Oktober 8th, 2007
Im Abendprogramm kommen zwei Filme aus der Reihe René Clair.
In Paris schläft wartet ein Nachtwächter auf der dritten Plattform auf dem Eiffelturm erfolglos auf seine Ablösung. Als er schließlich nach unten steigt, muß er feststellen, das die Stadt so gut wie leer ist, die wenigen Menschen die es noch gibt schlafen alle und lassen sich nicht wecken. Schließlich stößt er auf eine Gruppe Reisender, die gerade nach Paris flogen. Es folgt schließlich eine amüsante Reise durch das schlafende Paris bis sich schießlich das Rätsel löst.
Danach folgt mit Séraphin ou les jambes nues eine nette Komödie um eine beschmutzte und deshalb ausgezogene Hose.
Beide Filme sind genial von L’Octuor de France begleitet.
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Oktober 8th, 2007
Am nachmittag gibt es vier Filme der kleinen Strolche (Our Gang) zu sehen, einer davon ein Tonfilm. (Praktisch so eine Baby-Waschanlage).
Danach kommt Jean Darling, eine der Darstellerinnen der Strolche auf die Bühne. Erst geht der Vorhang zu, dann wird ein Stuhl vor den Vorhang gestellt, dann wird der Stuhl reingeholt, dann geht der Vorhang auf und Jean Darling begrüßt uns.
David Robinson (Festivaldirektor) bedauert es, das er für Jean Darling nicht mit den Ohren wackeln kann (eine Anspielung auf einen der vorherigen Filme) aber Jean Darling nimmt es ihm nicht krumm.
Danach singt Sie noch drei Lieder, davon eines auf italienisch weil wir ja in Italien sind.
Erzählt hat sie nicht viel, aber es ist noch ein Interview mit Ihr angekündigt, es ist nur noch nicht klar wann und wo es genau stattfinden soll.
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Oktober 7th, 2007
Der späte Abend startet mit einem Stummfilm des 21. Jahrhunderts. Im Film Rent Party (USA, 2006) quält Donald Sosin als Klavierspieler ein Pärchen mit trauriger Klaviermusik. Begleitet wird der Film live von - Donald Sosin.
Danach folgt The Stolen Voice, den Donald Sosin nicht nur am Klavier, sondern auch gesanglich und an den passenden Stellen hustend, begleitet.
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Oktober 7th, 2007
Zur Entspannung in eine sehr volle Veranstaltung. Gezeigt wird The Cook mit Roscoe Arbuckle und Buster Keaton, gefolgt von Pass the Gravy, beide Filme von dem Orchestra della Scuola Media Centro Storica di Pordenone begleitet. 
Das Theater ist sehr voll, es hat viele Pordenoner mit Kindern im Theater. Beide Filme sind nette Slapstick-Komödien. Wer mal nach einer etwas anderen Kleopatra-Szene sucht wird mit Roscoe Arbuckle fündig und wer mal sehen will, wie man am besten Hühner nachmacht sollte sich Pass the Gravy nicht entgehen lassen.
Begleitet werden die Filme von einem Schulorchester, das nach der Vorstellung großen Applaus bekommt - und das nicht nur von Eltern und Geschwistern.
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Oktober 7th, 2007
Heute morgen hat es im Gegensatz zu gestern Sonne, schade nur, das man gleich zum ersten Film ins Dunkle geht. Gezeigt werden Filme aus der neu erscheinenden DVD-Sammlung Treasures III.
Darunter der erste Mafiafilm (?) The Black Hand und ein anderer, von Gewerkschaften unterstützen Film (Labor’s reward, 1925). Wäre mal eine Idee für deutsche Gewerkschaften: Firmen mit Tarifverträgen bekommen das Recht auf ihre Produkte ein Label Gewerkschaftsprodukt zu machen. Und jeder Arbeiter schaut, das nur Produkte mit diesem Label gekauft werden
Ein weiterer Film der Reihe ist der wohl erste Film, der zur Aufführung in Schulen gedacht war. Es handelt sich bei Cost of Carelessness um ein Film zur Verkehrserziehung. Dabei wird eindrücklich vor Autos und Straßenbahnen gewarnt und wie man aufpassen muß. Spannend das es schon damals darum nicht darum ging den Verkehr kindersicher zu machen, sondern die Kinder Verkehrssicher. Auch spannend, das auf die Gefahren der Starßenbahnen und Autos so eingegangen wurde, obwohl damals noch weit mehr Unfälle mit Pferdewagen passierten als mit motorisierten Fahrzeugen. Aber schenbar hat man sich auch damals schon mit üblichen Verlustraten im Verkehr abgefunden, war bloß erstaunt, das es mit dem motorisierten Verkehr nicht besser wurde.
Begleitet sind die Filme von John Sweeney.
Danach folgen drei Filme von Ladislav Starewitch (Animationsfilme mit Insekten, faszinierende Arbeiten, denen man ihren Aufwand ansieht) und mit Rivalen (Harry Piel, 1923) ein längerer Film. Die Filme sind von Gabriel Thibaudeau begleitet.
Nach einer kurzen Mittagspause kommt noch Entr’acte von René Clair. Hätte man das Programm besser gelesen, hätte man gemerkt, das der Film selbst nur 25 Minuten lang ist und davor ein Vortrag folgt. Schade, das man es nicht gelesen hat und sich deshalb kein Empfangsgerät für die Übersetzung ausgeliehen hat. (Zwischentitel und Vorträge werden alle nach italienisch und englisch übersetzt. Die Übersetzung kann man mit kleinen Em pfangsgeräten und Kopfhörer anhören.) Der Film war zumindest interessant und von Barbara Rizzi und Antinio Nimis mit der Originalmusik von Erik Satie begleitet.
