Mit ‘Scherenschnitt’ getaggte Artikel

Lotte Reiniger Ausstellung in Tübingen

Freitag, 04. September 2009

Passend zu der heute bei absolut medien erscheinenden neuen DVD mit Lotte Reinigers schönsten Filmen:

Seit dem 7. März 2008 gibt es im Tübinger Stadt­museum im Kornhaus eine Dauerausstellung zu Lotte Reiniger, die u.a. den Film Die Abenteuer des Prinzen Achmed produzierte.

Die Scherenschnittkünstlerin zog 1980 nach Det­ten­hausen in der Nähe Tübingens und ver­starb dort am 19. Juni 1981. Ihr Nachlass bildet die Grundlage für die Tübinger Ausstellung.

Die Ausstellung “Die Welt in Licht und Schatten. Lotte Reiniger: Scherenschnitt, Schatten­theater, Silhouettenfilm” ist täglich außer mon­tags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt: 2,50 Euro ermäßigt 1,50 Euro.

Einen Artikel Erzählen mit der Schere zu der Künstlerin und der Ausstellung gibt es von der Eßlinger Zeitung. Eine weitere Aus­stellung zu Lotte Reinigers Arbeiten befindet sich im Filmmuseum Düsseldorf.

Presseschau

Sonntag, 23. August 2009

Erzählen mit der Schere
(Christine Wawra, Eßlinger Zeitung, 15.08.2009)

Über Lotte Reiniger, ihre Scherenschnittkunst und eine Dauerausstellung in Tübingen.

Ganz großes Trickfilm-Kino: Lotte Reiniger setzte Silhouetten in Bewegung – Stadtmuseum Tübingen widmet der Künstlerin eine Dauerausstellung

Lemeh42 – Alice and the Possible Cities – Directors Lounge Screening
(richfilm, 16.08.2009)

Über eine Video-Veranstaltung am 20.8. in Berlin.

Lemeh42, ein Künstlerpaar aus Senigallia, Italien, zeigen ihre Videoarbeiten [...]
und auch das Treatment der Videos auf die Stummfilme und die Wunder des frühen Kinos.[...]

Bonner Sommerkino feiert Jubiläum: Ausreichend Material für die Zukunft
(Ulrike Strauch, General Anzeiger, 18.08.2009)

Über das Bonner Sommerkino und deren Mitbegründer Stefan Drößler.

Für den Erfolg der Stummfilmtage seit mittlerweile fast 20 Jahren hat Drößler eine ebenso einfache wie überzeugende Erklärung: “Die meisten Festivals dieser Art halten gerade ein paar Jahre durch, weil gleich zu Beginn die absoluten Klassiker wie ,Metropolis’ oder auch ,Nosferatu’ gezeigt werden, dann die weniger bekannten und so fort. Wir haben das von Anfang an anders angelegt, und das hat sich, glaube ich, auch ganz gut bewährt.”

Kinoorgel für Familien in Leipzig

Samstag, 26. Juli 2008

Am kommenden Sonntag, dem 27. Juli, gibt es um 17 Uhr für Familien Großes Kino im Grassimuseum Leipzig. Das Museum zeigt die restaurierte Kinoorgel von 1931.

Dazu werden historische Kinderfilme gezeigt: Aladin und die Wunderlampe / Kalif Storch, Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger, 1926/1953. Die Veranstaltung ist für Kinder ab ab 8 Jahren geeignet, die Kosten betragen 6 Euro mit/8 Euro ohne Ferienpass.

Mehr bei leipzig-seiten.de oder dem Grassimuseum

Bericht aus Saarbrücken: Die Abenteuer des Prinzen Achmed

Freitag, 13. Juli 2007

Wie bereits angekündigt hatte ich letzten Samstag mal wieder die Gelegenheit eine Stummfilmveranstaltung anzusehen (eigentlich frustrierend, soviel Termine zu sammeln und dann nicht selbst hingehen zu können).

