Thema Filmmusik im Newsletter der Filmstiftung NRW

6. August 2008

Der aktuelle “newsletter” der Filmstiftung NRW behandelt das Thema Filmmusik. In dem Betrag enthalten ist ein 1-2seitiger Artikel mit dem Titel “Gegen die Schallmauer - Die Rückkehr des Stumm­film­pianisten” von Daniel Kothenschulte. Leider gibt es in dem Artikel wenig zum Thema Stummfilm, ein großteil des Artikels beschäftigt sich der steigenden Popularität von Filmmusikkonzerten und dem Bedauern darüber, das die technischen Möglichkeiten dazu führen, zu glauben, das man auf den Filmkomponisten verzichten kann.

Der Newsletter steht als PDF zum download bereit, Daniel Kothen­schultes Artikel findet sich auf Seite 24.

1. Ingolstädter Stummfilmtage

5. August 2008

Während manche alteingesessenen Stummfilmfestivals Probleme haben weiterzumachen starten an anderen Orte neue Festivals bzw. Stummfilmtage.

Ingolstädter Stummfilmtage 2008Neustes Mitglied im “Club der Stumm­film­tage” ist Ingolstadt mit seinen 1. Ingol­städter Stummfilmtagen. Im Ingol­städter Cinestar Filmpalast werden am 18. und 19. September Stummfilme gezeigt.

Nach einer großen Gala, u.a. mit Detlev Buck und dem A-Capella Trio “Die Herr´n von der Tankstelle”, starten die Stummfilmtage mit Chaplins Goldrausch. Am folgenden Tag werden Go West (Keaton) und Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens gezeigt. Zumindest am zweiten Tag gibt es auch Live-Musik von Aljoscha Zimmermann (Piano), Sabrina Hausmann (Violine) und Manfred Fuchs (Percussion).

Nach Angaben der Veranstalter ist es geplant die Stummfilmtage auch 2009 wieder im Herbst stattfinden zu lassen. Ich wünsche den Veranstaltern viele Zuschauer und den Zuschauern drei schöne Veranstaltungen.

The Story of the Kelly Gang

3. August 2008

Als ich meinen Beitrag zum Weltdokumentenerbe schrieb, war ich mir ziemlich sicher schon einmal eine Online-Version des Films The Story of the Kelly Gang gesehen zu haben - nur leider fand ich nichts mehr.

Kaum ist der Artikel veröffentlicht, schon werde ich fündig: australianscreen.com.au/titles/story-kelly-gang
Am rechten Rand des Beitrags finden sich drei kleine Clips aus dem Film.

Weltdokumentenerbe

3. August 2008

Durch die kürzlich gefundenen neuen Szenen von Metropolis ist der Film in letzter Zeit viel im Gespräch. Unter anderem findet sich dabei häufig Behauptungen wie von der Unesco wurde es als bislang einziger Film dem Weltdokumentenerbe zugerechnet. (hier Zitat der Eßlinger Zeitung vom 2. August 2008).

Diese Behauptung scheint sich langsam als Urban Legend fest­zusetzen. Zugegeben, die Aussage stimmte einmal. Metropolis war der erste Film der den Titel Weltdokumentenerbe erhielt, bis 2003 war er auch der einzige Film mit dem Titel.

Aber 2003 wurde der mexikanische, von Luis Buñuel gedrehte, Film ”Die Vergessenen” (Los Olvidados, 1950) als zweiter Film nach Metropolis in die UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes auf­genommen.

2007 wurde mit dem australischen Film ”The Story of the Kelly Gang” (1906) ein zweiter Stummfilm in die Liste aufgenommen. Der Film war ursprünglich 60 Minuten lang und ist damit der erste Spielfilm (”feature film“). Mit dem ebenfalls 2007 aufgenommenen Film The Wizard of Oz sind es bereits vier Filme in der Liste (außer ich habe noch einen übersehen ;))

Weblinks zu den Filmen des Weltdokumentenerbe:

Stummfilm der Woche 31/2008: Laurel und Hardy in Wien

3. August 2008

Mein Stummfilm der Woche sind diesmal Kurzfilme von Stan Laurel und Oliver Hardy beim Sommerkino im Augarten in Wien. Kom­men­den Mittwoch begleitet Gerhard Gruber die Filme.

Die Wahl dieser Veranstaltung hat drei Gründe: Ich habe schon langen keinen Laurel & Hardy-Film gesehen, noch nie Gerhard Gru­ber live gehört und zur Zeit sind Open Air Veranstaltungen einfach angebracht.

Den ganzen Beitrag lesen »

Metropolis auf dem Kino auf der Burg in Esslingen

2. August 2008

Einer der Gründe zu Wahl meines dieswöchigen Stummfilm der Woche war, das ich die Veranstaltung selbst besuchen konnte.

Im Innenhof der Esslinger Burg (eigentlich keine echte Burg, es handelt sich um einen Teil der mittelalterlichen Ver­teidigungs­anlagen der Stadt Esslingen) wurde beim Open Air “Kino auf der Burg” Metropolis gezeigt. Die Veranstaltung begann bei herrlichstem Sonnenschein und warmen Wetter kurz nach acht Uhr mit jazziger Livemusik der Gruppe Banana Jazz Trio. Begleitet von der Musik kann man sich erst mal einen Sitzplatz oder einen Liege­platz auf der Wiese suchen und anschließend die Gastronomie im Burg­innen­hof inspizieren. Mit einem leckeren eritäischen Injera und einem indischen Mango-Lassi gestärkt konnte ich mich auf den Hauptfilm freuen.

