Selbstsitzveranstaltung in Siegburg

16. Juli 2008

Keine Ahnung was eine Selbstsitzveranstaltung ist? Ich bislang auch nicht, auch wenn ich schon öfters auf einer war. Aber jetzt bekam ich einen Newsletter von Thomas Kupser (stummfilmdj) der mich aufklärte.

Kommenden Samstag wird beim Open-Air im Johannesgarten/Michaelsberg in Siegburg Der Sohn des Scheichs (Regie: George Fitzmaurice, USA, 1926) gezeigt. DJ ROKIN begleitet den Film mit Instrumental downbeats.

Und was hat es mit der Selbstsitzveranstaltung auf sich? Nun - es werden keine Sitzgelegenheiten angeboten, jeder soll seine Stühle, Sofas, Sitzmöglichkeit selbst mitbringen. Ich kann es mir schon bildlich vorstellen - eine Leinwand, daneben der DJ und davor ein Meer von vollbesetzen Sofas in allen Varianten.

Mehr zur Veranstaltung bei http://www.stummfilmdj.de

Stummfilm der Woche 29/2008: Bühler Jahreschroniken

15. Juli 2008

Und wieder eine Woche, bei der ich mit dem Stummfilm der Woche zu spät bin. In Anbetracht des warmen Wetters zieht es mich mit der Wahl des Stummfilm der Woche ins Freie - hoffen wir, das das Wetter mitmacht.

Ich entscheide mich für den 18. Juli auf dem Europaplatz in Bühl. Im Rahmen des Bühler Kultursommer werden von Klaus Martin Kühn am Klavier begleitet und von Michael Rumpf kommentiert Begebenheiten von vor 30, 40 und 50 Jahren gezeigt. Auch wenn ich keinen persönlichen Bezug zu Bühl habe, gefäält mir die Idee, wenn auf diese Weise ein Einblick in die Stadtgeschichte gegeben wird.

Den ganzen Beitrag lesen »

Bonner Sommerkino 2008

11. Juli 2008

Das 24. Bonner Sommerkino das vom 14. - 24. August 2008 stattfindet hat vor wenigen Tagen sein Programm veröffentlicht. Im Arkadenhof der Universität Bonn wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Im Rheinisches Landesmuseum gibt es begleitende Vorträge. Einer dieser Vorträge ist mein persönlicher Tipp zum diesjährigen Stummfilmtagen:

Am Sonntag dem 17. August 2008 hält Neil Brand um 17 Uhr einen Vortrag unter dem Titel Film Music Improvisation. Ich hatte schon einmal in Sacile (2002?) die Gelegenheit diesen (oder zumindest einen ähnlichen ;)) Vortrag zu hören. Neil Brand erzählte, wie er als Musiker an die Vertonung von Stummfilmen geht, das ganze von Film- und Musikbeispielen garniert. Höhepunkt war am Ende ein Stummfilm, den er garantiert noch nie sah. Und diesen Film begleitete er dann live und erzählte dabei dann, warum er jetzt diese Musik spielt. Es war wirklich spannend, wie flexibel er auf den Wandel im Film einging (Ah ein Western …. hmmm, wohl doch nicht, scheint eine Gesellschaftskomödie zu sein…).

Sehr schön auch die Umfragen im Publikum zum weiteren Verlauf des Films. Filmausschnitte wurden gezeigt, gestoppt und dann kam die Umfrage: “Liebt er sie? Liebt sie ihn? Glaubt er, das sie ihn liebt? Küsst er sie gleich? Wie reagiert sie?..” — Es war spannend, wie unterschiedlich die Erwartungen des Publikums war. Und der Musiker hat die Schwierigkeit, das er mit seiner Musik nicht zuviel verraten darf.

Ich kann den Vortrag nur empfehlen, man sollte allerdings englisch können.

Weitere Informationen zum Programm gibt es bei Stummfilm.info oder natürlich auf der Internetsite des Festivals.

Hamburger Kinemathek zieht um

8. Juli 2008

Schreck in später Abendstunde! Da lese ich bei Tuten und Blasen auf der Terminseite einen Termin Abschied des Metropolis aus den Räumen in der Dammtorstraße. Im ersten Augenblick dachte ich, in Hamburg muß einer der regelmässigen Spielorte von Stummfilmen schließen - aber Glück gehabt.

Das Metropolis (Kinemathek Hamburg) zieht temporär in das Kino Savoy am Steindamm in St. Georg. Das Haus am alten Standort wird abgerissen und es soll dort ein Büro- und Geschäftshauses gebaut werden. Beim Neubau sollen die Kinoräume wieder eingebaut werden.

Der Metropolis-Kinosaal steht unter Denkmalschutz und wird von den Bauherren Hochtief und Norddeutsche Grund­vermögen fachgerecht ausgebaut, eingelagert und wieder in das neue Gebäude integriert. “Die haben alles vermessen inklusive der Zierleisten und sogar einen Akustik­test gemacht”, sagt Metropolis-Geschäftsführer Martin Aust.

Quelle: taz

Das ich jetzt nicht gerade auf dem laufenden im Hamburger Kultur­leben bin, kann man daran sehen, das das Hamburger Abendblatt bereits im Mai darüber berichtete. Die taz Ende Juni berichtete über den Umzug. Aus ursprünglich zwei geplanten Jahren wurden bereits drei Jahre im Savoy.

