Mit ‘Museum’ getaggte Artikel

Lotte Reiniger Ausstellung in Tübingen

Freitag, 04. September 2009

Passend zu der heute bei absolut medien erscheinenden neuen DVD mit Lotte Reinigers schönsten Filmen:

Seit dem 7. März 2008 gibt es im Tübinger Stadt­museum im Kornhaus eine Dauerausstellung zu Lotte Reiniger, die u.a. den Film Die Abenteuer des Prinzen Achmed produzierte.

Die Scherenschnittkünstlerin zog 1980 nach Det­ten­hausen in der Nähe Tübingens und ver­starb dort am 19. Juni 1981. Ihr Nachlass bildet die Grundlage für die Tübinger Ausstellung.

Die Ausstellung “Die Welt in Licht und Schatten. Lotte Reiniger: Scherenschnitt, Schatten­theater, Silhouettenfilm” ist täglich außer mon­tags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt: 2,50 Euro ermäßigt 1,50 Euro.

Einen Artikel Erzählen mit der Schere zu der Künstlerin und der Ausstellung gibt es von der Eßlinger Zeitung. Eine weitere Aus­stellung zu Lotte Reinigers Arbeiten befindet sich im Filmmuseum Düsseldorf.

Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett, Rü­des­heim/Rhein

Dienstag, 28. Juli 2009

Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett in Rüdesheim/Rhein hat neues zu berichten.

Die Restaurierung der WELTE Kinoorgel ist in der letzten Phase an­gelangt und eine akademische Feier mit der Vorstellung der Orgel ist in Zusammenhang mit dem 40. Jubiläums des Musikkabinetts am 16.10 geplant.

Am 8.11. ist desweiteren ein Tag der offenen Tür mit der Orgel und dem gesamten Museum geplant. Vorausgesetzt natürlich, das bis dahin nichts Unvorhergesehenes geschieht.

Das neu geschaffene Kino wird 62 Sitzplätze erhalten und neben der Hauptattraktion, der WELTE Kinoorgel, sind noch weitere Me­cha­nische Musikinstrumente zur Stummfilmbegleitung vor­gesehen. So sind z.B. ein Philipps Paganini Mod. 10a, und ein Hup­feld Cla­vi­monium auf Lager und harren Ihrer Restaurierung.

Mit imaginären Reisen gegen das Fernweh

Donnerstag, 12. März 2009

Noch bis zum 29. März gibt es im Wiener Museum Karlsplatz eine Ausstellung: “Zauber der Ferne. Imaginäre Reisen im 19. Jahr­hundert“. Gezeigt werden Guckkästen mit den dazu gehörenden Stadt­ansichten, eine Laterna Magica für Nebel­bild­projektionen, Kos­mo­ra­men, Dioramen und der Nachbau eines Kaiser­panoramas mit 25 Stereo­sko­pen aus einer Zeit als das Reisen noch nicht selbstverständlich war.

Einen Eindruck über die Ausstellung vermittelt ein Welt-Artikel. Und wer nicht selbst in die Aus­stellung kann, der kann sich den Katalog zur Aus­stellung bestellen.

Der Eintritt beträgt 6 Euro, Öffnungszeiten sind Dienstags bis Sonntags und Feiertags je 9:00 bis 18:00 Uhr. Details im Internet.

Presseschau

Mittwoch, 04. März 2009

Oberhaching · Chaplin mit Dinner
(Münchner Wochenanzeiger, 25.02.2009)

Veranstaltungsankündigung für den 1.3.2009

Stummfilmrevue im club junges europa
(Backnanger Kreiszeitung, 27.02.2009)

Terminankündigung.

Armchair-Travellers
(Dr. Heike Talkenberger, Damals, Geschichte online, 02.03.2009)

Zu einer Austellung im WienMuseum am Karlsplatz

…Kenntnisse über exotische Welten gewachsen. … Ihnen musste die Phantasie genügen, beflügelt durch …
Laterna-magica-Apparate konnten da ebenso zum Einsatz kommen wie…

Eine attraktive Ausstellung im WienMuseum am Karlsplatz präsentiert noch bis zum 29. März unter dem Titel „Zauber der Ferne. Imaginäre Reisen im 19. Jahrhundert“ eine große Vielfalt von Reiseillusionen. Zu sehen sind neben Guckkästen eine Laterna magica für Nebelbildprojektionen, Kosmoramen und der Nachbau eines Kaiserpanoramas mit 25 Stereoskopen. Plakate und frühe Reisefilme kommen hinzu.

Manoel de Oliveira plant neuen Film
(Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide, 03.03.2009)

Der älteste aktive Regisseur der Welt, der 100-jährige Portugiese Manoel de Oliveira, plant ein neues Filmprojekt.

Sein erstes, 1930 entstandenes Regiewerk, eine Dokumentation über den Fluss Douro, war ein Stummfilm.

‘Jahrmarkt anno dazumal’ in Kommern – Zeitreise für Kirmes-Fans
(Urlaub-im-web.de, 03.03.2009)

Veranstaltungsankündigung 11. bis zum 19. April für den
“Jahrmarkt anno dazumal” im LVR-Freilichtmuseum in Kommern (NRW).

… An die frühen Vorboten des Medienzeitalters erinnert ein “reisender Kino-Salon”, in dem u. a. handkolorierte Stummfilme aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende über die Leinwand flimmern. …

Bewegte Bilder der Vergangenheit: Ein Raunen geht durch den Saal
(suederlaender-tageblatt.de, 04.03.2009)

Veranstaltungshinweis

Wenn am 22. und 29. März der Film “Plettenberg – Kleinod im Sauerland” gezeigt wird, sehen die Zuschauer den Plettenberger Alltag vor 75 Jahren

Nicht nur, dass Prüß die interessantesten 90 Minuten aus den 45 Stunden Material extrahiert hat – er hat den Stummfilm auch vertont

Presseschau

Donnerstag, 05. Februar 2009

Kurt Weill lässt die Puppen tanzen
(Wolfgang Hirsch, Thüringischen Landeszeitung, 29.01.2009)

Zur Festival-Eröffnung steht unter dem Titel “Figura et Anima” eine Kombination aus Figurentheater und Film­konzert auf dem Programm. Das Magdeburger Puppen­theater und Eleven der Berliner “Ernst Busch”-Hochschule interpretieren Weills Ballet chanté “Die sieben Todsünden” szenisch; die Anhaltische Philharmonie Dessau unter GMD Golo Berg begleitet außerdem die Puppenfilme “L´horloge magique” und “La foÞret enchantée” von Ladislas Starewitch, zu denen Paul Dessau die Musik schrieb.

„Museum Nostalgie“ in Höchst – Geräte und Techniken aus dem Alltag unserer Vorfahren
(Manfred Giebenhain, 30.01.2009)

Bericht über das Museum Nostalgie im Höchster Ortsteil Mümling-Grumbach.

Hinzu kommen Mineralien und eine Spielzeugsammlung im Dachgeschoss. Wer wissen will, wie eine Laterna magica funktioniert oder den Klingelton einer der ersten Registrierkassen hören möchte, ist im Nostalgiemuseum richtig.

Melancholiker erzeugt Heiterkeit
(Klaus Fricke, 31.01.2009)

Bericht über eine Kinotheaterstück „Der Filmerzähler” von Mark Spitzauer im Cink k in Oldenburg.

Die Stimme der Stummen heißt Heinz. Heinz Rummel, um genau zu sein. [...] Auf jeden Fall ein Name, der Bilder erzeugt. Was Wunder also, dass Heinz Rummel einen ganz besonderen Beruf hat. Er ist Filmerzähler. Heinz Rummel erzählt, interpretiert und philosophiert über Stummfilme. Live und unmittelbar während der Vorführung.

Lieber Staunen als Leiden
(derstandard.at, 01.02.2009)

Interview von dem österreichischen Filmemacher Siegfried A. Fruhauf.

derStandard.at: Warum ist keine deiner Arbeiten auf YouTube zu finden?

Fruhauf: [...]
Man spricht bei digitalen Bildmedien von immer mehr Leistung und immer noch höheren Pixelzahlen, dabei wird die Qualität immer schlechter. Auf YouTube hast du nur noch 15 statt 25 Bilder pro Sekunde – das ist retro: Stummfilme sind damals auch mit 16 Bildern gelaufen. Das wäre zum Beispiel ein Ansatzpunkt, um mit YouTube zu arbeiten.

Duo spielt Charlie Chaplin
(szon.de, 04.02.2009)

Ankündigung einer Musikveranstaltung am Donnerstag, 5. Februar im Alten Schlachthof, Sigmaringen

Presseschau

Samstag, 31. Januar 2009

The Fall of the House Usher
(Orden des Leibowitz, 19.01.2009)

Hinweis auf eine 12min-Verfilmung von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte “Der Untergang des Hauses Usher”.

Kunstformen klug vereint – Ensemble Horizonte begibt sich zurück in das Jahr 1908
(Udo Stephan Köhne, Mindener Tagblatt, 24.01.2009)

Bericht über ein Filmkonzert.

… und cut! Todesbilder im Film – Eine Ausstellung des Filmmuseums Düsseldorf
(kulturkurier.de, 25.01.2009)

Über die Ausstellung … und cut! Todesbilder im Film und
die Einflüsse, die aus den klassischen Künsten in die Todesbilder des Films einfließen.

Die Faszination der großen Leinwand
(Manfred Gallo, Badische Zeitung, 26.01.2009)

Artikel über Freiburgs Kino-Geschichte.

Hommage-Abend mit dem Filmorchester im Nikolaisaal
(Matthias Müller, Märkische Allgemeine, 26.01.2009)

Bericht über ein Chaplin-Abend im Nikolaisaal (Potsdam)

Guckkästen und Panoramen – Mit imaginären Reisen gegen das Fernweh
(Welt.de, 28.01.2009)

Zauber der Ferne: Eine Ausstellung in Wien informiert über die Anfänge des Reisens. Wer sich im 19. Jahrhundert keine luxuriösen, echten Reisen leisten konnte, gab sich mit Laterna-Magica-Vorstellungen, Dioramen oder in Vergnügungsparks zumindest einer gewissen Reise-Illusion hin.

Olga Desmond – Preußens nackte Venus
(aviva-berlin.de, 29.01.2009)

Informationen zu einer Ausstellung zur (Nackt-)Tänzerin Olga Desmond (1890-1964)
im “Verborgenen Museum“, Berlin.

Olga Desmond wirkte auch in diversen Stummfilmen mit.

Kino heute und gestern – Tag der offenen Tür im Biberacher Sternenpalast

Samstag, 17. Januar 2009

Wie die Schwäbische Zeitung berichtet kann man morgen beim Tag der offenen Tür im Biberacher Sternenpalast einen Blick hinter die Kulissen des Kinobetriebs werfen und im Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg in 100 Jahre Kinogeschichte eintauchen.

Aus dem Bericht:

Vom ersten Biberacher Kino, das sein Großvater Gottlob Friedrich Erpff 1912 eröffnete, erzählt er [Adrian Kutter] dann, zeigt auf die Originaltüren, den Aushangkasten mit Programmen aus dieser Zeit, erzählt von Protesten gegen den Tonfilm und Klavierspielern, die die Stummfilme begleiteten. Historische Bildmaschinen aus der Frühzeit des Films präsentiert er stolz, zerlegbare Projektoren der Wanderkinos, kleine Schmalfilm- und große Kinoprojektoren, der jüngste aus den 50er-Jahren – “die laufen noch alle, das ist fantastisch” – ,
[...]
Einer der Höhepunkte des Museums, das Ende vergangenen Jahres in den Sternenpalast einzog: die Sammlung von mehr als 100 Kameras im Obergeschoss des Kinos. Auch eine “Laterna Magica” gibt es hier und eine Holzkamera aus dem Jahre 1912.

