Archiv für die Kategorie ‘Filme’

TV-Tipp: Der Jazzsänger in der ARD

Freitag, 03. Juni 2011

Ausnahmsweise mal kein Stummfilmtipp:

Der Jazzsänger wurde 1927 gedreht und gilt als der erste Tonfilm in Spielfilmqualität. Der Film ist in weiten Teilen noch ein Stummfilm und verwendet auch stummfilmtypische Gestik und Mimik, sowie eingeblendete Zwischentitel.

In der Nacht von Sonntag (05.06.) auf Montag (06.06.) zeigt die ARD den Film. Filmbeginn ist 1:05.

Bericht zur argentinischen Metropolis-Version

Dienstag, 03. November 2009

Wie bereits berichtet wird auf der Berlinale der komplette Metropolis gezeigt.

Titorelli aus dem Stummfilm-Forum konnte bereits vorab die argentinische Version des Films sehen und hat in mehreren Fortsetzungen einen Bericht darüber im Stummfilmforum veröffentlicht.

Berlinale zeigt kompletten Metropolis

Samstag, 31. Oktober 2009

Wie die Berlinale, Spiegel.de und diverse andere berichten, gibt es auf der kommenden Berlinale die Weltpremiere für die restaurierte “Metropolis”-Fassung.

Fritz Langs Originalfassung des Stummfilmklassikers “Metropolis” von 1927 kehrt bei der Berlinale 2010 auf die Kinoleinwand zurück. In einer Galavorstellung am 12. Februar im Friedrichstadtpalast werde die von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierte Fassung des Films 83 Jahre nach der Uraufführung Premiere feiern, teilte die Berlinale am Donnerstag mit.

Collegium: Film Repatriation

Dienstag, 06. Oktober 2009

Hier noch der versprochene Artikel zum Collegium-Thema Film Re­patriation. Unter dem Thema “Film Repatriation” wird ein Ko­opera­tions­projekt der ‘National Film Preservation Foundation’ (NFPF), australischer und US-amerikanischer Film­archive vorgestellt.

Australien besitzt Filmkopien amerikanischer Filme, für deren Erhalt keine Finanzmittel vorliegen, da sie aus australischer Sicht nicht so wichtig sind. Aus amerikanischer Sicht können aber filmhistorisch bedeutsame Werke enthalten sein. Die NPFP vermittelte hier und stellte Finanzmittel bereit um die Filme für die Zukunft zu sichern.

In einer Vorbereitungsphase stellte das australische Archiv eine Übersicht über die Filme, die US-Archive identifizierten dann für sie wichtige Filme. Die Filme wurden nach Amsterdam zu Haghefilm gebracht und dort restauriert, kopiert und digitalisiert. Die Nitratoriginal gingen wieder zurück nach Australien, die im Restaurierungsprozess entstandenen Negative und Filmabzüge wurden auf Archive in den USA und in Australien gebracht. Das ganze wurde als win-win-win-Situation beschrieben. Australien behält seine Original, hat sie aber erst mal wieder in einem gesicherten Zustand. Zusätzlich gibt es Abzüge die vorgeführt werden können. Die US-Archive bekommen neue Negative und ebenfalls Filmkopien.

Das Ganze wurde als ein neues Verfahren vorgestellt, bisher war eine Zurückführung in des Originalland meist ein Verlagern der Originale, bei denen das “schenkende” Archiv meist eine Filmkopie der Restaurierung erhielt. Aber das Original war weg. Von dem hier vorgestellten Konzept der Kooperation erwarten sich die Archive Positives für den Erhalt der Filme, da ein Archiv seine Originale behalten kann, auch wenn es von einem anderen Archiv restauriert wird. Insgesamt wurde festgestellt, das sich die Archive nur kooperativ zeigen müssen, dann ist eine zufriedenstellende Zusammerarbeit gut möglich. Leider gibt es aber viele Beispiele, bei denen Archive Filme lieber versteckt halten bis sie unrettbar verloren sind, statt Kooperationen zu suchen.

Viele der Probleme liegen in verschiedenen Auffassungen zur Aufgabe nationaler Filmarchive vergraben. Sollen sie nationale Filme, bzw. Filme mit nationaler Beteiligung aufbewahren und sichern (eigene Filmschatz) oder soll archiviert werden, was im Lande verfügbar ist und damit sichern, was der zeitgenössischen Bevölkerung bekannt war, also auch ausländische Produktionen. Ein Randproblem zeigt sich auch bei internationalen Co-Produktionen. Niemand fühlte sich zuständig diese Filme zu sichern, dafür sollen die anderen beteiligten Nationen ihre Archive zur Verfügung stellen.

Die neue Art der Kooperation soll diese Problematik entschärfen, da kein Archiv befürchten muss seine Schätze zu verlieren. Es wurde der Vergleich gemacht mit dem Fund eines Leonardo da Vinci-Gemäldes. Niemand würde da Bild nach Italien geben, da es dort gemalt wurde. Aber bei Filmen war es bisher üblich die Filme wegzugeben und nur eine Kopie zurück zu erhalten.

Sechs der in diesem Projekt restaurierten Filme sind im Internet verfügbar, bei zweien ist die rechtliche Situation nicht ganz geklärt. Mehr über die Filme und das Projekt kann man bei http://www.filmpreservation.org/projects/filmconnection.html nachlesen, ich hoffe ich komme nach Pordenone noch dazu einen Nachtrag zu schreiben.

Neues zur Restaurierung von Metropolis

Sonntag, 19. Juli 2009

Euronews hat einen kurzen Spot zur Metropolis-Restaurierung im Netz.

