Mit ‘Filmmuseum München’ getaggte Artikel

Faszination Laterna Magica im Filmmuseum München

Donnerstag, 25. Februar 2010

Im Münchner Filmmuseum gibt es am kommenden Wochenende einige Laterna Magica-Veranstaltungen. Im Programm gibt es drei verschiedene Programme, der Eintritt beträgt 6,– Euro.

Dieses Posting ist übrigens eine kleine Vorschau wie ich mir in Zukunft eine Vorstellung von Stummfilmtermine vorstelle.

Filmmuseum München, München: Zwischen Wunder und Wissenschaft (Laterna Magica)

Bunte Bewegungseffekte, lustige Geschichten, lehrreiche Darstellungen und faszinierende Wandel-Nebelbilder . Darunter Klassiker der historischen Projektionskunst wie die romantische alte Wassermühle im Wechsel der Jahreszeiten und ein grusliger »Danse macabre« auf dem nächtlichen Kirchhof. Ein Programm, das auch für Familien geeignet ist. In einer kurzweiligen Inszenierung werden die Möglichkeiten der Laterna Magica vorgeführt. Nach der Vorstellung beantworten Karin Bienek und Ludwig Maria Vogl Fragen zu den Grundlagen der historischen Projektionskunst.

Filmmuseum München, München: Lichtspiele im Schatten der Armut (Laterna Magica)

Laternbilderzyklen, mit denen das Massenelend der Industrialisierung als brennende soziale Frage inszeniert wurde. Es geht um die schuldlose Armut von Kindern und alten Menschen, aber auch die Stigmatisierung selbstverschuldeter Armut. Die weit verbreitete Flucht aus dem Elend ins ferne Amerika wurde in einem äußerst effektvollen Klassiker der Projektionskunst thematisiert: »Das Auswandererschiff«. Die Gestaltungsformen der historischen Bilder , Texte und Musik wirken ungewohnt und lassen selbst da, wo sie ergreifend wirken, Distanz in der heutigen Betrachtung zu. Dem steht jedoch der wachsende Aktualitätsgewinn ihrer sozialen Thematik gegenüber , von der viele schon gehofft hatten, sie wäre bald nur noch Geschichte.

Filmmuseum München, München: Die Nibelungen aus dem Bayreuther Festspiel (Laterna Magica)

Auf Richard Wagners Wunsch wurde der bekannte Landschaftsmaler Josef Hoffmann damit beauftragt, Gemälde für die Kulissen der Bayreuther Uraufführung von »Der Ring des Nibelungen« herzustellen. Nachdem sich Wagner und Hoffmann überworfen hatten, verkaufte Hoffmann photographische Reproduktionen seiner Gemälde in edlen, ledergebundenen Alben. Der Unterhaltungskünstler Paul Hoffmann übertrug die Fotos auf Lantern-Glasscheiben und kolorierte sie. 1887, nur elf Jahre nach der Premiere des kompletten »Ring«-Zyklus, popularisierte er das nur einem exklusiven kleinen Kreis vorbehaltene kulturelle Ereignis für die breite Masse. Illuminago hat die damalige Laterna Magica Aufführung rekonstruiert und neu inszeniert.

Stummfilmprogramm 2009 des Münchner Filmmuseums

Donnerstag, 12. Februar 2009

Das Filmmuseum München hat kürzlich sein neues Programm vom 20. Februar bis 3. August 2009 fertiggestellt und zusammen mit dem Programmheft im Internet veröffentlicht.

Darunter hat es zum Glück auch wieder einige Stummfilme:
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Metropolis wird restauriert

Freitag, 06. Februar 2009

Letzten August wurden in Argentinien bisher vermisste Szenen aus Metropolis entdeckt, bald darauf gab es erste Grüchte über DVD-Neuerscheinungen in 2009.

Wie jetzt in vielen Zeitungen und Medien be­richtet wird, hat die Restaurierung jetzt be­gon­nen. In enger Zusammenarbeit von Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, der Stiftung Deutsche Kine­mathek, dem Bundesarchiv-Film­archiv, dem Filmmuseum München, dem Deutschen Film­institut, Enno Patalas und anderen Partnern soll die Restaurierung durchgeführt werden.

Ziel soll eine vollständige Fassung für Festival- und Kinopublikum, Fernsehen und DVD sein. Ich bin mal gespannt bis wann es soweit ist und die Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommt den Film komplett zu sehen.

Berlinale 2008 mit Stummfilmprogramm

Donnerstag, 03. Januar 2008

Auf der Berlinale 2008 vom 7.-17- Februar 2008 werden wieder einige Stummfilme gezeigt.

Darunter gleich viermal Buñuels Un chien andalou (Ein andalusischer Hund, Frankreich 1929). Jedesmal mit einer anderen Stummfilmnegleitung.

Am 9.2.2008 wird der Film zusammen mit einem weiteren Meisterwerk des surrealistischen Films, Jean Epsteins La chute de la maison Usher (Der Untergang des Hauses Usher, Frankreich 1928) gezeigt, bei dem Buñuel als Regieassistent mitarbeitete. Beide Filme werden von den niederländischen Musikern Maud Nelissen, Merima Kljuco und Frido ter Beek begleitet.

Am 17.2.2008 begleitet die spanische Grup Instrumental BCN216 gleich dreimal nacheinander Buñuels Debütfilm, jedesmal mit einer anderen Filmbegleitung:

  • Clonic Mutations des katalanischen Musikers Sergio López, eine klangliche „Entmystifizierung“ von Buñuels Klassiker voll schwarzem Humor,
  • Szénario von Mauricio Kagel, eine Filmkomposition von 1981/82,
  • Las siete vidas de un gato von Martín Matalón, eine freie Assoziation von Bild und Klang.

Neben dem andalusischen Hund gibt es noch weitere Stummfilme.

Aus der Pressemitteilung der Berlinale:

Die Retrospektive stellt außerhalb des Buñuel-Programms vier neu restaurierte Stummfilme als Specials vor: Carl Theodor Dreyers Die Gezeichneten (Deutschland 1921) zeigt eindringlich antisemitische Pogrome und revolutionäre Bewegungen im Russland des frühen 20. Jahrhunderts (Restaurierung Danish Film Institute). Für Robert Reinerts Nerven (Deutschland 1919) findet der Kameramann Helmar Lerski beklemmende Bilder für die vom Ersten Weltkrieg traumatisierten Protagonisten (Restaurierung Filmmuseum München). Die Restaurierung von Schatten der Weltstadt (Willi Wolff, Deutschland 1925) durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung macht einen der wenigen erhaltenen Filme mit Ellen Richter, Star des deutschen Sensations- und Abenteuerkinos und Produzentin, wieder zugänglich. Ein weiterer fast vergessener Stummfilmstar, Betty Compson, hat einen großen Auftritt als Belle of Broadway (Harry O. Hoyt, USA 1926) in einem von Sony/Columbia aufwändig restaurierten Film. Maud Nelissen und Joachim Bärenz begleiten die Filme am Klavier.

Nach der Berlinale geht das Programm auf Reisen: Kooperationspartner sind das Österreichische Filmmuseum Wien, das sie im Anschluss präsentiert, und das Filmmuseum München, das die Filme ab März 2008 zeigt. Im Fernsehen begleitet 3sat die Retrospektive ab dem 7. Februar mit der Filmreihe „Der Zauber des Surrealen. Luis Buñuel und die Folgen“.

Stummfilme in München

Dienstag, 07. August 2007

Das Münchner Filmmuseum hat diese Tage sein Programm für die zweite Jahreshälfte 2007 veröffenlicht. Dank der Internationalen Stummfilmtage und einer Reihe zu sowjetischen Stummfilmen hat es auch einige Stummfilme dabei.

Die Übersicht mit Stummfilmen 2007 im Münchner Filmmuseum bei Stummfilm.info wurde inzwischen aktualisiert.

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