Archiv für die Kategorie ‘Musiker’

Metropolis mit Harry Kulzer im Club Bastion in Kirchheim

Samstag, 26. April 2008

Wie schon mehrfach angekündigt war ich vergangenen Freitag in einer weiteren Metropolis-Vorführung. Diesmal war ich im Club Bastion in Kirch­heim/Teck und konnte Harry Kulzers Musikbegleitung zum Film besuchen.

Der Club Bastion ist ein ehrenamtlich arbeitender kulturell-literarisch-politischer club e. V. in den Gewölben der Bastion, einem Festungsbau von ca. 1500. Man betritt den Club und landet durch einen Gang in einem Raum mit zwei Ebenen. Auf der unteren Ebene ist eine kleine Bühne, davor sind Stühle aufgereiht. Auf der Bühne ist eine kleine Leinwand aufgestellt, im Raum steht ein 16mm Projektor. Auf der oberen Ebene hat es mehrer aufsteigende Reihen mit Sitzen, die alle eine gute Sicht in Richtung Leinwand haben (wenn man nicht gerade das Pech hat einen Teil des Geländers im Blick zu haben).

Der Film wurde in zwei 45 Minuten Teilen gezeigt. Im Vergleich zu der Fassung in Sindelfingen hatte ich vielfach den Eindruck da fehlt was. So war es auch nicht verwunderlich, als in der Pause noch kurz eine Erläuterung der folgenden Handlung kam, weil die fehlenden Teile die Ge­schich­te unverständlich machen. Der Film basiert auf einer Re­kon­struk­tion aus den 50-60er Jahren mit Zensurschnitten der britischen Zensur.

Die Musik begeisterte mich nicht so sehr wie die Vorführung in Sindelfingen. Gerade am Anfang wirkte das Klavier zu sanft für den Film. In der zweiten Hälfte passte die Musik besser, dafür war der Film schlechter. Ich hatte den Eindruck, das Metropolis nicht so gut zum Klavierspiel von Harry Kulzer passt, ich würde ihn aber gerne mal zu einem Lubitschfilm hören.

Jetzt heißt es drei Monate warten und ich kann die dritte Metropolis­auf­führung auf dem Kino auf der Burg in Esslingen berichten.

Gehörgang ins Auge

Sonntag, 13. April 2008

Das Stuttgarter Ensemble ascolta hat ein Stummfilmprogramm unter dem Titel Gehörgang ins Auge.

In dem Programm werden Kurzfilme von Meistern des frühen experimentellen bzw. dadaistischen Films (Hans Richter, Oskar Fischinger, Viking Eggeling und Walter Ruttmann) mit einer Musik begleitet, die explizit nicht als Begleitung erscheinen soll. Vielmehr sollen gleichwertige und ergänzende musikalische Gegengewichte geschaffen werden. Visuelles und Akustisches treten in einen Dialog oder gar Wettstreit.

Auf ihrer Internetseite hat es auch ein paar kurze Videosequenzen der gezeigten Filme mit denen man sich einen kurzen Eindruck verschaffen kann.

Vor wenigen Tagen wurde das Programm in Mainz gezeigt, Leipzig folgt am 4. Juli, in Dresden wird das Programm am 3. Oktober gezeigt.

Youtube: Der Sonderling

Mittwoch, 26. März 2008

Kürzlich entdeckt:
Bei Youtube wurde ein Bericht über Jogi Nestel und seine Vertonung von Karl Valentins Der Sonderling eingestellt:

Florian C. Reithner begleitet Stummfilme

Donnerstag, 13. März 2008

Meine Übersicht über Stummfilmmusiker und Stummfilmbegleiter hat Zuwachs bekommen:

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Alternative Musikbegleitung zu Stummfilm-DVDs

Mittwoch, 12. März 2008

Gerade bei NitrateVille entdeckt: Auf der Internetseite altscore.com werden alternative Musik­begleitungen zu Stummfilm-DVDs angeboten.

Wenn man eine DVD kauft, hat es in der Regel nur eine Musik­begleitung dazu. Auf altscore.com kann man einen von Ben Model gespielten alternativen Soundtrack kaufen. Dazu muß man eine MP3-Datei downloaden und anschliessend synchron zur DVD starten.

Die Musik verwendet keine “Soundeffekte” (kein Bumm wenn jemand fällt…), so macht es nichts aus, wenn die Musik nicht sekundengenau synchron läuft. Aber vermutlich bekommt man Probleme, wenn man eine DVD hat die eine andere Restaurierung genutzt hat und evtl. Szenen fehlen oder zusätzlich verwendet werden.

