Mit ‘Weltdokumentenerbe’ getaggte Artikel

The Story of the Kelly Gang

Sonntag, 03. August 2008

Als ich meinen Beitrag zum Weltdokumentenerbe schrieb, war ich mir ziemlich sicher schon einmal eine Online-Version des Films The Story of the Kelly Gang gesehen zu haben – nur leider fand ich nichts mehr.

Kaum ist der Artikel veröffentlicht, schon werde ich fündig: australianscreen.com.au/titles/story-kelly-gang
Am rechten Rand des Beitrags finden sich drei kleine Clips aus dem Film.

Weltdokumentenerbe

Sonntag, 03. August 2008

Durch die kürzlich gefundenen neuen Szenen von Metropolis ist der Film in letzter Zeit viel im Gespräch. Unter anderem findet sich dabei häufig Behauptungen wie von der Unesco wurde es als bislang einziger Film dem Weltdokumentenerbe zugerechnet. (hier Zitat der Eßlinger Zeitung vom 2. August 2008).

Diese Behauptung scheint sich langsam als Urban Legend fest­zusetzen. Zugegeben, die Aussage stimmte einmal. Metropolis war der erste Film der den Titel Weltdokumentenerbe erhielt, bis 2003 war er auch der einzige Film mit dem Titel.

Aber 2003 wurde der mexikanische, von Luis Buñuel gedrehte, Film ”Die Vergessenen” (Los Olvidados, 1950) als zweiter Film nach Metropolis in die UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes auf­genommen.

2007 wurde mit dem australischen Film ”The Story of the Kelly Gang” (1906) ein zweiter Stummfilm in die Liste aufgenommen. Der Film war ursprünglich 60 Minuten lang und ist damit der erste Spielfilm (”feature film“). Mit dem ebenfalls 2007 aufgenommenen Film The Wizard of Oz sind es bereits vier Filme in der Liste (außer ich habe noch einen übersehen ;) )

Weblinks zu den Filmen des Weltdokumentenerbe:

Metropolis auf dem Kino auf der Burg in Esslingen

Samstag, 02. August 2008

Einer der Gründe zu Wahl meines dieswöchigen Stummfilm der Woche war, das ich die Veranstaltung selbst besuchen konnte.

Im Innenhof der Esslinger Burg (eigentlich keine echte Burg, es handelt sich um einen Teil der mittelalterlichen Ver­teidigungs­anlagen der Stadt Esslingen) wurde beim Open Air “Kino auf der Burg” Metropolis gezeigt. Die Veranstaltung begann bei herrlichstem Sonnenschein und warmen Wetter kurz nach acht Uhr mit jazziger Livemusik der Gruppe Banana Jazz Trio. Begleitet von der Musik kann man sich erst mal einen Sitzplatz oder einen Liege­platz auf der Wiese suchen und anschließend die Gastronomie im Burg­innen­hof inspizieren. Mit einem leckeren eritäischen Injera und einem indischen Mango-Lassi gestärkt konnte ich mich auf den Hauptfilm freuen.

Eine Seite der Burgmauer ist von einer Leinwand verdeckt, davor stehen rechts und links je zwei Flügel. Keine Ahnung was geplant war, wenn es angefangen hätte zu regnen, aber vermutlich stan­den irgendwo Zelte zum Schutz der Flügel bereit. Aber zum Glück war es unnötig, das Wetter blieb warm und trocken. So konnte man zwischen dem Blick auf die Leinwand und in den Sternenhimmel wechseln, so manche Strenschnuppe lenkte kurzzeitig vom Film ab. Die Atmosphäre war mal wieder wunderbar und im Gegensatz zu Vorjahren konnte man sich dank Rauchverbot auch an der lauen Nachtluft erfreuen. Das Kino auf der Burg trägt zurecht den Titel Das schönste Kino zwischen Himmel und Erde.

Nach Anmoderation und einen kleinen Vorfilm begann die Haupt­veranstaltung des Abends. Metropolis wurde in der Moderation unter anderem als einziger Film mit dem Unesco-Titel “Welt­dokumenten­erbe” angekündigt – was nicht stimmt, aber da folgt noch ein kurzer Blogartikel.

Wie zu erwarten passt Gottfried Huppertz ‘ Original-Musik aus den 20er-Jahren gut zu dem Film, die zwei Pianisten harmonierten gut indem sie wechselweise Parts übernahmen oder auch im Zusammen­spiel den Film begleiteten. Besondere Spannung hatte das Stück für mich, da es die dritte Vertonung von Metropolis. war, die ich in kurzer Zeit zu hören bekam. Während mir Harry Kulzers Version nicht so gefiel, war ich von Antonio Bras begeistert. Die jetzt gehörte Version gefiel mir auch sehr gut, auch wenn es am Beginn Schwierigkeiten hatte mit Bras Version mitzuhalten. Mit Verlauf des Films konnte die Klavierbegleitung aber gut mithalten.

Am Film faszinierten mich diesmal die fehlenden Szenen, die in der Zwischenzeit wiedergefunden wurden. Ich freue mich schon zu sehen, was in Yoshiwara passiert und welche Bedeutung ‘der Lange’ wirklich hat. In der bisherigen Fassung ist er ja nur eine Rand­figur. Mal schauen, vielleicht gibt es diesen Herbst ein paar der Szenen in Pordenone zu sehen.