenerdigen Vollgeschoß und einem, über dem Mittelteil ausgebauten Schräg­dach­geschoß mit Gaupen. Der östliche Flügel des Hauses ist unterkellert. Die Straße verläuft entlang der nördlichen Fassade, der Hof öffnet sich nach Süden.

Der Verein Steinberghaus wurde im März 2011 mit den Zielen ge­gründet, das Steinberghaus in Zistersdorf als Arbeits-, Ausstellungs- und Veranstaltungsort nachhaltig zu entwickeln und zu verwalten. Das Steinberg­haus ist ein Aktionsraum für qualitative Kulturarbeit und ein anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm, mit dem Ziel die Vielfalt und Identität in Niederösterreich und der Europaregion „Südmähren, Westslowakei und Östliches Weinviertel“ zu ergänzen.

Das Steinberghaus soll eine Kunstproduktion ermöglichen, die einer­seits interdisziplinär und nachhaltig funktioniert, anderseits unabhängig von gewohnten Institutionen und Bedingungen agiert. Experiment, Innovation und Partizipation sollen – im Kontext zu Europa und der Region – zu einem spannenden Kulturgewebe verwoben werden.

Der Verein lebt die Vernetzung und den Austausch der darstellenden und bildenden KünsterInnen aus den Zentropa Ländern.

Warum EXPERIMENTE [film:musik] ?

Klasse statt Masse

In der Region Weinviertel-Südmähren-Westslowakei soll langfristig eine nachhaltige und qualitative Kunst- und Kulturproduktion ermöglicht und etabliert werden. EXPERIMENTE [film:musik] versteht sich als Teil davon und ist eine intellektuell und künstlerisch hoch­wertige Veranstaltung, die für jeden zugänglich sein und keinerlei Hemmschwelle an der Partizipation darstellen soll. Die Veranstaltung soll das kulturelle Angebot in der Region bereichern, einen Kontrast zu Feuerwehrheurigen und Jägermeister-Saufparties darstellen. Das Experiment in der Veranstaltung ist also nicht zuletzt auch jenes, das Herz und die Begeisterung junger Menschen für das Steinberghaus und derartige neue, innovative Ideen zu gewinnen. Ein weiteres, wichtiges Ziel ist es, von der Besucherzahl unabhängig zu sein. Klasse statt Masse lautet die Devise! Spannend, interessant und unterhaltend wird es in jedem Fall, ob der romantische Hof des Steinberghauses nun spärlich besucht oder unüberschaubar voll sein wird.

Plattform für MusikerInnen aus der Region und Vernetzung

Mit dem Festival wird eine weitere Plattform für Musikschaffende und Kreative geboten, um sich zu präsentieren und zu profilieren. Auch die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden und -interessierten aus CZ und SK ist ein wichtiges Ziel, an dem fleißig gearbeitet wird.

Nachhaltigkeit

Da Nachhaltigkeit zur heutigen Zeit ein besonders wichtiges Thema darstellt und auch, oder vor allem der jungen Generation besonders am Herzen liegt, soll die Veranstaltung so umwelt- und ressourcen­schonend wie möglich ablaufen. Es werden Fahrrad­kraft­werke installiert, die einen Teil des Stromes für die Filmprojektionen auf der Leinwand liefern. Motivierte Gäste, die sich sportlich betätigen möchten, können sich auf diesem Weg Getränke erstrampeln. Auch andere alternative Energiekonzepte sollen genutzt werden. Von Zitronen über Windräder bis zur Solarenergie, Möglichkeiten gibt es genug. Auf Plastikbecher und -geschirr wird verzichtet, Mülltrennung ist selbstverständlich. Es ist ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz und soll als Positivbeispiel zeigen, dass bei Veranstaltungen nicht zwangsläufig massenhaft Müll und Energie produziert werden muss.

KünstlerInnen

Lampenschirm // visuals // nö, w // www.lampenschirm.org

Dario Stefanek, Sebastian Freudenschuss, Stefan Schierhuber, Peter Paulhart

LAMPENSCHIRM. Seit „Die Kunst der Überwachung“ im April 2010 Teil der Urknall-Theorie. Am Anfang war das Licht. Analog und Digital. Verschworen den Installationen, 3-Dimensionen und der Form. Der Raum als Spielplatz und der Konsument als Spielball der Lichter.

