Mit ‘Stuttgart’ getaggte Artikel

Neckarwestern im 23. Stuttgarter Filmwinter

Donnerstag, 14. Januar 2010

Vom 21. – 24. Januar 2010 findet in Stuttgart der 23. Stuttgarter Filmwinter statt. Das “publikumswirksame Forum der Film- und Kunstavantgarde” bietet dabei am 23. Januar auch etwas für Stummfilmfreunde.

Unter dem Motto “Rhapsodie in Blei – Geschossen wird ab Mitternacht” werden Neckarwestern aus Heidelberg gezeigt.

Gezeigt wird Bull Arizona – Der Wüstenadler, ein ca. 50 Minuten langer Film von Phil Jutzi und Horst Krahé (1919). Astrid Beyer führt in den Film und die Geschichte der Westernfilme aus Heidelberg ein.

22. Stuttgarter Filmwinter

Sonntag, 11. Januar 2009

Vom 22.-25. Januar gibt es in Stuttgart erneut einen Filmwinter. Mit dabei auch ein Stummfilm.

In der „Borschtsch-Rolle“ mit russischen Ex­perimental­filmen zeigt das Haus des Dokumentar­filmsDer Mann mit der Kamera“ von Dziga Vertov. Dr. Kay Hoffmann führt in den Film ein, das ganze findet am Samstag, 24. Januar um 16:00 Uhr im Filmhaus Stuttgart statt.

Wer schon vorab mehr zum Film wissen will, der kann sich sehr gut im Über-Setzer-Logbuchs informieren.

Stummfilmtage Stuttgart

Mittwoch, 05. November 2008

Kaum hat man mal keine Zeit – schon hat es Stummfilme bei sich ums Eck. Mit Müh und Not konnte ich mir Zeit freischaufeln um vergangenen Sonntag in der Johanneskirche in Esslingen in Der Golem, wie er in die Welt kam zu gehen, jetzt bin ich über Trueten.de auf weitere Termine in Stuttgart gestossen:

Gestern lief im Stuttgarter Merlin unter dem Motto Meidet den Tonfilm, Stummfilmtage im Merlin der russische Stummfilmklassiker Panzerkreuzer Potemkin. Und der Film wird die folgenden drei Dienstage wiederholt! Und ich kann jetzt schauen, wie ich die Möglichkeit finde mir den Film an­zu­sehen.

Der Eintritt ist frei, zur Musikbegleitung habe ich noch keine Informationen.

Nachtrag
Wenn man sich das PDF-Programm ansieht ändert sich das Programm, Panzerkreuzer Potemkin wird nur einmal gezeigt. Für die folgenden Dienstage gibt es:

  • Dienstag, 11.11. 20:00 Uhr: Metropolis
  • Dienstag, 18.11. 20:00 Uhr: Das Cabinet des Dr. Caligari
  • Dienstag, 25.11. 20:00 Uhr: Die Weiße Hölle vom Piz Palü

Stummfilm der Woche 19/2008: Tabu in Freiberg und Leipzig

Sonntag, 04. Mai 2008

Dieses mal ist die Wahl des Stummfilm der Woche wieder etwas schwierig. Zum einen startet diese Woche ein Stummfilmfestival in Anères, in Bad Ischl wird eine interessante DVD vorgestellt und letztendlich wird in Stuttgart ein Stummfilm mit Weinverkostung gezeigt.

Aber nachdem ich kürzlich den direkten Vergleich zweiter Metropolis-Aufführungen hatte, entscheide ich mich für meinen Stummfilm der Woche ebenfalls für ein “Doppelpack”. Kommenden Montag wird der Film Tabu in Freiberg gezeigt, am Mittwoch in Leipzig.

Während die Veranstaltung am Montag in Freiberg eine mir schon bekannte Vertonung von Violeta Dinescu ist die Klavierbegleitung von Tilo Augsten für mich unbekannt. Es wäre sicherlich interessant die zwei Vertonungen vergleichen zu können.

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metropolis-live.de ist überarbeitet

Sonntag, 04. Mai 2008

Wie schon berichtet begleitet Antonia Bras Metropolis mit einer Neu­vertonung. Seine Internetseite metropolis-live.de ist jetzt über­arbeitet und bietet Informationen über ihn und seine Musik.

Der nächste Termin ist auch schon bekannt: 18. Oktober, 20:00 und 23:00 in Stuttgart im Römerkastell, weitere Termine werden wohl noch folgen. Ein Besuch der Veranstaltung lohnt sich!

