Archiv für die Kategorie ‘Berichte’

Pordenone: Winsor McCay, His Life and Art

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Im Rahmen der Jonathan Dennis Lecture berichtete John Canemaker über das Leben und Werk von Winsor McCay.

Winsor McCay war erfolgreicher Comiczeichner (Litte Nemo) und drehte, oder besser zeichnete, mit die ersten Animationsfilme. Neben einer Beschreibung gab es auch einige Filme mit Winsor McCay zu sehen.

Meist war es dasselbe Schema. Winsor McCay trifft sich mit bekannten und schließt eine Wette ab, das er zu einem Thema eine Animation machen kann.

Die Idee für die Erstellung von Gerdie the Dinosaur kam Winsor McCay angeblich bei einem Museumsbesuch. Im Anschluss wird dann die Produktion gezeigt, es werden Stapelweise Papier und Fässerweise Tinte (die großen Holzfässer zum rollen, nicht kleine Tintenfässchen) zur Produktion besorgt und losgezeichnet. Einige der Zeichungen gibt es noch und erzielen bei Auktionen bis zu 4000 Euro.

Eindruckvoll auch die Animation zum Untergang der Lusitania.

Analoge und digitale Filmrestaurierung im Collegium

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Am nachmittag geht es zu meinem zweiten Collegium-Besuch, diesmal zum Thema Analog and Digital Film Preservation in the “Age of Access”. Es wurden zwei Restaurierungsprojekte vorgestellt, einmal analog, einmal digital. Auf die Frage warum mal eine analoge, mal eine digitale Restaurierung verwendet wurde, kam als Hauptgrund das Ursprungsmaterial hervor. Als besondere Gründe für eine digitale Restaurierung wurde eine notwendige Satbilisierung des Bildes und eine andlung von 28mm auf 35mm genannt, die bei einer analogen Restaurierung nicht oder nur sehr schwer möglich gewesen wäre.
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Pordenone: Mabel Normand-Filme am Dienstag abend

Dienstag, 09. Oktober 2007

Im Spätprogramm kommen noch einige Filme von Mabel Normand, begleitet von Donald Sosin.

Es war ein gelungener und amüsanter Tagesabschluß. Ich glaube ich muß mal gezielt nach Filmen mit ihr Ausschau halten, sie war einfach eine gute Schauspielerin und Komödiantin.

Pordenone: Sponsored Films im Collegium

Dienstag, 09. Oktober 2007

Parallel zum Filmprogramm gibt es auf dem Giornate noch weitere Angebote. Eines davon ist das Collegium. Der Name war ursprünglich Collegium Sacilense, einem mittelalterlichen Ereignis der Stadtgeschichte Saciles. Für das Collegium erhalten zwölf junge Menschen eine Förderung und können das Festival besuchen. Im Rahmen von Dialogen erarbeiten Sie sich ein Thema, das nur im Rahmen dieses Festivals aufgearbeitet werden kann, die Ergebnisse werden dann später veröffentlicht.

Diese Dialoge kann jeder besuchen. Ich war auf einem Dialog mit Rick Prelinger zum Thema Silent Sponsored Films (vielleicht am besten mit Industriefilme zu übersetzen, Filme von Firmen zur imagewerbung bezahlt werden).

Prelinger verglich sponsored films mit den heutigen Firmen-Websites, die ebeno zur Selbstdarstellung von Firmen dienen. Spannend an den Industriefilmen sind vielfach die Drehorte. Es werden die Firmensitze der beauftragenden Firmen gezeigt, nicht nur Orte wo Filmfirmen sitzen.
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Pordenone: 60. Jahre Niederländische Filmmuseum

Dienstag, 09. Oktober 2007

Das http://www.filmmuseum.nl/ feiert dieses Jahr sein 60. Jubiläum. Aus diesem Anlass wird in Pordenone eine Annie Bos-Reihe gezeigt.

Es wurden drei kurze und ein langer Film (Blind) mit der Asta Nielsen Hollands gezeigt. Nette kleine Filme, die man nicht unbedingt gesehen haben muss. Begleitet wurde die Filme von Mauro Colombis am Klavier, zu Blind sang Paola Mora die Lieder von Annie Bos.

Pordenone: Baruch

Dienstag, 09. Oktober 2007

Heute morgen bekam ich einen interessanten Film zu sehen: Das alte Gesetz (Baruch) (Deutschland, 1923). Der Film handelt von dem Sohn eines Rabbis, der gerne Schauspieler werden will, damit aber in Konflikt mit den traditionellen jüdischen Riten, und damit auch seinem Vater, kommt.