VITRUV // nö // www.vitruv.eu

Martin Writzmann, Stefan Vock, Christian Schmid, Silvio Sinzinger, Sangwha Lee, Peter Huebl

Eine außergewöhnliche Band mit außergewöhnlichen Musikern, die es immer wieder aufs Neue schafft, plugged und unplugged mit ihren Songs zu überzeugen. Pure Emotion, energetisch kraftvolle Live-Performances und eine stilistische Vielfalt die in der heutigen Zeit des eingleisigen Mainstreams oft Ihresgleichen sucht. Dazu noch einmaliges Songmaterial, eingängig, harmonisch, poetisch und dabei druckvoll, mitreißend und dynamisch. VITRUV leben ihre akustischen Visionen!

being markovic // nö, w

Valentin Duit, Marc Carnal, Marco Steiner, Pep Unterberger, Markus Fichtinger

Die wilden Spaßvögel spielen performative Tanzlmusi und erzählen uns dazu derbste Zoten, manchmal aber auch schöne Geschichten aus dem so genannten Leben und aus tiefstem Herzen.

Fünf Herzen und zehn Fäuste für ein Halleluja! Musik, die sogar Blinde hören können.

Duit drischt das Schlagwerk, Fichtl zupft sich die Hornhaut kaputt, Bolzano steht hinter respektive neben einer urnlich großen Geige, Dr. Paradieso hat seiner Oma das Maurerklavier gestohlen und Markovic singt (aber wie!).

unknown lovers // w, nö // experimental jam band

Gilbert Medwed, Thomas Stein, Simon Herzog, Bernhard Linzer, Andreas Stein

Emulgator // cz

Jakub Velikovsky und Band

D´Hoagartler // u, oö

Csaba Fuchs, Martin Stegfellner, Michael Stiegler, Jakob Rieder

profundkontra // nö, w

Emmerich Haimer, Martina Engel

Gravitation // bgld

Hannes Zapfl, Lukas Biricz, Thomas Hutflesz, Stefan Patl

Leitmotiv – bio organic dj culture // nö

Roland Pohl, Georg Matinka

dreamdemolition // wien

manuel mayr, lukas könig

tschinderasser buam // wien

3 würdige Vertreter der renommierten Morbidelli Brothers entzücken auch heuer wieder das Publikum im Steinberghaus!

… und viele viele Einzelmusiker aus A / CZ / SK

Wichtige Infos, FAQ

Camping

Die Wiese direkt neben dem Haus darf als Zaltplatz benutzt werden. Rund um das Haus befinden sich noch Felder, auf denen teilweise ebenfalls genächtigt werden darf.

Parkplatz

Parkplätze sind gratis und direkt vor dem Haus, sowie ein paar Meter weiter weg zahlreich vorhanden.

sanitäre Anlagen

Das Haus ist keine Luxusvilla, die WCs sind aber in sehr gutem Zustand. Wenn notwendig kann auch (kalt) geduscht werden.

Anreise

Anfahrtspläne stehen für diverse Verkehrsmittel auf der Website www.steinberghaus.org zum Download bereit. Dank dem Bau der Autobahn ist die Anfahrt wirklich angenehm und schnell. Es wird auch ein Shuttle vom Bahnhof Mistelbach geben.

Shuttle

Das Shuttle-Service fährt zu bestimmten Zeiten, die rechtzeitig auf der Website bekannt gegeben werden, vom Bahnhof Mistelbach zum Steinberghaus und retour.

Fragen, Infos, Kontakt

Für Fragen steht der Verein Steinberghaus per Email info@steinberghaus.org oder Telefon 0664 2800 138 gerne zur Verfügung.

Eintritt

Wir finden Free-Festivals sehr sympathisch. Der Eintritt basiert auf freiwilliger Spende, zahle was du willst bzw. was es dir wert ist.

Kontaktdaten

Im STEINBERGHAUS
Am Steinberg 2
2225 Zistersdorf
NÖ/Weinviertel
http://steinberghaus.org

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Eine Antwort zu “‘Experimente’ über Pfingsten im Steinberghaus (Niederösterreich/Weinviertel)”

  1. Umweltfreundliche Stummfilme…

    In Österreich wird beim Filme zeigen auf Nachhaltigkeit geachtet, es werden Fahrradkraftwerke installiert, die einen Teil des Stromes für die Filmprojektionen auf der Leinwand liefern.
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