Gerhard Gruber Tour 2008 in Australien/Neuseeland/Japan

27. April 2008

Gerhard Gruber, der österreichische Stummfilmpianist ist von seiner Australien- und Neuseelandtournee mit den Festivals in Rotorua und in Hobart (Tasmanien). Unter der Internetadresse http://australien-neuseeland2008.blogspot.com hat er Bilder seiner Reise veröffentlicht. Zu sehen sind Landschaftsbilder und Bilder verschieder Beteiligter der Stummfilmfestivals.

Bilder seiner Japantournee vom März finden sich unter http://2008-tokyo.blogspot.com/

Erich Von Stroheim Filme online

26. April 2008

Nächste Woche wird canal 7 Argentina in ihrer Reihe Filmoteca Erich Von Stroheim Filme mit Live-Begleitung durch Fernando Kabusacki und Matías Mango zeigen.

Die Sendung startet um 0:30 Ortszeit Buenos Aires (das wäre dann 8:00 morgens bei uns) und dauert 2 Stunden. Der Sender ist auch Online verfügbar.

Gezeigt werden:

  • Foolish Wives (1922)
  • La Reina Kelly (1929)
  • The Great Gabbo (1929)
  • The Wedding March (1928)

Mehr Informationen auf spanisch bei www.canal7.com.ar, bzw der Programmankündigung.

Metropolis mit Harry Kulzer im Club Bastion in Kirchheim

26. April 2008

Wie schon mehrfach angekündigt war ich vergangenen Freitag in einer weiteren Metropolis-Vorführung. Diesmal war ich im Club Bastion in Kirch­heim/Teck und konnte Harry Kulzers Musikbegleitung zum Film besuchen.

Der Club Bastion ist ein ehrenamtlich arbeitender kulturell-literarisch-politischer club e. V. in den Gewölben der Bastion, einem Festungsbau von ca. 1500. Man betritt den Club und landet durch einen Gang in einem Raum mit zwei Ebenen. Auf der unteren Ebene ist eine kleine Bühne, davor sind Stühle aufgereiht. Auf der Bühne ist eine kleine Leinwand aufgestellt, im Raum steht ein 16mm Projektor. Auf der oberen Ebene hat es mehrer aufsteigende Reihen mit Sitzen, die alle eine gute Sicht in Richtung Leinwand haben (wenn man nicht gerade das Pech hat einen Teil des Geländers im Blick zu haben).

Der Film wurde in zwei 45 Minuten Teilen gezeigt. Im Vergleich zu der Fassung in Sindelfingen hatte ich vielfach den Eindruck da fehlt was. So war es auch nicht verwunderlich, als in der Pause noch kurz eine Erläuterung der folgenden Handlung kam, weil die fehlenden Teile die Ge­schich­te unverständlich machen. Der Film basiert auf einer Re­kon­struk­tion aus den 50-60er Jahren mit Zensurschnitten der britischen Zensur.

Die Musik begeisterte mich nicht so sehr wie die Vorführung in Sindelfingen. Gerade am Anfang wirkte das Klavier zu sanft für den Film. In der zweiten Hälfte passte die Musik besser, dafür war der Film schlechter. Ich hatte den Eindruck, das Metropolis nicht so gut zum Klavierspiel von Harry Kulzer passt, ich würde ihn aber gerne mal zu einem Lubitschfilm hören.

Jetzt heißt es drei Monate warten und ich kann die dritte Metropolis­auf­führung auf dem Kino auf der Burg in Esslingen berichten.

Das Salzkammergut in historischen Film­dokumenten

25. April 2008


2002 veröffentlichte das Filmarchiv Austria auf VHS eine Videoedition “Das Salzkammergut Ober­österreich und Salzburg in historischen Film­dokumenten“. Diese Edition erscheint demnächt um 40 Film­dokumente erweitert als DVD.

Ein Artikel bei www.im-salzkammergut.at beschreibt den Inhalt der DVD.

Am Mittwoch, den 7. Mai wird die DVD in einer Großbildprojektion im Lehar Theater in Bad Ischl präsentiert.

Madame Dubarry auf Arte

24. April 2008

Am kommenden Montag, 28. April 2008 sendet Arte um 23.30 Uhr den Stummfilm Madame Dubarry (Ernst Lubitsch 1919, Restaurierung von 2000).

Laut Arte ist Carsten-Stephan Graf von Bothmer einer der Darsteller! Ich nehme mal an, er wird eher nur die Musikbegleitung zum Films gemacht haben ;)

Die Begleitmusik war ein Kompositionsauftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem filmfest Braunschweig. Gespielt haben das Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Burkhard Bauche.

Zur Programmankündigung von Arte

10ème Festival d’Anères

23. April 2008

In zwei Wochen startet mein zweitliebstes Stummfilmfestival in Anères in den Pyrenäen. Anères liegt ganz zentral zwischen Madrid und Paris und wie es scheint, ist es immer noch kein Problem den Festsaal in dem 150-Bewohner-Dorf zu finden. Man kann sogar mit dem Flieger direkt nach Anères fliegen, es hat einen Flughafen.

Zu sehen und zu hören gibt es wieder einiges, unter anderem über drei Tage verteilt Intolerance und Fritz Langs Doktor Mabuse, Der Spieler über zwei Tage verteilt.

Der Eintritt ist wieder frei, aber es wird wie jedes Jahr darum gebeten das sympathische rose Schweinchen reichlich zu füttern.

