Im englischsprachigen Silent Movie Blog gab es kürzlich einen Beitrag That Old Gang of Mine mit wunderbaren Bildern mit den kleinen Strolchen. Darunter auch ein Bild mit Jean Darling, die letztes Jahr in Pordenone war. Ganz süß ist ja das Bild mit Spanky McFarland und Darla Hood auf den Armen von Stan Laurel und Laurel Hardy.
Und wer jetzt gleich Lust bekommt, einen Film der kleinen Strolche zu sehen:
Bei Archive.org gibt es den Film Dogs of War von 1923 zum ansehen:
Vom 17.1. bis 20.1.2008 findet in Bristol das Festival Slapstick 2008 statt. Das Programm wurde jetzt auf der Festivalsite veröffentlicht.
Wer allerdings eine etwas übersichtlichere Terminübersicht sucht, der wird bei Bioscope eher fündig.
Mein persönlicher Favorit ist ja It am 18. Januar. Ich sah den Film vor ein paar Jahren und kann mich zwar nicht mehr an Details erinnern, aber ich weiß noch, das ich damals hoffte mal wieder Gelegenheit den Film zu sehen. Ebenfalls spannend ist sicherlich auch das Interview mit Jean Darling, einem ehemaligen kleinen Strolch. Zumindest war das ähnliche Interview in Pordenone sehr spannend.
Jetzt ist es eine Woche her, seit ich aus Pordenone zurück bin. Welche Eindrücke habe ich mitgenommen? Ich sah jede Menge Stummfilme mit guter Musik, und oft mit hervorragender Musik. Ich schätze, dass ich etwa 1/3 der angebotenen Filme gesehen habe. Mit Jean Darling konnte man wieder einen Menschen erleben, der über seine persönlichen Erfahrungen aus der Stummfilmzeit berichten konnte. Schade das die ebenfalls angekündige Diana Serry Carry (Baby Peggy) aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war, aber sie lies ausrichten, das sie nächstes Jahr wieder kommen will.
Wie jedes Jahr machte ich die Erfahrung, das es komplett unnötig ist Bücher mitzunehmen um Leerlauf zu überbrücken. Es gibt soviel zu sehen, es gibt kein Leerlauf. Und wenn, dann setzt man sich lieber mal ins Café oder Restaurant und läßt es sich gutgehen.
Ich startete dieses Jahr erstmals den Versuch eines Livebloggings vom Festival. Es gestaltete sich schwieriger als ich erwartet habe. Zum einen gab es technische Gründe (der Internetzugang war manchmal etwas schwierig), vor allem gab es etwas Probleme die Zeit zum schreiben zu finden. Insgesamt glaube ich nicht, das ich das so wiederhole. Bei Bioscope gab es auch eine Live-Bericht vom Tag 1 bis zum Tag 5 des Festivals. Nächstes Jahr, sofern ich dann wieder in Pordenone bin, werde ich es wohl ebenso machen. Schade fand ich, dass ich erst zuhause feststellte, das die Bioscope-Macher auch in Pordenone sind, dabei haben sie es frühzeitig angekündigt. Man hätte sich ja mal treffen können.
Nach acht Jahren fand das Festival nicht in Sacile, sondern in Pordenone statt, für mich war es das erste Mal in Pordenone. Es ist ganz angenehm, wenn man mal schnell ins Hotel kann für eine kurze Entspannung. Genutzt habe ich diese Möglichkeit aber kaum. Nur abends war es sehr praktisch gleich ins Bett gehen zu können und nicht erst mit dem Bus zum Hotel fahren zu müssen. Insgesamt war die Atmosphäre in Pordenone nicht so familiär. In Sacile war die Stadt vom Festival geprägt, selbst Bäcker und Schuhgeschäfte dekorierten für das Festival. Sacile empfand ich gemütlicher, die Cafés reizten mehr zum verweilen. Pordenone ist größer, das ist Festival ist sichtbar, aber nicht prägend.
Das Programm dieses Jahr kam mir kleiner als in Sacile vor, wobei es glaube ich eher ein subjektiver Blick war. In Sacile waren die zwei Veranstaltungsorte an zwei Enden der Stadt, in Pordenone an zwei Enden eines Gebäudes. Zugleich war das Programmheft kompakter und zeitlich sortiert. Die Programme in Sacile waren in einer Tabelle und man konnte Terminüberschneidungen leicht erkennen.
Insgesamt wieder ein schönes und interessantes Festival. Wer einen Blick in das komplette Programm werfen will, kann sich das Programm (180KB, 11 Seiten) und das Programmheft (ca. 3MB, 84 Doppelseiten) als PDF downloaden.
Am Nachmittag gibt es ein Gespräch mit Jean Darling. Sie sitzt zusammen mit David Wyatt auf der Bühne im Ridotto del Verdi, einer kleineren Bühne des Theaters in Pordenone.
Es ist faszinierend wie lebhaft und agil sie über ihre Zeit in Hollywood und besonders ihrer Zeit mit den kleinen Strolchen berichtet. Spannend auch ihre Anekdoten und Geschichtchen über Roscoe Arbuckle, Stan Laurel, Greta Garbo, Gary Cooper, Clarke Gable… Read the rest of this entry »
Am nachmittag gibt es vier Filme der kleinen Strolche (Our Gang) zu sehen, einer davon ein Tonfilm. (Praktisch so eine Baby-Waschanlage).
Danach kommt Jean Darling, eine der Darstellerinnen der Strolche auf die Bühne. Erst geht der Vorhang zu, dann wird ein Stuhl vor den Vorhang gestellt, dann wird der Stuhl reingeholt, dann geht der Vorhang auf und Jean Darling begrüßt uns.
David Robinson (Festivaldirektor) bedauert es, das er für Jean Darling nicht mit den Ohren wackeln kann (eine Anspielung auf einen der vorherigen Filme) aber Jean Darling nimmt es ihm nicht krumm.
Danach singt Sie noch drei Lieder, davon eines auf italienisch weil wir ja in Italien sind.
Erzählt hat sie nicht viel, aber es ist noch ein Interview mit Ihr angekündigt, es ist nur noch nicht klar wann und wo es genau stattfinden soll.
Auf meiner Suche nach noch lebenden Stummfilmstars stieß ich auf einige Kinderstars der Stummfilmzeit, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie noch leben oder inzwischen verstorben sind.
Hier eine Liste damaliger Kinderstar, bei denen ich vermute, das sie noch leben, in Klammern jeweils ihr Alter.