Mit ‘Kurzfilm’ getaggte Artikel

Stummfilmprogramm bei den 56. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen

Freitag, 19. März 2010

Die 56. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen vom 29. April – 4. Mai 2010 stehen unter dem Motto Vom Meeresgrund: Das Experiment Film 1898-1918. Gezeigt werden, wie das Thema schon vermuten lässt, auch Stummfilme.

Aus der Ankündigung des Veranstalters:

Ein groß angelegtes Kurzfilmprogramm, das aus der Tiefe der Zeit vor 1918 einen wilden Kurzfilmkontinent hebt, dessen ex­peri­men­teller Reichtum und inhaltliche Vielfalt den Zuschauern ein Kino­erlebnis bieten, das mit der heutigen Kino-Erfahrung wenig zu tun hat. Zehn Filmprogramme, Podiumsdiskussion und spezielle Aktionen für Kinder, täglich vom 30. April bis zum 4. Mai.

Dieses Programm möchte das frühe Kino sichtbar und erlebbar machen als eine vergessene, aber hoch aktuelle Produktion und Aufführungspraxis und eine reale Alternative zu Kino und Museum in ihrer gegenwärtigen Form. Aus der Tiefe der Zeit vor 1918 wird ein wilder Kurzfilmkontinent an die Oberfläche der Gegenwart ge­bracht. Das frühe Kino entwickelte partizipatorische und hybride Formen der Aufführung; in den ersten Jahren ohne jegliche Zu­lassungs­beschränkungen, war es bis um 1910 ein gemeinsamer öffentlicher Ort für alle Altersgruppen und Klassen und das erste weltweite Netz: Zum ersten Mal sahen Menschen in vielen Teilen der Welt zur gleichen Zeit gleiche Darbietungen.

Die einzelnen Programme illustrieren die Vielfalt der Experimente: Von den angewandten Farbverfahren, die vom reinen Farblichtspiel bis zu illuminierten Versailles-Fontänen reichten, über die Ent­deckung der Möglichkeiten von Raum und Bewegung bis zur lust­vollen Demontage der Autoritäten in den zahllosen Filmen über rebellische Dienstboten oder unbestrafte böse Buben und Mädchen. Die innovativen Produktionen des damaligen Weltmarktführers Pathé Frères werden ebenso gewürdigt wie die der Konkurrenten Gaumont, Lux und Star-Film oder der italienischen Konkurrenz mit ihren komischen Serien wie Cretinetti.

Mit “Vom Meeresgrund” führen die Kurzfilmtage ihre Recherche für ein imaginäres Kinomuseum weiter, in dem das Museum durch das Kino neu erfunden wird. Die Festivalsituation erlaubt eine zeit­genössische Programmierung dieser Filme, deren Präsentation damals viel eher einer Form frei zugänglicher Ausstellungskunst ähnelte. So öffnet die Begegnung mit dem frühen Film dem Publikum neue Perspektiven auf das Medium Film, die mit der normalen Kino-Erfahrung wenig zu tun haben.

Die Kuratoren
Mariann Lewinsky hat über japanische Avantgarde promoviert und leitet in Bologna seit 2004 das Projekt A Hundred years Ago. Sie kuratiert Festivals und Ausstellungen, restauriert Filme (u.a. Ella Maillart) und lehrt (Universität Zürich).

Eric de Kuyper ist Experimentalfilmer und Autor. Er entwickelt an inspirierenden Orten Kunstperformances mit frühen Filmen in Kombination mit Musik (Imaginaires en context).

Presse- und Blogschau

Mittwoch, 03. Juni 2009

Es ist weiterhin Sommer und mein Gärtchen ruft nach mir!

Entsprechend tut sich auch auf Stummfilm.info und dem Stummfilm-Blog gerade wenig. Aber die Zeit hat jetzt doch gereicht noch eine kleine Presseübersicht zu erstellen. Ich hoffe demnächst kann ich auch mal wieder einen kleinen Rundumschlag bei meiner Terminübersicht machen.

Aber jetzt zu den letzten Meldungen rund um den Stummfilm: (weiterlesen…)

TV-Tipp: Die Verliebten von Pont Mac Donald auf Arte

Dienstag, 12. Mai 2009

Kommenden Freitag, 15. Mai 2009 zeigt Arte um 00.35 Uhr den Kurzfilm Die Verliebten von Pont Mac Donald (Frankreich, 1961, 5mn).

Aus der Ankündigung:

Mit aufgesetzter dunkler Brille sieht ein junger Mann das Leben ziemlich schwarz. Sobald er die Gläser abnimmt, erstrahlt die Welt für ihn und seine Liebste wieder in neuem Licht … Burlesker Stummfilm von Agnès Varda mit Jean-Luc Godard in der Hauptrolle.
[...]
Die Musik zu Agnès Vardas dreiminütigem Stummfilm stammt vom renommierten Filmkomponisten Michel Legrand (geboren 1932), der für seine Musik unter anderem mit drei Oscars ausgezeichnet wurde.

Presseschau

Donnerstag, 19. März 2009

Deutsches Filmhaus Premiere mit “Metropolis”
(Ralf Munser, Frankfurter Rundschau, 06.03.2009)

Zur Eröffnung des Wiesbadener Filmhauses am 1. April.
Mit den schon bekannten Informationen zum Film ‘Metropolis’.

Das Deutsche Filmhaus in Wiesbaden eröffnet am 1. April. Herausragende und einzigartige Werke aus der Geschichte des deutschen Films sollen dann im neuen Herzstück, dem Kino, zu sehen sein.

Zur Eröffnung des Deutschen Filmhauses werden “Schätze deutscher Filmgeschichte” – so der Titel der Ausstellung – gezeigt. Zu sehen sein werden herausragende und einzigartige Werke aus der Geschichte des deutschen Films. Die Materialien stammen aus den Beständen der Murnau-Stiftung. Die Ausstellung wird bis zum 31. Mai immer mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr gezeigt.

Deutsches Filmhaus Wiesbaden – Einblick in Arbeit an Stummfilm-Klassikern
(Hessische Rundfunk, 06.03.2009)

Zur Eröffnung des Wiesbadener Filmhauses am 1. April.

Filminteressierte können dabei zusehen, wie Restauratoren die Stummfilme “Metropolis” und “Die Nibelungen” bearbeiten. Denn am 1. April wird das Deutsche Filmhaus mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

«Filmkonzert» beschert Musik, die sogar die Augen anspricht
(az-web.de, 08.03.2009)

Konzertbericht

Manchmal ist Musik nicht nur ein Genuss für die Ohren. Sie geht tiefer, im Idealfall bis unter die Haut. Dass Musik jedoch den Sehsinn gleich mit anspricht, zeigten Nachwuchsmusiker und bereits etablierte Profis beim Filmkonzert des Aachener Filmforums Kaleidoskop.

In zwei Sektionen waren junge Talente im Alter von zehn bis 17 Jahren dazu angehalten worden, neue Musik zu interpretieren oder eine eigene Vertonung zu Georges Méliès´ Stummfilm «Der wunderbare lebende Fächer» zu komponieren.

Ohne Worte: Rochlitzer qualifiziert sich mit Stummfilm für Bundesfestival
(Jan Leißner, 11.03.2009)

Mit seinem Kurzfilm “Das Diktat der Bilder” hat der Rochlitzer Filmamateur Oliver Weiße die entscheidende Stufe auf dem Weg zum Bundesfilmfestival Spielfilm erklommen. …

“Er hat mir im Prinzip die Antwort auf die Frage gegeben, ob es heute noch möglich ist, Stummfilme zu drehen. Ja, es ist möglich”, erklärte Burkhard Schmidtke, Leiter des Video- und Filmverbandes Sachsen (VFS). D

Zwei Jungen erforschen alles rund um die Zauberlaterne
(Claudia Crodel, 13.03.2009)

mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Georg-Cantor-Gymnasiums in Halle besucht, zum Thema “Der Jesuitengelehrte Athanasius Kircher und die Laterna magica”

Maurice und Ludwig haben die optische Funktionsweise der Zauberlaterne untersucht, selbst verschiedene solcher Apparate gebaut und eine Bastelanleitung entwickelt, wie man aus einfachen Gegenständen wie einem alten Karton, einer Fahrradaufstecklampe, drei Lupen und Klopapier-Papprollen eine Laterna magica bauen kann.

Stummfilm der Woche 31/2008: Laurel und Hardy in Wien

Sonntag, 03. August 2008

Mein Stummfilm der Woche sind diesmal Kurzfilme von Stan Laurel und Oliver Hardy beim Sommerkino im Augarten in Wien. Kom­men­den Mittwoch begleitet Gerhard Gruber die Filme.