Eine Seite der Burgmauer ist von einer Leinwand verdeckt, davor stehen rechts und links je zwei Flügel. Keine Ahnung was geplant war, wenn es angefangen hätte zu regnen, aber vermutlich stan­den irgendwo Zelte zum Schutz der Flügel bereit. Aber zum Glück war es unnötig, das Wetter blieb warm und trocken. So konnte man zwischen dem Blick auf die Leinwand und in den Sternenhimmel wechseln, so manche Strenschnuppe lenkte kurzzeitig vom Film ab. Die Atmosphäre war mal wieder wunderbar und im Gegensatz zu Vorjahren konnte man sich dank Rauchverbot auch an der lauen Nachtluft erfreuen. Das Kino auf der Burg trägt zurecht den Titel Das schönste Kino zwischen Himmel und Erde.

Nach Anmoderation und einen kleinen Vorfilm begann die Haupt­veranstaltung des Abends. Metropolis wurde in der Moderation unter anderem als einziger Film mit dem Unesco-Titel “Welt­dokumenten­erbe” angekündigt - was nicht stimmt, aber da folgt noch ein kurzer Blogartikel.

Wie zu erwarten passt Gottfried Huppertz ‘ Original-Musik aus den 20er-Jahren gut zu dem Film, die zwei Pianisten harmonierten gut indem sie wechselweise Parts übernahmen oder auch im Zusammen­spiel den Film begleiteten. Besondere Spannung hatte das Stück für mich, da es die dritte Vertonung von Metropolis. war, die ich in kurzer Zeit zu hören bekam. Während mir Harry Kulzers Version nicht so gefiel, war ich von Antonio Bras begeistert. Die jetzt gehörte Version gefiel mir auch sehr gut, auch wenn es am Beginn Schwierigkeiten hatte mit Bras Version mitzuhalten. Mit Verlauf des Films konnte die Klavierbegleitung aber gut mithalten.

Am Film faszinierten mich diesmal die fehlenden Szenen, die in der Zwischenzeit wiedergefunden wurden. Ich freue mich schon zu sehen, was in Yoshiwara passiert und welche Bedeutung ‘der Lange’ wirklich hat. In der bisherigen Fassung ist er ja nur eine Rand­figur. Mal schauen, vielleicht gibt es diesen Herbst ein paar der Szenen in Pordenone zu sehen.

Shortfilmlivemusic in Dresden

31. Juli 2008

Morgen, am 1. August gibt es in Dresden im Rahmen der Filmnächte am Elbufer auch eine Filmkonzert-Veranstaltung. In der Kurz­film­nacht werden Filme live vom Projekt shortfilmlivemusic begleitet. Verschiedenste Kurzfilme werden dabei musikalisch neu interpretiert und präsentiert.

Ein interessantes Projekt - Muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer ansehen.

26. Regensburger Stummfilmwoche fällt aus

29. Juli 2008

Ich bin gerade im Stummfilm-Forum über Neuigkeiten zur regensburger Stummfilmwoche gestossen.
Wie die Veranstalter ankündigen fällt die ursprünglich für den 1. Juli bis 6. August 2008 angekündigte 26. Regensburger Stumm­film­woche leider aus. Als Begründung werden finanziellen und arbeits­technischen Gründen angegeben. Es besteht die Gefahr, das das Festival zukünftig gar nicht mehr stattfindet.

Ich hoffe stark, das es sich wirklich nur um einen einmaligen Ausfall handelt. Regensburg war einer der Festival-Orte, die ich schon länger im Auge gefasst habe um es zu besuchen. Es wäre wirklich schade, wenn ein so lange existierendes Festival ausfällt.

Stummfilm der Woche 31/2008: Metropolis in Esslingen

27. Juli 2008

Mein Stummfilm dieser Woche liegt schon lange fest: Metropolis beim Kino auf der Burg in Esslingen, Veranstaltet vom kommunalen Kino Esslingen.

Die Open Air Veranstaltung in der Esslinger Burg wird live von Piere Oser und Frank Strobel an zwei Flügeln mit der Originalmusik von Gottfried Huppertz in einer Bearbeitung von Frank Strobel begleitet.

Ich hoffe das Wetter spielt mit und die Veranstaltung ist nicht verregnet. Gespannt bin ich auf auf die dann dritte Vertonung des Filmes die ich dieses Jahr zu hören bekomme.

Den ganzen Beitrag lesen »

Kinoorgel für Familien in Leipzig

26. Juli 2008

Am kommenden Sonntag, dem 27. Juli, gibt es um 17 Uhr für Familien Großes Kino im Grassimuseum Leipzig. Das Museum zeigt die restaurierte Kinoorgel von 1931.

Dazu werden historische Kinderfilme gezeigt: Aladin und die Wunderlampe / Kalif Storch, Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger, 1926/1953. Die Veranstaltung ist für Kinder ab ab 8 Jahren geeignet, die Kosten betragen 6 Euro mit/8 Euro ohne Ferienpass.

Mehr bei leipzig-seiten.de oder dem Grassimuseum