Gefallen hat mir die Darstellung des Schtetl. Die Leute waren einfach normale Menschen, es gab keine Überzeichnungen des jüdischen Lebens. Statt zur Kirche ging man halt zur Synagoge.

Begleitet wurde der Film von Donald Sosin und Günter Buchwald. Die Klezmer-Anklänge hielten sich zum Glück in Grenzen, so das die Musik schön zu den Szenen harmonierte.

Weniger gefallen hat mir diesmal mein Sitz. Die hinteren Reihen sind nicht so zu empfehlen, das Rein-Raus von Zuschauern ist doch sehr ablenkend.

René Clair auf dem Giornate

Montag, 08. Oktober 2007

Im Abendprogramm kommen zwei Filme aus der Reihe René Clair.

In Paris schläft wartet ein Nachtwächter auf der dritten Plattform auf dem Eiffelturm erfolglos auf seine Ablösung. Als er schließlich nach unten steigt, muß er feststellen, das die Stadt so gut wie leer ist, die wenigen Menschen die es noch gibt schlafen alle und lassen sich nicht wecken. Schließlich stößt er auf eine Gruppe Reisender, die gerade nach Paris flogen. Es folgt schließlich eine amüsante Reise durch das schlafende Paris bis sich schießlich das Rätsel löst.

L’Octuor de FranceDanach folgt mit Séraphin ou les jambes nues eine nette Komödie um eine beschmutzte und deshalb ausgezogene Hose.

Beide Filme sind genial von L’Octuor de France begleitet.

Jean Darling und die kleinen Strolche

Montag, 08. Oktober 2007

Am nachmittag gibt es vier Filme der kleinen Strolche (Our Gang) zu sehen, einer davon ein Tonfilm. (Praktisch so eine Baby-Waschanlage).

Jean DarlingDanach kommt Jean Darling, eine der Darstellerinnen der Strolche auf die Bühne. Erst geht der Vorhang zu, dann wird ein Stuhl vor den Vorhang gestellt, dann wird der Stuhl reingeholt, dann geht der Vorhang auf und Jean Darling begrüßt uns.

Jean Darling mit David RobinsonDavid Robinson (Festivaldirektor) bedauert es, das er für Jean Darling nicht mit den Ohren wackeln kann (eine Anspielung auf einen der vorherigen Filme) aber Jean Darling nimmt es ihm nicht krumm.

Danach singt Sie noch drei Lieder, davon eines auf italienisch weil wir ja in Italien sind.

Erzählt hat sie nicht viel, aber es ist noch ein Interview mit Ihr angekündigt, es ist nur noch nicht klar wann und wo es genau stattfinden soll.

Pordenone: Montag Vormittag mit gesponorten Filmen

Montag, 08. Oktober 2007

Erste Film Buddenbrocks lasse ich ausfallen, der Tag startet für mich mit zwei Ladislav Starewitch-Filmen, gefolgt von mehreren von gesponsorten Filmen.

Nach einem kurzen Werbespot für Zigaretten (1897) gibt es etwas längere Filme, in denen die USA als Einwanderungsland gelobt wird, ein Informationsfilm über den Hakenwurm, bzw. die Hakenwurmkrankheit (Ankylostomiasis) und ein Film über das kaufhaus Hutzler als Arbeitgeber.

Begleitet werden die Filme von Gabriel Thibaubeau.

Danach kommt mit Masters Hand ein Werbefilm über die Autoproduktion von 1936. Der Film kommt mit eigener Tonspur, die zumindest mich nach der Hälfte nur noch störte. Mit dem Fortgang der Autoproduktion wurde die Musik aufgeregter und steigerte sich immer weiter. Etwas mehr Ruhe hätte dem Film gutgetan.

Pordenone: Festivalerfahrungen

Sonntag, 07. Oktober 2007

Langsam schlägt bei mir schon die Festivalträgheit mit leichten Kopfschmerzen zu. Schon wieder der gleiche Fehler wie jedes Jahr: Man schaut im Programm was einen interessiert und vergisst dabei die Pausen zum Erholen. Also, jetzt wird nicht mehr geplant, was man ansehen will, sondern wann man Pausen machen will. Jetzt geht es ins Café für eine Kleinigkeit (die Sonne lädt ja auch dazu ein), Heute abend geht es essen und in den Spätfilm. Dazwischen kann man noch in zwei Filme die von einem Schulorchester begleitet werden.