Na, da wünsche ich den Kinomachern einen geglückten Umzug, eine schöne Zeit am neuen Standort und einen erfolgreichen Rückumzug in zweidrei Jahren.

Wer näheres zur Geschichte des Savoy sucht, wird beim Filmmuseum Hamburg fündig, das Programm des Metropolis findet sich weiterhin unter www.metropolis-hamburg.de.

Märkisches Hollywood wird entstaubt

7. Juli 2008

Die brandenburgischen Nachbarorte Woltersdorf und Rüdersdorf waren Anfang des letzten Jahrhunderts ein beliebter Drehort für Stummfilme. Jeanette Bederke hat in der Berliner Morgenpost hat einen Artikel darüber veröffentlicht.

Wer sich näher für das Thema interessiert sollte sich den 21. September vormerken, dann soll im Rüdersdorfer Kulturhaus eine Ausstellung über die lokale Filmgeschichte eröffnet werden. Vorab kann man sich auch schon im Buch Das märkische Grabmal: Vergessene Filmlegenden zweier Kleinstädte von Gerald Ramm informieren.

Stummfilm der Woche 28/2008: Panzerkreuzer Potemkin in Chemnitz

6. Juli 2008


Mein Stummfilm der Woche ist diese Woche Panzerkreuzer Potemkin in der Aktienspinnerei in Chemnitz. Der Film wird kommenden Samstag live von Peter Koch begleitet.

Grund meiner Wahl ist der Film. Ich muss gestehen, ich bin bisher noch nicht dazu gekommen dieses Werk von Sergei Eisenstein zu sehen. Ich habe schon gutes und schlechtes gehört und würde mir gerne mal ein eigenes Bild davon machen.

Den ganzen Beitrag lesen »

Heute-Journal zu dem Metropolis-Fund

4. Juli 2008

Gestern sendete das ZDF im Heute-Journal einen Beitrag zu dem Metropolis-Fund. Das ZDF wollte diesen Beitrag nicht in ihrer ZDF-Mediathek veröffentlichen, aber inzwischen hat der Beitrag seinen Weg nach Youtube gefunden:

Neues zum Metropolis-Fund

4. Juli 2008

Der argentinische Fund der neuen Metropolisfassung zieht inzwischen in Funk und Presse seine Kreise.

Der Deutschlandfunk hat inzwischen ein Interview mit Rainer Rother, dem Leiter der Deutschen Kinemathek, zu den aufgetauchten verschollenen Szenen aus “Metropolis” als veröffentlicht (MP3 oder ogg-Format) (ca. 4 min). So wie es aussieht ist es keine vollständige Kopie, aber die fehlenden Teile kann man aus anderen Kopien vervollständigen. Im Gesamten besteht also jetzt die Chance Metropolis in seiner Originalfassung zusammenzustellen - ich bin mal gespannt wie lange es dauert.

Im Zeitmagazin hat es viele Szenenfotos, einige Szenen sind mit Fotosequenzen dargestellt. Einiges davon hat es inzwischen auch im Internet. In Buenes Aires gab es bereits eine Präsentation für die Presse, bei der einige der neuen Ausschnitte gezeigt wurden. Bei NitrateVille hat Radiotelefonia inzwischen einen Bericht über die Präsentation veröffentlicht (englisch).

Wie es aussieht soll es schon 2009 die erste DVD-Veröffentlichung der neuen Szenen geben:

… The good news is that they [Kino International] have officially confirmed that the newly-discovered footage from Fritz Lang’s original version of Metropolis..WILL be a part of the forthcoming special edition Blu-ray Disc release in 2009. What’s more, the new special edition will be released on standard DVD format as well on the same day

Quelle: http://www.thedigitalbits.com/#mytwocents

Vermisste Szenen aus „Metropolis“ wiederentdeckt

2. Juli 2008

Wie berichtet wird entdeckte Paula Félix-Didier, die Museumsleiterin des Museo del Cine in Buenos Aires die Metropoliskopie, die 1928 nach Argentinien kam. Der Verdacht, das der Film bisher fehlende Szenen enthält kam vom Leiter der Filmabteilung des Museums für Lateinamerikanische Kunst:

Er hatte von dem Leiter eines Cineclubs gehört, der sich vor Jahren darüber gewundert hatte, wie lange die Vorführung dieses Films dauerte. Gemeinsam untersuchten Paula Félix-Didier und ihr Exmann den Film in ihrem Archiv – und entdeckten die vermissten Szenen.

Die ersten Berichte von Metropolis-Exporten lesen sich sehr spannend - ich bin mal gespannt, wann man die ersten Szenen sehen kann.

Das Zeitmagazin hat Fotos veröffentlicht, leider scheint es aktuell einen Fehler in der Darstellung zu haben. Morgen soll mehr über diesen Krimi der Filmgeschichte im ZEITmagazin erscheinen. Praktisch das ich gerade ein Probeabo laufen habe ;)

Fußball-EM-Finale

1. Juli 2008

Wie schon einmal angekündigt begleitete Stephan von Bothmer das EM-Finale an der Orgel.

In der taz ist dazu ein Artikel Traurig, aber schön erschienen.

Nett ist ja die Idee für jedes Tor eine Kerze anzuzünden. So kann man immer den aktuellen Satnd sehen. Und es darf keine Elfmeter geben, sonst müssen wir Teelichter aufbauen.. Na, davor blieben wir ja verschont ;)