Bislang hat es noch wenige DVDs und uns in Deutschland wird es wohl noch nicht so viel nützen, wenn US-DVDs vertont werden. Aber eine tolle Idee. Vielleicht finden sich ja weitere Nachahmer.

Von Landschaften und Partituren – Ein Interview mit Gerhard Gruber

Donnerstag, 06. März 2008

Gerhard Gruber hatte im Februar in Padua einen Auftritt bei der Impara l’Arte 2008. Marco Bellano interviewte ihn dort, das Interview wurde bereits am 22. Februar bei nonsolocinema.com auf italienisch veröffentlicht.

Hier die deutsche Übersetzung des Interviews:
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Call for Papers zum 2. Kieler Symposion zur Filmmusikforschung

Mittwoch, 30. Januar 2008

Am 11. und 12. Juli 2008 veranstaltet die Kieler Gesellschaft für Filmmusikforschung, mit Unterstützung des Instituts für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Medien und des Instituts für Musikwissenschaft der CAU Kiel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein Symposion zur Filmmusikforschung.

Aus der Ankündigung der letztjährigen Veranstaltung:

Den Schwerpunkt dieser ersten Tagung sollen Untersuchungen zu Fragen der Verknüpfung/Inter­dependenz von Musik mit Film und Fernsehen bilden. Historische, systematische und interdisziplinäre Ansätze sind dabei herzlich willkommen. In diesem Rahmen können insbesondere Projekte, Examens­arbeiten und Dissertationen präsentiert werden. Das Symposion versteht sich als ein Treffpunkt und Diskussionsforum für Wissenschaftler, Studierende sowie Interessenten aus dem praktischen Film-, Medien- und Musikleben.

In den Abstracts des letzen Jahres fand ich nur einen Beitrag mit Stummfilmbezug:

  • Werner Loll: „Von Bach bis Offenbach“. Zum Einfluss von Schostakowitschs Auseinandersetzung mit der Filmmusik auf sein symphonisches Schaffen

Mal schauen, ob sich dieses Jahr mehr Stummfilm-Beiträge finden, Abstracts können noch eingereicht werden.

Diverses: Panzerkreuzer Potemkin, Metrocine und Pinguine

Donnerstag, 17. Januar 2008

Und mal wieder eine kleine Sammlung von Kurzmitteilungen:

Panzerkreuzer Potemkin
Der Blog Über-Setzer-Logbuch hat einen ausführlichen Blogbeitrag zu Sergei Eisensteins Films geschrieben.

Neue Website: www.metrocine.de
Das Duo Metrocine mit Dorothee Haddenbruch und Katharina Stashik hat eine eigene Internetsite:
www.metrocine.de (und auf Stummfilm.info eine eigene Profilseite).

Pinguine, aber kein Stummfilm
Für eine neue Blogartikelreihe schaue ich zur Zeit etwas Archive.org durch.
Dort fand ich einen kleinen Film bei dem ich sofort an verschiedene Pinguinfans unter meinen Bekannten denken mußte. Peeping Penguins ist einfach süß.

Stummfilm-Pianist Willy Sommerfeld gestorben

Mittwoch, 02. Januar 2008

Ein trauriger Jahresbeginn für Stummfilmliebhaber: Wie u.a. der Spiegel berichtet verstarb der Stummfilm-Pianist Willy Sommerfeld am 19. Dezember im Alter von 103 Jahren.

Was ich nicht berichtete II: Die Anfänge der Filmmusik, Tuten und Blasen und das deutsche Filmorchester Babelsberg

Samstag, 22. Dezember 2007

Mal wieder ein paar Fundstücke rund um das Thema Stummfilm für die ich keine Zeit fand.

Erste Originalfilmmusik
Der Wahnsinn hat einen Namen berichtete kurz über die Anfänge der Filmmusik. Dabei hat es Links zur ersten Originalfilmmusik (1908 von Camille Saint-Saëns für den Film Die Ermordung der Herzogin Guise), die parallel auf einem Gramophon abgespielt wurde.

Tuten und Blasen
In Hamburg gibt es seit 15 jahren ein Orchester Tuten und Blasen, das unter anderem auch Stummfilme begleitet. Zum Stummfilm der Woche haben sie es schon geschafft, jetzt hat es auch eine eigene Profilseite auf Stummfilm.info.

Deutsches Filmorchester Babelsberg zieht zurück nach Babelsberg
Aber dazu gibt es ja jede Menge Presseartikel.