Mit ‘München’ getaggte Artikel

Stummfilmveranstaltungen in Kalenderwoche 15/2010

Samstag, 10. April 2010

Heute wieder eine Ankündigung von Stumm­film­terminen, für die kommende Kalenderwoche, diesmal für Woche 15/2010 vom 12. April 2010 bis zum 19. April 2010. Wie letzte Woche kam ich auch diesmal nicht dazu auf neuste Aktualisierungen zu prüfen, es sind nur Termine, die schon länger bei mir auf Veröffentlichung warten.

Termine des aktuellen Wochenendes wurden bereits letzte Woche gepostet.

So, und jetzt zu den Terminen der kommenden Woche:
(weiterlesen…)

Faszination Laterna Magica im Filmmuseum München

Donnerstag, 25. Februar 2010

Im Münchner Filmmuseum gibt es am kommenden Wochenende einige Laterna Magica-Veranstaltungen. Im Programm gibt es drei verschiedene Programme, der Eintritt beträgt 6,– Euro.

Dieses Posting ist übrigens eine kleine Vorschau wie ich mir in Zukunft eine Vorstellung von Stummfilmtermine vorstelle.

Filmmuseum München, München: Zwischen Wunder und Wissenschaft (Laterna Magica)

Bunte Bewegungseffekte, lustige Geschichten, lehrreiche Darstellungen und faszinierende Wandel-Nebelbilder . Darunter Klassiker der historischen Projektionskunst wie die romantische alte Wassermühle im Wechsel der Jahreszeiten und ein grusliger »Danse macabre« auf dem nächtlichen Kirchhof. Ein Programm, das auch für Familien geeignet ist. In einer kurzweiligen Inszenierung werden die Möglichkeiten der Laterna Magica vorgeführt. Nach der Vorstellung beantworten Karin Bienek und Ludwig Maria Vogl Fragen zu den Grundlagen der historischen Projektionskunst.

Filmmuseum München, München: Lichtspiele im Schatten der Armut (Laterna Magica)

Laternbilderzyklen, mit denen das Massenelend der Industrialisierung als brennende soziale Frage inszeniert wurde. Es geht um die schuldlose Armut von Kindern und alten Menschen, aber auch die Stigmatisierung selbstverschuldeter Armut. Die weit verbreitete Flucht aus dem Elend ins ferne Amerika wurde in einem äußerst effektvollen Klassiker der Projektionskunst thematisiert: »Das Auswandererschiff«. Die Gestaltungsformen der historischen Bilder , Texte und Musik wirken ungewohnt und lassen selbst da, wo sie ergreifend wirken, Distanz in der heutigen Betrachtung zu. Dem steht jedoch der wachsende Aktualitätsgewinn ihrer sozialen Thematik gegenüber , von der viele schon gehofft hatten, sie wäre bald nur noch Geschichte.

Filmmuseum München, München: Die Nibelungen aus dem Bayreuther Festspiel (Laterna Magica)

Auf Richard Wagners Wunsch wurde der bekannte Landschaftsmaler Josef Hoffmann damit beauftragt, Gemälde für die Kulissen der Bayreuther Uraufführung von »Der Ring des Nibelungen« herzustellen. Nachdem sich Wagner und Hoffmann überworfen hatten, verkaufte Hoffmann photographische Reproduktionen seiner Gemälde in edlen, ledergebundenen Alben. Der Unterhaltungskünstler Paul Hoffmann übertrug die Fotos auf Lantern-Glasscheiben und kolorierte sie. 1887, nur elf Jahre nach der Premiere des kompletten »Ring«-Zyklus, popularisierte er das nur einem exklusiven kleinen Kreis vorbehaltene kulturelle Ereignis für die breite Masse. Illuminago hat die damalige Laterna Magica Aufführung rekonstruiert und neu inszeniert.

Presseschau

Mittwoch, 06. Mai 2009

Aufgrund des Frühlings etwas kurz, verspätet und garantiert lückenhaft: Eine kleine Presseschau zum Thema Stummfilm.

Der Kuss der russischen Lehrerin
(sueddeutsche.de, 24.03.2009)

Das Münchner Filmmuseum zeigt eine neue Reihe sowjetischer Stummfilme

Kulturspiegel: Sechs Jahrzehnte der Jugoslawischen Kinotheke
(Milena Gluvacevic, Radio Serbia, 03.04.2009)

Mit einem reichen und vielfältigen Programm wird die Jugoslawische Kinotheke, eines der größten Filmarchive der Welt, in diesem Jahr sechs Jahrzehnte des Bestehens feiern. Das Jubiläum wird am 6. Juni feierlich begangen – am Tag der ersten Filmprojektion in Belgrad und auf dem Balkan.

Die Jugoslawische Kinotheke nimmt den ersten Platz in der Welt ein, wenn vom Prozentsatz der aufbewahrten Filme bis 1914 die Rede ist, die 70% ausmachen. In anderen Ländern beträgt dieser Satz nur etwa 10%. Im Jubiläumsjahr wird die Kinotheke auch einige DVD-Ausgaben veröffentlichen, mit Werken, die die serbische Kinematografiegeschichte gekennzeichnet haben. Präsentationen der Kinotheke anlässlich des 60. Jahrestags werden auch bei den größten Festivals des stummen Films in Pordenone und Bologna gezeigt.

Sichtbares Zeichen des Aufbruchs für Filmkultur
(Frankfurt.live, 04.04.2009)

Bericht zur Eröffnung des Deutschen Filmhauses und des Murnau-Filmtheaters und
der Ausstellung „Schätze deutscher Filmgeschichte“ bis zum 31. Mai.

9. Darmstädter Residenzfestspiele
(da-imnetz.de, 01.05.2009)

Die Eröffnungsveranstaltung am 24. Juli wird vom Berliner Stummfilm-Pianisten Stephan-Carsten Graf von Bothmer gestaltet, der zum Klassiker „Faust – Eine deutsche Volkssage“ von Friedrich Wilhelm Murnau exklusiv für Darmstadt eine neue Musik komponiert hat

Rückkehr aus der Gruft
(Marianne Kierspel, Kölner Stadtanzeiger, 04.05.2009)

Über einen Filmabend in der Pauluskirche:
Ein Erzähler und vier Musiker umrahmten Jean Epsteins Stummfilm „Untergang des Hauses Usher“.

Auf der Empore unterlegten vier Spieler dem Film Klänge zwischen Musik und Geräusch. Becker (Orgel, Cembalo), Ulrike Leydel (Flöte), Matthias Hudelmayer (Cello) und Volkmar Müller (Sounds) schienen spontan zu Bildern von Sturm und Schrecken zu improvisieren. Auch machten sie Reales hörbar, Schritte, das Ticken der Uhr, Pferdegetrappel. Am Altar trat Jens Zimmer als Erzähler mit Zylinder auf. Er las kurze Abschnitte aus der Poe-Übersetzung von Arno Schmitt (Schmitt schreibt „Ascher“).

Der Film packt, auch wenn er frei mit Poes fantastischen Motiven umgeht. Nachher dankte ein Besucher für den Filmabend und befand: „Ihre Musik hat die Bilder vertieft.“ Das zu überprüfen, wäre einmal interessant: Was leisten Schwarzweißbilder, wenn man sie nicht fürs Ohr verdoppelt? Welche Spannung schaffen Stummfilme ohne akustische Nachhilfe?

Stummfilmprogramm 2009 des Münchner Filmmuseums

Donnerstag, 12. Februar 2009

Das Filmmuseum München hat kürzlich sein neues Programm vom 20. Februar bis 3. August 2009 fertiggestellt und zusammen mit dem Programmheft im Internet veröffentlicht.

Darunter hat es zum Glück auch wieder einige Stummfilme:
(weiterlesen…)

Stummfilm der Woche 36/2008: Panzerkreuzer Potemkin in Schweighofen

Sonntag, 31. August 2008

Für diese Woche habe ich mal wieder Probleme einen Stummfilm der Woche festzulegen. Zum einen ist der “Laster der Nacht” unterwegs (da folgt demnächst noch ein kleiner Artikel), zum anderen beginnen in München die internationalen Stummfilmtage mit Höhepunkten des Bonner Sommerkinos.

Aber mein Stummfilm der Woche führt am 5. September 2008 zum von Chris Jarret begleiteten Panzerkreuzer Potemkin nach Schweighofen. Grund meiner Wahl ist der Film, den ich leider immer noch nicht gesehen habe, zum anderen der Musiker dessen Tonbeispiele sich schonmal vielversprechend anhören.

(weiterlesen…)

Stummfilm der Woche 16/2008: Berlin – Die Sinfonie der Großstadt

Sonntag, 13. April 2008

Eigentlich wäre es naheliegend, das Metropolis mein Stummfilm der Woche wird. Nachdem ich gerade gestern in Sindelfingen Metropolis sah (Bericht folgt noch) und plane den Film diesen Freitag in Kirchheim/Teck im Club Bastion anzusehen. Aber das wäre ja zu naheliegend.

Stattdessen wähle ich Berlin – Die Sinfonie der Großstadt als Stummfilm der Woche. Dort besteht kommende Woche ebenfalls die Möglichkeit zwei Begleitungen zu vergleichen – auch wenn sie etwas weiter auseinander liegen.

Am Mittwoch, dem 16. April 2008 wird der Film um 20:00 in der Tonhalle Düsseldorf gezeigt, am 18. April 2008 wird der Film im KulturLaden Westend in München gezeigt.
(weiterlesen…)

Herr der Ringe als Quasi-Stummfilm

Freitag, 28. März 2008

Jörg Langer berichtet heute in seinem Blog über eine Quasi-Stummfilm­veranstaltung mit dem Herr der Ringe – Die Gefährten in einer Live-Orchester-Version im Münchner Gasteig. Der Film wurde neben den Dialogen und Soundeffekte mit einer Live-Musikbegleitung gezeigt.

Die Besetzung war ziemlich umfangreich. Laut Veranstalter sind es mit Solisten, UniversitätsChor München und die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Ludwig Wicki über 180 Mitwirkende. Jörg Langer berichtet dazu:

Das Orchester war vollbesetzt (auch mit Exoten wie einer Hackbrett-Spielerin), zwischen Orchester und Großleinwand stapelten sich in vier Reihen rund 120 Chormitglieder. Da Herr der Ringe sehr auf Gesänge setzt (meist auf Elbisch, aber auch mal in der Dunklen Sprache oder auf — hmmm — Englisch), reichte das noch nicht, sodass auf der linken Seite der Bühne ein kompletter Zuschauerblock mit weiteren rund 70 Sängern und Sängerinnen aus einem Knaben- und Kinderchor bestückt war. Insgesamt habe ich gut 240 Akteure gezählt, es können auch ein wenig mehr gewesen sein.

Eine schöne Kritik von Jörg Langer die einen neidisch macht, das man nicht dabei war.

Stummfilm der Woche 13/2008: Vom Reiche der sechs Punkte in München

Sonntag, 23. März 2008

Mein Strummfilm der Woche ist diesmal Vom Reiche der sechs Punkte in München am 27.3., live begleitet von Joachim Bärenz.

Der Film beschreibt die Geschichte eines Stahlarbeiter, der sein Augenlicht verliert und sich mit seinem Schicksal als Blinder abfinden muß. Besonders an dem Film interessieren mich die dokumentarischen Bilder aus den Blindenanstalten in Köln, Düren und Neuwied.

Der Film ist bei der Edition Filmmuseum auf DVD erhältlich, ebenfalls von Joachim Bärenz begleitet.

(weiterlesen…)

Stummfilm der Woche 12/2008: Circus in München

Sonntag, 16. März 2008


Mein Stummfilm der Woche ist Chaplins Circus in der Philharmonie München am 19.3.2008. Es handelt sich um eine Aufführung der Originalmusiken von Charles Chaplin durch das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Frank Strobel.

Grund meiner Wahl: Ich habe schon lange keinen Chaplin gesehen und noch nie einen Chaplin-Film mit Live-Orchester.

(weiterlesen…)

Berlinale 2008 mit Stummfilmprogramm

Donnerstag, 03. Januar 2008

Auf der Berlinale 2008 vom 7.-17- Februar 2008 werden wieder einige Stummfilme gezeigt.

Darunter gleich viermal Buñuels Un chien andalou (Ein andalusischer Hund, Frankreich 1929). Jedesmal mit einer anderen Stummfilmnegleitung.

Am 9.2.2008 wird der Film zusammen mit einem weiteren Meisterwerk des surrealistischen Films, Jean Epsteins La chute de la maison Usher (Der Untergang des Hauses Usher, Frankreich 1928) gezeigt, bei dem Buñuel als Regieassistent mitarbeitete. Beide Filme werden von den niederländischen Musikern Maud Nelissen, Merima Kljuco und Frido ter Beek begleitet.

Am 17.2.2008 begleitet die spanische Grup Instrumental BCN216 gleich dreimal nacheinander Buñuels Debütfilm, jedesmal mit einer anderen Filmbegleitung:

  • Clonic Mutations des katalanischen Musikers Sergio López, eine klangliche „Entmystifizierung“ von Buñuels Klassiker voll schwarzem Humor,
  • Szénario von Mauricio Kagel, eine Filmkomposition von 1981/82,
  • Las siete vidas de un gato von Martín Matalón, eine freie Assoziation von Bild und Klang.

Neben dem andalusischen Hund gibt es noch weitere Stummfilme.

Aus der Pressemitteilung der Berlinale:

Die Retrospektive stellt außerhalb des Buñuel-Programms vier neu restaurierte Stummfilme als Specials vor: Carl Theodor Dreyers Die Gezeichneten (Deutschland 1921) zeigt eindringlich antisemitische Pogrome und revolutionäre Bewegungen im Russland des frühen 20. Jahrhunderts (Restaurierung Danish Film Institute). Für Robert Reinerts Nerven (Deutschland 1919) findet der Kameramann Helmar Lerski beklemmende Bilder für die vom Ersten Weltkrieg traumatisierten Protagonisten (Restaurierung Filmmuseum München). Die Restaurierung von Schatten der Weltstadt (Willi Wolff, Deutschland 1925) durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung macht einen der wenigen erhaltenen Filme mit Ellen Richter, Star des deutschen Sensations- und Abenteuerkinos und Produzentin, wieder zugänglich. Ein weiterer fast vergessener Stummfilmstar, Betty Compson, hat einen großen Auftritt als Belle of Broadway (Harry O. Hoyt, USA 1926) in einem von Sony/Columbia aufwändig restaurierten Film. Maud Nelissen und Joachim Bärenz begleiten die Filme am Klavier.

Nach der Berlinale geht das Programm auf Reisen: Kooperationspartner sind das Österreichische Filmmuseum Wien, das sie im Anschluss präsentiert, und das Filmmuseum München, das die Filme ab März 2008 zeigt. Im Fernsehen begleitet 3sat die Retrospektive ab dem 7. Februar mit der Filmreihe „Der Zauber des Surrealen. Luis Buñuel und die Folgen“.