Vergangenes Jahr zogen Schätze der Filmgeschichte in den Biberacher Sternenpalast und bilden den Grundstock des “Kino- und Filmmuseum Baden-Württemberg”. Wenn man mal nach Biberach kommt, dann lohnt sich ein Besuch des Museums. Mehr zum Museum in einem Beitrag des SWR vom letzen Dezember.

Vermisste Szenen aus „Metropolis“ wiederentdeckt

Mittwoch, 02. Juli 2008

Wie berichtet wird entdeckte Paula Félix-Didier, die Museumsleiterin des Museo del Cine in Buenos Aires die Metropoliskopie, die 1928 nach Argentinien kam. Der Verdacht, das der Film bisher fehlende Szenen enthält kam vom Leiter der Filmabteilung des Museums für Lateinamerikanische Kunst:

Er hatte von dem Leiter eines Cineclubs gehört, der sich vor Jahren darüber gewundert hatte, wie lange die Vorführung dieses Films dauerte. Gemeinsam untersuchten Paula Félix-Didier und ihr Exmann den Film in ihrem Archiv – und entdeckten die vermissten Szenen.

Die ersten Berichte von Metropolis-Exporten lesen sich sehr spannend – ich bin mal gespannt, wann man die ersten Szenen sehen kann.

Das Zeitmagazin hat Fotos veröffentlicht, leider scheint es aktuell einen Fehler in der Darstellung zu haben. Morgen soll mehr über diesen Krimi der Filmgeschichte im ZEITmagazin erscheinen. Praktisch das ich gerade ein Probeabo laufen habe ;)

Stummfilm der Woche 25/2008: 20.000 Leagues under the sea

Montag, 16. Juni 2008

Mein Stummfilm dieser Woche ist 20.000 Leagues under the sea am kommenden Mittwoch. Eunice Martins begleitet den Film im Museum für Naturkunde in Berlin.

Die Verbindung des “wissenschaftlichen” Themas des Films und dem Ort der AUfführung ist den auch der Grund meiner Wahl. Wer keine Gelegenheit hat den Film mit Livemusik zu sehen, der kann sich auch einen Online einen Eindruck des Films machen.

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Stummfilme vernichtet…

Donnerstag, 05. Juni 2008

Die Wolfhager Kreisbildstelle vernichtete kürzlich weit mehr als 1000 Filme, darunter auch gut 150 Stummfilme.

Nötig war die vernichtung, da es für die alten Filmstreifen keinen Platz und auch keinen Bedarf mehr gab.

Die Lehrer mieden die schwer zu bedienenden und reparaturanfälligen Filmprojektoren. Videos und DVDs, deren Inhalte per Beamer groß an die Wand geworfen werden, sind im Unterricht inzwischen Standard.

Ich kann ja gut verstehen, das die Kreisbildstelle diese Altlast loswerden wollte. Und böses kann man Ihnen auch nicht unterstellen, so heißt es in der Pressemeldung ja auch:

Listen mit allen Wolfhager Filmtiteln seien den Schulen im Landkreis zugeschickt worden mit dem Angebot, sich Filmrollen als Dauerleihgabe zu sichern. Wegen geltender Verleih- und Veröffentlichungsrechte sei ein Verschenken oder Verkaufen ausgeschlossen gewesen.

Ich kann ja auch akzeptieren wenn der Medienstellenleiter sagt:

Medienstellenleiter Schwabe sieht das Ganze leiden­schafts­los: “Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen und kein Museum. Unsere Hauptaufgabe ist Fortbildung und die Versorgung von Schulen mit Medien.”

Aber warum wurde es nicht für nötig befunden einfach mal ein Filmarchiv zu fragen, ob die da Auf­bewahrens­wertes finden? Zumal es zumindest nach dem ehemaligen Leiter Wolfgang Hasper einiges spannendes zur Geschichte des Unterrichtsfilms enthielt.