Zum Kino: Das Kino 8 1/2 ist in Saarbrücken im Nauwieser Viertel, erreichbar über einen Hinterhof. Nach der Eingangtür steht man direkt im Vorführraum und kann an einer kombinierten Kinokasse/Theke Karten und Getränke kaufen. Die Sitze sind absteigend angeordnet (sehr praktisch für etwas kleinere Menschen wie mich, man sieht auch noch etwas, wenn vor jemand vor einem sitzt). Der Raum selbst ist in ein ehemaligen Kellerraum, die Wände bestehen aus schwarz gestrichenen roh behauenen Steinen. Insgesamt ein gemütliches und praktisches Kino ohne viel Schnickschnack.

Instrumente und Musiker finden neben der Theke/Kasse genügend Platz. So hat man zwar keine Möglichkeit während des Films die Musiker zu sehen, aber man hört die Musik gut von hinten.

Der Film: Die Abenteuer des Prinzen Achmed ist ein Scherenschnittfilm vom Lotte Reiniger. Lotte Reiniger produzierte den Film 1923-1926 mit sechs Assistenten. Figuren und Hintergründe der Szenen wurden mit der Schere aus schwarzem Papier ausgeschnitten, Figuren mit beweglichen Gliedmaßen versehenen und dann Bild für Bild als Silhouetten vor einer Lichtquelle abgefilmt.

Ein böser Zauberer bietet dem Kalifen von Bagdad ein fliegendes Pferd an. Prinz Achmed, der Sohn des Kalifen, wird auf das fliegende Pferd gelockt und ein lange abenteuerliche Reise beginnt. Auf der Zauberinseln von Wak Wak verliebt er sich in die Fee Pari Banu und nimmt sie mit auf die weitere Reise. Aus Rache entführt der Zauberer die Fee und schenkt sie dem Kaiser von China, während Prinz Achmed an einen Berg gefesselt wird. Eine gute Hexe aus dem inneren des Berges befreit Achmed und hilft ihm, Pari Banu zu retten. In weiteren Abenteuern wird die Fee von Dämonen aus Wak-Wak entführt. Mit Hilfe der Hexe der Flammenberge und Aladins Wunderlampe gelingt es Achmed am Ende, Pari Banu zu befreien und sie als seine Frau heimzuführen.

Die Aufführung war leider schlecht besucht, dafür war die Stimmung umso besser. Der Film fängt mit seiner Technik die märchenhafte Atmosphäre der Handlung sehr gut ein. Die Geschichte selbst fand ich nicht so gelungen, ich hatte den Eindruck es wurde versucht aus verschiedenen Märchen Teile zu entnehmen und irgendwie zu verbinden. Mit China wurde dann noch ein weiterer exotischer Handlungsort eingebunden, wobei der chinesische Kaiser mit einer der lustigsten Charaktere war. Der Film erweckt den Eindruck es steht weniger die Handlung, als vielmehr die Möglichkeit der Darstellung im Vordergrund (was es ja auch tut). Sehr gut gefallen haben mir auch die Zwischentitel, irgendwie fand ich mich an arabische Buchstaben erinnert, ohne das es aufdringlich ‘arabisiert’ wurde.

Die Musik: Es spielten neben Jörg Abbing (Klavier) zwei Studenten des Fachs Improvisation der Hochschule für Musik Saarbrücken. An diesem Abend war es eine Klarinettistin und ein Percussionsist. Piano und Klarinette bildeten eine schöne Klangkulisse für den Film, die Percussion harmonierte leider nicht so gut mit den anderen Musikern, versuchte aber auch nicht sich in den Vordergrund zu schieben. Insgesamt war es eine schöne und passende Musik, mir gefiel die Veranstaltung.

Stummfilm der Woche 27/2007: Die Abenteuer des Prinzen Achmed in Saarbrücken

Sonntag, 01. Juli 2007

Mein Stummfilm dieser Woche ist Die Abenteuer des Prinzen Achmed im Kino 8 1/2 in Saarbrücken. Der Film wird am kommenden Freitag und Samstag gezeigt. Begleitet wird der Film von einer Improvisationsklasse von Jörg Abbing.

Grund meiner Wahl ist zum einen die Technik des Scherenschnittfilms, einer Sonderform des Animationsfilms, die ich bislang noch nocht bewundern konnte. Hauptgrund meiner Wahl ist allerdings, das ich die begründete Hoffnung habe, den Film wirklich zu sehen und nicht nur hier vorzustellen ;-)

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