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Oktober 6th, 2007
Am Samstag geht es am frühen Nachmittag mit den ersten Filmen beim Giornate del Cinema Muto los. Das Festival startet mit Die Hose (Deutschland 1927, Hans Behrend) begleitet von Phil Carli. Was lernt man in dem Film? Anständige Frauen brauchen nicht schön sein. Insgesamt eine nette Komödie um einen ordentlichen Beamten, dem es äußerst peinlich ist, als seine Frau eine Unterhose (eher ein Unterrock) verliert, der aber nicht bemerkt, wie in der Folge mehrere Männer sehr um seine Frau bemüht sind. Genial die Szene am Schreibtisch, an dem der Beamte nichts macht. Nichts, bis Punkt zwölf. Da packt er sein Vesperbrot aus ißt es und macht - nichts.
Danach folgt Dream Street (USA 1921, Griffith), begleitet von Gabriel Thibaudeau. Viel Action, viel Dramatik, Griffith halt (hab ich schonmal geschrieben, das ich Griffith nicht mag?)
Nach den zwei Filmen wird es zeitlich eng wenn man noch kurz etwas bloggen will (WLAN sei dank) und vor der eigentlichen Eröffnung mit Orphans of the Storm (USA 1921, Griffith) etwas essen will. Es reicht mir gerade so.
Es gibt zur Eröffnung ein paar kurze Eröffnungsreden. Das Teatro Comunale Giuseppe Verdi wird gelobt, Sacile, dem Gastgeber der letzten acht Jahre, wird nochmals gedankt, Festivaldirektor David Robinson bekommt noch eine Medaille überreicht. Danach spricht David Robinson seine traditionellen zwei Worte Welcome Home und begüßt uns alle in SacilePordenone (kleiner Versprecher).
Danach wird der Eröffungsfilm Orphans of the Storm von D.W.Griffith gezeigt (1921). Der Film aus der Zeit der französischen Revolution enthält in über zwei Stunden viel Dramatik und Pathos. Ein echter Griffith (hab ich schonmal geschrieben, das ich Griffith nicht mag?).
Die Begleitmusik wurde 2001 von John Lanchbery komponiert und hervorragend durch das Orchestra Sinfonica del Friuli Giulia, geleitet durch Timothy Brock, gespielt. Ein Genuss!
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Oktober 6th, 2007
Nachdem ich gestern nach einem kurzen Tag in Venedig mit der Bahn weiter nach Pordenone fuhr (4.40€ für etwas über 1 Stunde Fahrt (Bummelzug 1 1/2h), solche Preise hätte ich auch gerne in Deutschland), im Hotel mit Namen gegrüßt wurde (Hab ich was angestellt, das die mich noch kennen? -
Nein, glaub nicht, war einfach schon oft genug da) bin ich heute zum Festivalbüro. Es befindet sich im Palazzo Badini, direkt an der zentralen Piazza Cavour, ca. 200m von dem Teatro Comunale Giuseppe Verdi.
Normalerweise gab es immer zwei Schlangen bei der Registrierung. Eine lange am ”normalen” Registrierungsschalter und eine kurze bei den ”Donors”, das sind Festivalbesucher die freiwillig mehr als den normalen Festivalbeitrag zahlen und dafür garantierte Plätze bei der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung erhalten. Dieses Jahr gab es nur eine Schlange — Bei den Donors.
Keine Köfferchen
Ohhh, schade. Keine Köfferchen. Die letzten Jahre gab es zum Transport des doch umfangreichen Informationsmaterial (Programmheft mit über 150 Seiten, Zeitplan, diverse Flyer…) ein kleines Köfferchen aus Kunststoff-Wellpappe. Dieses Jahr gibt es eine (stabile) Stofftasche.
So, jetzt noch kurz nachfragen wegen Internetverbindung - sollte klappen. Mal schauen, bis wann ich den ersten Blogbeitrag posten kann.
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Oktober 6th, 2007
Ein kleines Vorwort zu den Festivalberichten: Sollte der Eindruck entstehen, ich bin nur zum Spass auf diesem Festival und um es mir gutgehen zu lassen, so ist dieser Eindruck richtig.
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Oktober 5th, 2007
Wenn dieser Beitrag im Blog erscheint, sollte ich gerade auf dem Weg nach Pordenone zum Giornate del cinema muto sein.
Das Hotel ist schon länger gebucht und da die Bahn leider nicht in der Lage war, mir frühzeitig eine Fahrt zu reservieren, fliege ich. In Anbetracht der anstehen Streiks bei der Bahn habe ich da wohl Glück gehabt. Der Flug verursacht 180kg CO2 und damit etwa das zwei-einhalbfache meines Körpergewichts an CO2. (Daten von Atmosfair berechnet. Diese Menge CO2 kann mit einem Klimaschutzprojekt für 9,00 Euro einspart werden).
Falls in der kommenden Woche in diesem Blog nichts kommt, dann hat es mit dem Internetzugang in Pordenone nicht geklappt ;-
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September 30th, 2007
Eigentlich kann man es sich diese Woche fast sparen einen Stummfilm der Woche zu wählen. Kommenden Samstag starten in Pordenone die Giornate del cinema muto.
Ich freue mich schon
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