Und wenn ich mit meinem Schulfranzösisch nicht falsch liege, dann soll es vom Haus des Wissens (Maison du Savoir) in Saint-Laurent de Neste einen Blog während des Festivals geben.

Ach, das Festival hört sich einfach nett an. Irgendwann ist doch mal ein Urlaub in den Pyrenäen für mich fällig.

Mehr Infos:

Klavier gesucht in Brandenburg

22. April 2008

Die Märkische Allgemeine hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen Artikel über das Kino Capitol in Königs Wusterhausen (Brandenburg).

Das Kino würde gerne Stummfilme zeigen, aber es fehlt das Klavier zur Begleitung:

Ein weiteres Vorhaben der Kinobetreiber konnte bislang nicht verwirklicht werden: „Wir würden gerne Stummfilme zeigen, zu der live Klavier gespielt wird. Ein Klavierkauf ist aber zu teuer“, so Anne Jurk. „Wer weiß, wo ein altes Tasteninstrument vielleicht ein Schattendasein fristet, der melde sich bitte bei uns“, bittet die 29-jährige gelernte Hotel- und Veranstaltungskauffrau.

Hat jemand ein Klavier für ein engagiertes Kino übrig?

Essener Filmkunsttheater starten eine neue Stummfilmreihe

22. April 2008

In Essen verfügt das Eulenspiegel Kino in der Steeler Str. 208 über zwei Wurlitzer Stummfilmorgeln, an denen zukünftig in regelmäßigen Abständen wieder Stummfilme von dem Organisten Dominik Gerhard begleitet werden. Der gebürtige Essener entdeckte früh die Liebe zur Orgel und erhielt schon als Kind Klavier- und Orgelunterricht. Als selbstständiger Organist begleitet er auch Gottesdienste und Chorkonzerte und seine große Leidenschaft für den Film hat ihn nun an die Wurlitzer Stummfilmorgeln im Eulenspiegel gebracht.

Die Termine:

Und nach der Sommerpause voraussichtlich:

Stummfilm der Woche 17/2008: Faust in Hamburg

21. April 2008

Mein Stummfilm der Woche ist diesmal eine Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Hamburg. Murnaus Faust wird dort am 26. April, je um 21:00 und 23:00 gezeigt.

Grund meiner Wahl ist die Einbettung in die Nacht der Museen - vielleicht finden sich im Rahmen der Veranstaltung neue Stumm­film­lieb­haber. Auch wenn die Gefahr besteht, das es im Bucerius Kunst Forum eine lieblose Vorstellung ist - es gibt leider keine Informationen im Internet über die Musikbegleitung, es könnte sein, das es eine lieblose Hintergrundpräsentation gibt.

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Metropolis mit Antonio Bras im Pavillon in Sindelfingen

18. April 2008

Wie ich bereits schrieb war ich vergangengene Samstag im Pavillon in Sindelfingen und durfte mir Metropolis mit einer Live-Vertonung von Antonio Bras ansehen.

Das Pavillon wird von der IG Kultur Sindelfingen / Böblingen e.V. betrieben und liegt am Rande Sindelfingens, ca. 500m vom Busbahnhof entfernt. Nachdem ich das Pavillon fand, was nicht wirklich ein Problem war, fühlte ich mich gleich heimisch - eine klassisches KuKoZe (Kultur- und Kommunikationszentrum), vor circa 20 Jahren gegründet. Man wird an einer provisorischen Kasse nett begrüßt und kommt in einen Vor­raum mit Bar an dem man von vermutlich ehrenamtlichen Theken­personal etwas zu Trinken und knabbern erhalten kann. Nachdem der Saal geöffnet wird kommt man in einen Raum an dessen einer Wand eine Leinwand aufgestellt wurde, davor in Reihen angeordnete Stühle, am Rand ein Mischpult für Antonio Bras. Gut war die Idee, die Vorführung von der Bühne weg zu machen, so konnte man Stühle auf die erhöhte Bühne stellen und hatte so von hinten eine bessere Sicht zur Leinwand.

Im Vorfeld war ich der Vorführung kritisch eingestellt - ich mag kein Tech­no und laute Musik eigentlich auch nicht. Als der Film startete war ich aber positiv überrascht. Die Musik - eher elek­tro­nische Musik als Techno - fügte sich hervor­ragend in die Filmszenen ein. Anfangs war ich noch etwas irritiert - ist das Metropolis wie ich es in Erinnerung habe? Oder ist das ein moderner Vor­spann für die Vorführung? Aber es ist Metropolis, und ich entdecke in dem Klassiker Elemente die man aus modernen Videoclips auch kennt.

Antonio Bras setzt bei seiner Live-Performance eine Kombination unterschiedlicher Musiktechniken ein. Musik verschiedener Stile werden angespielt, verfremdet und mit elektronischen Klängen und Kom­po­si­tionen überlagert. Es gibt Klang­teppiche, die pointiert Betonungen zum Film setzen. Insgesamt war ich begeistert, insbesonders vom Anfang. Gegen Ende war ich entweder von der Musik gesättigt (die wie gesagt nicht ganz mein Geschmack ist) oder die Stühle zeigten Wirkung und ich hoffte auf ein Ende. Die Pause war jedenfalls notwendig zur Erholung des Sitzfleisches. Etwas ärgerlich war die Videoprojektion, insbesonders der Pixelfehler im rechten oberen Abschnitt, der mir den ganzen Film ins Auge fiel.

Die Vorstellung ist der Beginn einer Tournee von Antonio Bras, nähere Informationen und Tourneedaten finden sich demnächst unter metropolis-live.de.