Gehörgang ins Auge

Sonntag, 13. April 2008

Das Stuttgarter Ensemble ascolta hat ein Stummfilmprogramm unter dem Titel Gehörgang ins Auge.

In dem Programm werden Kurzfilme von Meistern des frühen experimentellen bzw. dadaistischen Films (Hans Richter, Oskar Fischinger, Viking Eggeling und Walter Ruttmann) mit einer Musik begleitet, die explizit nicht als Begleitung erscheinen soll. Vielmehr sollen gleichwertige und ergänzende musikalische Gegengewichte geschaffen werden. Visuelles und Akustisches treten in einen Dialog oder gar Wettstreit.

Auf ihrer Internetseite hat es auch ein paar kurze Videosequenzen der gezeigten Filme mit denen man sich einen kurzen Eindruck verschaffen kann.

Vor wenigen Tagen wurde das Programm in Mainz gezeigt, Leipzig folgt am 4. Juli, in Dresden wird das Programm am 3. Oktober gezeigt.

Der müde Tod in Stuttgart

Sonntag, 13. Januar 2008

Wie angekündigt lief vergangenen Sonntag in Stuttgart Der müde Tod. Jetzt die versprochene Bericht.

Zum Ort Markuskirche StuttgartDer Film wurde in der Markuskirche gezeigt. Der Kirchenraum ist in einem Tonnengewölbe, die Projektionsfläche ist vor dem Altar aufgezogen. Im hinteren Bereich steht der Projektor, was zumindest für meinen Sitzplatz bedeutete, während des Films immer die Projektorgeräusche zu hören.Projektor (Selber schuld, wäre ich früher gekommen, hätte ich mir einen besseren Platz suchen können).

Zur Veranstaltung Die Veranstaltung startet mit einer kleinen Einführung zu der Veranstaltung im Rahmen des Jubliäumsprogramm 2006/2008 – 100 Jahre Markuskirche Stuttgart. Der Kirchenbau dauerte von 1906-1908, somit wurde das Jubiläum auch zwei Jahre gefeiert. Eigentlich wollte man einen Stummfilm aus diesen Jahren zeigen, fand aber keinen geeigneten abendfüllenden Film. Statt dessen wurde Der müde Tod von 1921 gezeigt. Da die Veranstaltung zum einen teuer, zugleich für die Besucher aber kostenlos ist, wird angekündigt, das am Ende um eine Spende gebeten wird. Es wird der Wunsch geäußert es möge viel rascheln. Für die aus technischen Gründen notwendige Pause wird ein kleines Buffet im Hinterraum angekündigt.

Die Aufführung Im Vorfeld wurde mitgeteilt, das die Projektionisten den ganzen Tag versuchten die Leinwand optimal und vollständig für den Film zu nutzen. Leider mißlang es etwas, der linke Rand des Films ist leider abgeschnitten, von einzelnen Zwischentiteln fehlen links bis zu drei Buchstaben. Erfreulich ist der gute Besuch, die Kirche ist gut gefüllt. Die Reihen sind gefüllt ohne überfüllt zu sein.

Zum Film Ich habe den Film schon einmal gesehen und hatte ihn vage als eher schlecht in Erinnerung. Aber es scheint sich damals eher der falsche Ort für diesen Film gewesen zu sein, für Open Air und laue Sommernächte scheint der Film weniger geeignet. In einer Kirche und zu Orgelmusik passt er deutlich besser, ich war vom Film positiv überrascht. Die Rahmenhandlung des Films handelte in einem Ort, in dem ein Fremder neben dem Friedhof ein Grundstück kaufte. Es zeigt sich, das es der Tod ist, der dort seine Arbeit erledigt. Alse er den Verlobten einer Frau zu sich nimmt, versucht diese ihn zu retten, weil Liebe stärker als der Tod ist. Der Tod versucht sie davon zu überzeugen, das es unmöglich ist, gibt ihr aber eine Chance. In drei Episoden bekommt sie die Gelegenheit ein Leben zu retten, scheitert aber jedesmal. Bei diesen drei Episoden bekommt man den Eindruch, sie entstanden unter der Aufgabenstellung Wie kriegen wir möglichst unterschiedliche Kulissen und Kostüme in einem Film unter?. So wird man ins Italien (Venedig?) der Renaissance, nach Arabien und nach China geführt. Am Ende scheitert die Frau, wird aber im Tod doch mit ihrem Bräutigam vereint.