Vielleicht sollte man sich für Februar 2010 etwas Urlaub reservieren:

The hope is to finish the restoration by January –
just in time for the next Berlin Film Festival in February 2010.

‘Wings’ zerstört

Donnerstag, 12. Februar 2009

Gerade erhielt ich einen Newsletter von Stephan v. Bothmer mit einer erschreckenden Programmänderung, zumindest der Grund ist erschreckend.

Leider muss ich mitteilen, dass die einzige in Deutschland erhältliche Kopie von “Wings” bei kürzlich einer Aufführung zerstört wurde. Wir zeigen stattdessen den Actionthriller “Submarine” vom Meister Frank Capra…

Weiter teilt er mit:

Dieses Unglück ermuntert mich immer wieder zu mahnen: Unser Filmerbe vergammelt in unseren Archiven. Die verfügbaren Mittel reichen zur Sicherung nicht aus! Viele Filmschätze gehen und sind schon unwiederbringlich verloren. Ich versuche mich mit meinen Mitteln für dieses Erbe einzusetzen: Indem wir die Schätze aus den Archiven holen und wieder einem großen Publikum zu Bewusstsein bringen. Mehr Aufmerksamkeit – mehr Einsicht – mehr Mittel.

Zwei weitere Beispiele: Im Jahr 2005 habe ich auf dem Filmfest Hamburg “Varieté” begleitet. Die Filmkopie wurde dabei vollkommen zerstört. Bisher ist keine neue ausleihbare Kopie erstellt worden (weil die Murnaustiftung an einer neuen Restaurierung arbeitet und kein Geld in die alte Fassung stecken möchte, was ja verständlich ist). Seitdem ist Varieté praktisch nicht mehr aufführbar. Die neue Restaurierung ist nicht in näherer Sicht.

Ein britischer Filmwissenschaftler suchte in zahlreichen Archiven weltweit Überbleibsel von Filmen eines bestimmten Regisseurs zusammen. Einige konnte er in einem Deutschen Archiv sicher stellen. Die Recherche dauerte zwei Jahre. Als er nach Deutschland zurück kehrte, waren die Filmaufnahmen vernichtet worden: zur Sicherung ausländischer Filme stünden keine Mittel mehr bereit. Das waren leider die letzten Kopien, die es von diesen Szenen auf der Welt gab. Wir können nur hoffen, dass ausländische Archiven mit unserem Filmerbe nicht so umgehen. Sonst wären ja auch die jüngst entdeckten Metropolisszenen in Buenos Aires für immer verloren.

Vielleicht sollte man den Begriff Filmarchiv in Zukunft vermeiden und stattdessen Kulturbank sagen, und Filme sind zukünftig ein Kul­tur­investitionsgut. Dann gäbe es vielleicht ein paar Milliarden aus dem Finanzmarktstabilisierungsfond zur Rettung der Bank?

Metropolis wird restauriert

Freitag, 06. Februar 2009

Letzten August wurden in Argentinien bisher vermisste Szenen aus Metropolis entdeckt, bald darauf gab es erste Grüchte über DVD-Neuerscheinungen in 2009.

Wie jetzt in vielen Zeitungen und Medien be­richtet wird, hat die Restaurierung jetzt be­gon­nen. In enger Zusammenarbeit von Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, der Stiftung Deutsche Kine­mathek, dem Bundesarchiv-Film­archiv, dem Filmmuseum München, dem Deutschen Film­institut, Enno Patalas und anderen Partnern soll die Restaurierung durchgeführt werden.

Ziel soll eine vollständige Fassung für Festival- und Kinopublikum, Fernsehen und DVD sein. Ich bin mal gespannt bis wann es soweit ist und die Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommt den Film komplett zu sehen.

Karl Lagerfeld ehrt Coco Chanel mit Stummfilm

Mittwoch, 03. Dezember 2008

Kaum zu glauben, aber Karl Lagerfeld hat einen Stummfilm gedreht.

Im Rahmen von Chanel´s Paris-Moskau Pre-Fall Prêt-á-Porter Kollektion zeigt Monsieur Lagerfeld seinen ersten Stummfilm im Le Ranelagh. „Die Menschheit ist längst wieder bereit für Stummfilme, wenn man bedenkt wie viele Stunden vor dem Internet verbracht werden“, ist sich Karl Lagerfeld sicher. Er habe Stummfilme auf jeden Fall immer geliebt.

Quelle: diepresse.com/

Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt nicht ganz, was Stumm­film­bereitschaft mit dem Internet zu tun hat, aber schön das es einen weiteren Prominenten hat, der sich als Stummfilmfan outet.

Jessie von lesmads.de hat auch schon ein paar Szenenfotos des Films über die Modeschöpferin Coco Chanel ins Netz gestellt.

The Story of the Kelly Gang

Sonntag, 03. August 2008

Als ich meinen Beitrag zum Weltdokumentenerbe schrieb, war ich mir ziemlich sicher schon einmal eine Online-Version des Films The Story of the Kelly Gang gesehen zu haben – nur leider fand ich nichts mehr.

Kaum ist der Artikel veröffentlicht, schon werde ich fündig: australianscreen.com.au/titles/story-kelly-gang
Am rechten Rand des Beitrags finden sich drei kleine Clips aus dem Film.

Heute-Journal zu dem Metropolis-Fund

Freitag, 04. Juli 2008

Gestern sendete das ZDF im Heute-Journal einen Beitrag zu dem Metropolis-Fund. Das ZDF wollte diesen Beitrag nicht in ihrer ZDF-Mediathek veröffentlichen, aber inzwischen hat der Beitrag seinen Weg nach Youtube gefunden: