Mit ‘Harry Kulzer’ getaggte Artikel

Metropolis auf dem Kino auf der Burg in Esslingen

Samstag, 02. August 2008

Einer der Gründe zu Wahl meines dieswöchigen Stummfilm der Woche war, das ich die Veranstaltung selbst besuchen konnte.

Im Innenhof der Esslinger Burg (eigentlich keine echte Burg, es handelt sich um einen Teil der mittelalterlichen Ver­teidigungs­anlagen der Stadt Esslingen) wurde beim Open Air “Kino auf der Burg” Metropolis gezeigt. Die Veranstaltung begann bei herrlichstem Sonnenschein und warmen Wetter kurz nach acht Uhr mit jazziger Livemusik der Gruppe Banana Jazz Trio. Begleitet von der Musik kann man sich erst mal einen Sitzplatz oder einen Liege­platz auf der Wiese suchen und anschließend die Gastronomie im Burg­innen­hof inspizieren. Mit einem leckeren eritäischen Injera und einem indischen Mango-Lassi gestärkt konnte ich mich auf den Hauptfilm freuen.

Eine Seite der Burgmauer ist von einer Leinwand verdeckt, davor stehen rechts und links je zwei Flügel. Keine Ahnung was geplant war, wenn es angefangen hätte zu regnen, aber vermutlich stan­den irgendwo Zelte zum Schutz der Flügel bereit. Aber zum Glück war es unnötig, das Wetter blieb warm und trocken. So konnte man zwischen dem Blick auf die Leinwand und in den Sternenhimmel wechseln, so manche Strenschnuppe lenkte kurzzeitig vom Film ab. Die Atmosphäre war mal wieder wunderbar und im Gegensatz zu Vorjahren konnte man sich dank Rauchverbot auch an der lauen Nachtluft erfreuen. Das Kino auf der Burg trägt zurecht den Titel Das schönste Kino zwischen Himmel und Erde.

Nach Anmoderation und einen kleinen Vorfilm begann die Haupt­veranstaltung des Abends. Metropolis wurde in der Moderation unter anderem als einziger Film mit dem Unesco-Titel “Welt­dokumenten­erbe” angekündigt – was nicht stimmt, aber da folgt noch ein kurzer Blogartikel.

Wie zu erwarten passt Gottfried Huppertz ‘ Original-Musik aus den 20er-Jahren gut zu dem Film, die zwei Pianisten harmonierten gut indem sie wechselweise Parts übernahmen oder auch im Zusammen­spiel den Film begleiteten. Besondere Spannung hatte das Stück für mich, da es die dritte Vertonung von Metropolis. war, die ich in kurzer Zeit zu hören bekam. Während mir Harry Kulzers Version nicht so gefiel, war ich von Antonio Bras begeistert. Die jetzt gehörte Version gefiel mir auch sehr gut, auch wenn es am Beginn Schwierigkeiten hatte mit Bras Version mitzuhalten. Mit Verlauf des Films konnte die Klavierbegleitung aber gut mithalten.

Am Film faszinierten mich diesmal die fehlenden Szenen, die in der Zwischenzeit wiedergefunden wurden. Ich freue mich schon zu sehen, was in Yoshiwara passiert und welche Bedeutung ‘der Lange’ wirklich hat. In der bisherigen Fassung ist er ja nur eine Rand­figur. Mal schauen, vielleicht gibt es diesen Herbst ein paar der Szenen in Pordenone zu sehen.

Metropolis mit Harry Kulzer im Club Bastion in Kirchheim

Samstag, 26. April 2008

Wie schon mehrfach angekündigt war ich vergangenen Freitag in einer weiteren Metropolis-Vorführung. Diesmal war ich im Club Bastion in Kirch­heim/Teck und konnte Harry Kulzers Musikbegleitung zum Film besuchen.

Der Club Bastion ist ein ehrenamtlich arbeitender kulturell-literarisch-politischer club e. V. in den Gewölben der Bastion, einem Festungsbau von ca. 1500. Man betritt den Club und landet durch einen Gang in einem Raum mit zwei Ebenen. Auf der unteren Ebene ist eine kleine Bühne, davor sind Stühle aufgereiht. Auf der Bühne ist eine kleine Leinwand aufgestellt, im Raum steht ein 16mm Projektor. Auf der oberen Ebene hat es mehrer aufsteigende Reihen mit Sitzen, die alle eine gute Sicht in Richtung Leinwand haben (wenn man nicht gerade das Pech hat einen Teil des Geländers im Blick zu haben).

Der Film wurde in zwei 45 Minuten Teilen gezeigt. Im Vergleich zu der Fassung in Sindelfingen hatte ich vielfach den Eindruck da fehlt was. So war es auch nicht verwunderlich, als in der Pause noch kurz eine Erläuterung der folgenden Handlung kam, weil die fehlenden Teile die Ge­schich­te unverständlich machen. Der Film basiert auf einer Re­kon­struk­tion aus den 50-60er Jahren mit Zensurschnitten der britischen Zensur.

Die Musik begeisterte mich nicht so sehr wie die Vorführung in Sindelfingen. Gerade am Anfang wirkte das Klavier zu sanft für den Film. In der zweiten Hälfte passte die Musik besser, dafür war der Film schlechter. Ich hatte den Eindruck, das Metropolis nicht so gut zum Klavierspiel von Harry Kulzer passt, ich würde ihn aber gerne mal zu einem Lubitschfilm hören.

Jetzt heißt es drei Monate warten und ich kann die dritte Metropolis­auf­führung auf dem Kino auf der Burg in Esslingen berichten.

Metropolis, Metropolis und Metropolis

Montag, 24. März 2008

Schon seit längerem freue ich mich auf eine Metropolis-Vorstellung in Kirchheim/Teck am 18. April. Harry Kulzer führt dort seine Neu­vertonung unter dem Motto Metropolis.Live im Club Bastion auf.

Mit großer Freude entdeckte ich dann kürzlich auf Frank Strobels Internetsite eine Terminankündigung einer Metropolis-Vorführung beim Kino auf der Burg in Esslingen:

31. Juli 2008, Burg Esslingen:
Metropolis, Stummfilm von Fritz Lang (Deutschland 1926), Aufführung der Originalmusik in einer Bearbeitung für zwei Klaviere, Ausführende: Pierre Oser und Frank Strobel

Der Film wurde in dieser Besetzung schon auf den Stummfilmtagen 1999 in Erlangen gespielt.

Und jetzt bekam ich eine Ankündigung der Uraufführung einer Metropolis-Live-Vertonung von Antonio Bras am 12. April 2008 im Pavillon in Sindelfingen. Antonio Bras setzt bei seiner DJing-Live-Performance eine Kombination unterschiedlicher Musiktechniken ein. Musik verschiedener Stile wird angespielt, verfremdet und mit live erzeugten elektronischen Klängen und Kompositionen überlagert.

Mal schauen wieviele Metropolis-Vorstellungen ich demnächst besuchen werde ;)

Stummfilm der Woche 6/2008: Metropolis in Augsburg

Sonntag, 03. Februar 2008

Mein virtueller Wanderpokal Stummfilm der Woche geht diesmal nach Augsburg in das Kulturhaus Abraxas und Harry Kulzer der dort am 9.2.2008 Metropolis begleitet.

Seit 2006 tourt Harry Kulzer mit seiner Neuvertonung von Metropolis durch Deutschland. Die Kritiken lesen sich ganz gut und vielleicht kommt er ja auch mal in meine Reichweite.

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