Einige der Szenen kamen mir bekannt vor, es scheint mir, das der Film Die Abenteuer des Prinzen Achmed diesem Film einige Anlehnungen genommen hat.

Zur Musik Als der Film startet bin ich erst mal etwas erstaunt, die Orgel von vorne zu hören, aber das ist eine der Besonderheiten der Markuskirche: Die Orgel ist hinter dem Altar.

Der Organist kann an dem Film den Abwechslungsreichtum seines Instruments zeigen, die verschiedenen Episoden bieten eine gute Gelegenheit verschiedene Musikstile zu verwenden. Insgesamt war es solide gespielte und zum Film passende Musik. Streckenweise hätte ich etwas mehr experementierfreude gewünscht, aber mir gefiel es auch so.

Stummfilm der Woche 1/2008: Der müde Tod in Stuttgart

Dienstag, 01. Januar 2008

Nicht nur, daß ich zum Jahresende nicht mehr dazu kam, den Stummfilm der Woche zu küren, starte ich das neue Jahr auch etwas verspätet.

Mein Stummfilm der Woche ist diesmal Der müde Tod in der Markuskirche in Stuttgart. Grund: Ich habe die starke Hoffnung, daß ich am 6. Januar Zeit finde und selbst die Veranstaltung besuchen kann. Das wäre dann der erste Stummfilm in einer Kirche und mit Orgelbegleitung.

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Stummfilm der Woche KW18/2007: Panzerkreuzer Potemkin

Sonntag, 29. April 2007

Mein Stummfilm der Woche findet diesmal wieder in Stuttgart statt. Die Auswahl fiel mir relativ einfach. Die Göttinger Stummfilmtage habe ich schon gebloggt und bei dem Stuttgarter Termin ist der persönliche Ärgerfaktor am größten. Da ist mal ein toller Stummfilmtermin um die Ecke, und ich kann nicht hin! (Aber es gibt auch wichtigeres als Stummfilm und so hält sich mein Bedauern in Grenzen)

Am Montag, 30. April 2007 begleiten die Stuttgarter Philharmoniker unter der Gabriel Feltz in der Liederhalle Stuttgart den Film Panzerkreuzer Potemkin.

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Geierwally

Freitag, 06. April 2007

Wie schon beim Stummfilm der Woche 14/2007 angekündigt, hatte ich mal wieder die Gelegenheit selbst einen Stummfilm anzusehen.

Gestern war ich in Geierwally im kommunalen Kino Stuttgart und durfte eine leider nur mässig besuchte Vorstellung ansehen, das Kino war ca. zu einem Viertel gefüllt.

Nach einer Einführung von Hans-Otto Borchers begann der Film, die Musiker Nico-Jan Beckers (Akkordeon) und Auke Reuvers (Klarinette) konnten ihr Können beweisen.

Zum Film

Geierwally basiert auf einem erfolgreichen Heimatroman von Wilhelmine von Hillern aus dem Jahre 1875. Regie führte Ewald André Dupont, Henny Porten spielte die Geierwally. Erzählt wird die reale Geschichte der Anna Stainer-Knittel (1841-1915).

Die Bauerntochter Walburga (Wally) Stromminger verweigert sich dem Zwang des Vaters, den Nachbar-Bauern zu heiraten, da sie den “Bärenjosef“ liebt. Ihr Vater verbannt sie daraufhin auf die Hochalm in die eisige Welt der Gletscher.

Nach des Vaters Tod kehrt Wally zurück und ist die neue Herrin des Hofs. Als sie eine andere Frau an Josefs Seite sieht, kommt es zum Eklat. Nach dramatischen Szenen finden sich am Ende Wally und Josef.

Zur Musik
Als die niederländischen Musiker Nico-Jan Beckers und Auke Reuvers begannen, fühlte ich mich sofort an Koyaaniqatsi erinnert. Das war auch nicht weiter verwunderlich, da die Musiker u.a. Motive von Philipp Glass verwendeten. Das Akkordeon und die Klarinette harmonierten zueinander und gaben einen schönen Hintergrund zu dem Film.

Insgesamt eine Veranstaltung die mir sehr gefallen hat und ich bin froh, das ich mich trotz einer leichten Erkältung aufgerafft habe. Mein Bedauern gilt jenen, die gestern verhindert waren.

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