Die Wahl dieser Veranstaltung hat drei Gründe: Ich habe schon langen keinen Laurel & Hardy-Film gesehen, noch nie Gerhard Gru­ber live gehört und zur Zeit sind Open Air Veranstaltungen einfach angebracht.

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Shortfilmlivemusic in Dresden

Donnerstag, 31. Juli 2008

Morgen, am 1. August gibt es in Dresden im Rahmen der Filmnächte am Elbufer auch eine Filmkonzert-Veranstaltung. In der Kurz­film­nacht werden Filme live vom Projekt shortfilmlivemusic begleitet. Verschiedenste Kurzfilme werden dabei musikalisch neu interpretiert und präsentiert.

Ein interessantes Projekt – Muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer ansehen.

“Der absolute Film: sechs Kurzfilme” auf Arte

Montag, 30. Juni 2008

Fast hätte ich es verpasst, bin zum Glück aber über einen Artikel bei DVDuell gestpolpert:

Heute Abend zeigt Arte ab 23:55 sechs stumme Kurzfilme. Die Sammlung von Avantgarde-Filmen wurde am 3. Mai 1925 im Berliner UFA-Palast in der Matinee “Der absolute Film” vorgestellt.

Mehr bei Arte

Stummfilm der Woche? Menschen am Sonntag in der Schaubühne Lindenfels

Donnerstag, 26. Juni 2008

Wie es vieleicht schon auffiel, gibt es diese Woche keinen Stummfilm der Woche – was jetzt nicht daran liegt das es nichts gibt, aber ich bin nicht dazu gekommen etwas auszuwählen.

Dann schiebe ich das jetzt mal nach: Menschen am Sonntag am Samstag, 28. Juni 2008, 20:00 in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig.

Neben dem Hauptfilm Menschen am Sonntag werden verschollene Stummfilm­aufnahmen, erste Bilder aus Berlin u. Jonglage, ein Kurzfilm in drei musikalischen Interpretationen gezeigt.

Die Filme werden von den drei DJs Bert the Juggler, D’dread und D Boy begleitet. Grund meiner Wahl ist ist eben die Ver­gleichs­möglichkeit verschiedener Stumm­film­vertonungen – ein Thema das mich sehr fasziniert.

Zu der Veranstaltung hat es bei mephisto9.76 inzwischen einen Beitrag Stummfilm elektrisiert

Und da die Schaubühne Lindenfels in Leipzig in letzter Zeit soviel Stummfilmveranstaltungen hatte, hat sie jetzt eine eigene Seite beu Stummfilm.info bekommen.

‘Der die Tollkirsche ausgräbt’ in der ARD

Sonntag, 04. Mai 2008

Heute abend sendet die ARD um Mitternacht Franke Potentes Kurzfilm Der die Tollkirsche ausgräbt.

Arte-KurzSchluss: Porträt – Serge Bromberg

Donnerstag, 03. April 2008

Gerade habe ich zufällig auf ARTE in das Kurzfilm-Magazin “KurzSchluss – Das Magazin #373” gezappt und das Ende eines Porträt von Serge Bromberg gesehen – Ich habe wohl was verpasst. Aus der Ankündigung von Arte:

Serge Bromberg ist zusammen mit Eric Lang Gründer von Lobster Films, einem französischen Privatarchiv, das inzwischen eine der bedeutendsten Stummfilmsammlungen Europas beherbergt. Besonderes Augenmerk legt man bei Lobster Films auf die Erhaltung und Restaurierung des Nitrofilmerbes. Hier ist es Bromberg gelungen, teilweise spektakuläre Funde – etwa zu Filmen von Georges Méliès – auf Flohmärkten und bei privaten Sammlern zu tätigen. Seine DVD-Reihe “Retour de flammes”, die Kurzfilme aus den ersten Jahrzehnten des Kinos vereint, ist gerade 15 Jahre alt geworden. “KurzSchluss – Das Magazin” nimmt dieses schöne Jubiläum als Anlass, Serge Bromberg nach den 15 wichtigsten Gründen zu fragen, die seine Leidenschaft am Leben halten.

Selbst mit dem kleinen Ausschnitt den ich sehen konnte, war es eine Freude Serge Bromberg zu sehen und seine Begeisterung für Stummfilm zu spüren.

Leider gibt es keine Wiederholungen, im Archiv von Arte hat es auch noch nichts. Vielleicht bekomme ich ja noch Gelegenheit die Sendung im Internet zu sehen.